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Full text: Geschichte des Geschlechts Furtenbach

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Das haben wir angesehen, auch des Getreuen williger 
Dienste sind wir eingedenk, die Er uns und dem heiligen 
Reich, besonders unserem Hause Oesterreich getan und 
erzeigt hat, und in Zukunft erzeigen wird und will. 
Darum, vor allem den allgemeinen Nutzen bestens zu 
fördern, damit das Böse nicht ungestraft bleibe, und 
Zurechtweisen mit gutem Fug geschehen möge, bei wohl- 
bedachtem Mut, guter Rat bewegt werde, soll aus unsern 
kai serlichen Gnaden und Mildtätigkeit zu Reichenschwand 
das Hoch- und Halsgerioht wieder geöffnet, bestätigt 
und Bonaventura Furtenbach berechtigt sein, Gericht 
zu halten bei Hoch- und Halsgericht, Stock und Galden. 
Er und seine Erben und Nachkommen sollen gerecht rich­ 
ten. 
Gegeben in unserer Stadt 
Brüssel in Brabant am 1. Sept. 1555 
Wir Maximilian der an d e r usw. Bekhennen öffentlich 
mit disem Briwe vund thuen khundt allermenigelich das uns unsere und 
des Reichs liebe getreue Paulus, Hanns und Chri­ 
stoph, die Furtenba ch Gebrüder in glaubwürdi­ 
gem Schein undertheniglich fürgespracht, ainen Confirmation und Newen 
Begnadungs oder Bewilligungsbrief über das Hoch od. Halsgericht und 
dem Pann über das Pluetgerichte zu dem Schloss und Dorfs Reichel- 
schwang gehörig ....................... so weillenndt irem Vater, B o n av en - 
tura Furtenbach, von weillenndt dem durchleuchtigisten 
Fürsten, Herrn C a r 1 e n dem F ün f t e n Römischen Kaiser usw. 
unsern lieben Herren Vetter und Schweher, hochlöblicher gedechtnus, 
gegeben worden und von wort zu worten hernach geschriben steet und 
also lautet: 
Wir C a r l der f ün n f ft von Gotsgnaden Römischer Kaiser, zu 
allen Zeiten merer des Reichs, König in Germanien, zu Castilien usw. 
Bekennen öffentlich mit disem Briew,und thuen khundt allermennigelich, 
das uns unser und des Reichs lieber getreuer B o na v e n t ur a 
F u r t e n b a c h undthenigelich fürbracht und zu erkennen geben, 
wölchermassen Er ungeverlich vor fünfundzwainzig Jaren, von den Edell- 
leuthen die R a z e n (deren Geschlecht, Stamm und Namen nunmehr gar 
abgestorben) ain Schloss und Dorff Reichelschwang genant, als ain 
fre y Edelmanssguett aines Rechten aufrichtigen Kauffs 
an sich gebracht. Dieweil aber obgemelte Razen vor etlichen vil Jaren, 
zu gemeltem Schloss und Dorfs Reichelschwang, einen Gemainen Burglich
	        
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