vorangetrieben, die sich seit Beginn des 14.
Jahrhunderts in Laterns und Damüls nieder
ließen.36 Auch in Weiler wurden sie ansässig und
betrieben hier Weinbau. Ein Claus Waliser ist
auf dem Brocken-Acker auf Weiler Feld 1412
und 1431 nachweisbar.37
Zu Beginn des 16. Jahrhunderts kam es zur
Ablösung der höher gelegenen Hanggemeinden
von den Gemeinden im Tal. 1502 löste sich
Fraxern aus dem großen kirchlichen Pfarrver
band Rankweil, während Weiler bei der
Mutterpfarre verblieb.38 Die Selbständigkeits
bestrebungen sind ein Zeichen für eine Sied
lungsverdichtung und die Ausbildung von
Gemeindestrukturen anstelle der genossen
schaftlichen Verbandsstrukturen des Mittel
alters.
Hanenberg mit Ölklekopf, 1928
Der Hanenberg
Die Stadt Feldkirch war seit dem 15. Jahrhun
dert mit einer zunehmenden Siedlungsverdich
tung konfrontiert. Ihre Bürger drängten deshalb
aufs Land, wobei sie das städtische Bürgerrecht
bewahrten. Der Name des Hanenbergs in
Weiler ist auf das Feldkircher Bürgergeschlecht
der Han oder Hahn zurückzuführen. Walther
Han,der 1406 Stadtammann von Feldkirch war,
verlieh im Jahr 1425 seinen „Hof zu Weiler“,
welchen er als Erblehen innehatte, dem Klaris
sinnenkloster zu Valduna bei Rankweil.3’ Das
Lehen stammte von der österreichischen
Herrschaft.Valduna wurde durch die Verleihung
zum Afterlehensträger über Jahrhunderte hin
weg.
Nachfahren von Han sind noch im 16. Jahrhun
dert in Weiler nachweisbar. „Ulrich Han von
Weyler“ wird 1557 als verstorben erwähnt.
Vom Weingarten ,,der Bechler genannt“, der
seinen Kindern Hans, Urban und Christan Han
gehörte, wurde im selben Jahr ein Mistzins an
den Feldkircher Hubmeister Achilles von Alt
mannshausen und dessen Frau Amalia, geborene
von Raitnau, verkauft.40 1561 erscheint ein Hans
Han als Inhaber des sogenannten Philippen
Lehens zu Weiler.41 Das Kloster St. Gallen inkor
porierte 1555 wegen Unregelmäßigkeiten das
Kloster St. Johann im Thurtal (Obertoggen-
burg). Zur Neuordnung der klösterlichen
Einkünfte wurden die Lehen des Klosters von
den Lehensnehmern eingezogen und gegen
Ausstellung neuer Lehenbriefe wieder verlie
hen. Die Mühle in Weiler wurde als Philippen
Lehen ebenfalls eingezogen und wiederum an
den zehntpflichtigen Hans Han ausgegeben.42 Ein 36