Zahlmeister des Vereins wurde Johann Georg
Seyfried jun., der spätere Bürgermeister von
Weiler. Das erste Geschäftslokal befand sich im
Gasthof „Hirschen“. Später war es im Gebäude
Gehrenstraße 2 untergebracht.
Die Spar- und Darlehenskasse Weiler-Fraxern
war zunächst eine Selbsthilfe-Organisation zur
Förderung der ärmlichen ländlichen Bevölkerung.
Sie konnte aber sehr bald auch Vorhaben
der öffentlichen Hand und der Gemeinde finanzieren.
So stellte sie schon in den ersten Jahren
folgende Kredite zur Verfügung: 1903 für die
Regulierung des Ratzbachs 60.000 Kronen,
1908 für den Schulhausbau 35.000 Kronen und
34.000 Kronen für die Wasserversorgung aus
den Gruppentobelquellen und 1910 weitere
35.000 Kronen zur Wiederherstellung der
beschädigten Ratzbach-Regulierungsbauten.
Die Gemeinde Weiler, die seit 1901 Mitglied des
Raiffeisenkassa-Vereins war, konnte in der prosperierenden
Zeit des Jahrhundertbeginns mit
diesen Darlehen kräftig in den Ausbau der Infrastruktur
investieren.
Das erste bankeigene Raiffeisengebäude wurde
1964 eröffnet. Die Generalversammlung beschloss
im selben Jahr den Zusammenschluss
der Kassen Klaus und Weiler-Fraxern zur Raiffeisenkasse
Weiler-Klaus. Wirtschaftliche Überlegungen
führten 1981 schließlich zur Verschmelzung
der Raiffeisenkasse Weiler-Klaus
mit derjenigen von Sulz-Röthis zur Raiffeisenbank.
In der Geschäftsstelle Weiler der Raiffeisenbank
Vorderland können dank des gut ausgebildeten
Personals und der Technik alle denkbaren Bankgeschäfte
von Einzahlungen, Überweisungen,
Bausparen bis hin zur Finanzierungs- und Anlageberatung
abgewickelt werden.
Bienenzuchtverein
Johann Georg Summer und Franz Josef Seyfried
gründeten im Jahre 1902 einen eigenen ,,Zweigverein
im Vorderlande des Zentralvereins für
Bienenzucht in Österreich“. 1922 spalteten sich
Röthis und Sulz ab und bildeten einen eigenen
Verein. Der Bienenzuchtverein umfasst seither
die Gemeinden Weiler, Klaus und Fraxern. Seit
1988 ist Josef Spalt aus Weiler Obmann des
Vereins.
Turnerbund / Turnerschaft Weiler
„Die meisten Burschen unserer Gemeinde treten
zusammen, um einen Turnerbund zu gründen.
Dazu gehört natürlich ein Lokal, um sich
turnerisch zu betätigen. Da die Gemeinde im
Besitze eines solch geeigneten Lokales ist (Altes
Schulgebäude beim heutigen Sebastiansbildstock
an der Ratz), bitten die Unterzeichneten
im Namen etwa 20 junger Turner den löblichen
Gemeinderat, dieses Lokal dem werdenden Verein
zur Verfügung zu stellen.“ Das Ansuchen um
eine Turnhalle in Weiler stammt vom Oktober
1913 und war der Startschuss für die Gründung
des Turnerbundes in der Nachfolge des katholischen
Vereins ,,Eintracht“.
Die offizielle Gründung unter dem Namen
„Turnerbund“ fiel auf den 19. November 1913.
Die Gründungsmitglieder und Unterzeichner
der Vereinsstatuten waren: Franz Josef Sohm, 297