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in gedachtem seinen Schloss und dorff Reichelschwang, für desselben
und all anndo darzue gehörige underthonen, ain Hoch oder Halsgericht,
Stokh und Galgen aufzurichten und zu halten von Newen gnedigelich ge-
gönt und erlaubt und daselbst den pann über das Pluetgericht gegeben
und zugestellt und zu L e h e n genedigelich verlihen, öffnen, con-
firmiren, bestettigen, und berechtigen, erstatten, erfüllen, heben auf,
cassieren und thuen ab, können und erlauben., dass, nun hinfüro obge-
melter Bona ventura Fur tenba ch und seine Erben
und Nachkommen, Inhaber des gemelten Schloss und Dorffs Reichelschwang
daselbst ain gemain ordentlich Gericht und Gerichtszwang und den ge
melten Pann über das Pluetgerichten habe und sich deren, wie Recht und
gebräuchlich ist, üben und gebrauchen oder auch daselbst, wann und so
oft Sie das Notdurfftig sin und guet bedunckht, ain H o c h oder
Hal sge richt , Sto ckh und Gal gen von Newen
aufrichten und den Pann über das P lu etgerichten von
uns und dem hlg. Reiche I n L ehens weis s innhaben und
gebrauchen und sdch Hoch oder Halsgericht mit zehen oder zwelff
fromen Erbarn Männern in gemeltem Dorff Reichelschwang oder in annder
Gericht .......... besitzen und Irem ........... oder Ambtman ...................... und
dass alsdann dieselben Richter und Ambtleuth die übelthettigen und
verlembdt Leuth, die obgemeltem Schloss und dorff zu Reichelschwang u.
desselben Bezirckh und gepiet begriffen .... auch also das der gemelt
Bonaventura Furtenbach und seine Erben und Nachkommen den gemelten Ge-
richtszwang, Hoch oder Halsgericht und den pann über das Pluet zu rich
ten, sooft es zu fällen khombt, von uns und unseren Nachkommen und dem
heil Reiche zu Lehen zu emphahen usw. inmassen der gemelt Bonaventura
Furtenbach uns durch unsern und des Reichs lieben, getrewen C h ri -
sto f f e n F ur te n b a c h , seinem sone und volmechtigen An-
waldt in Crafft seines volmechtigen Gewalts gethon hat.
Er und seine Erben und Nachkommen, Innhaber des gemelten Schloss und
dorff Reichelschwang sollen .... gerecht richten. —
Anschliessend der kaiserl. Befehl an alle Würdenträger und Aemter den
Bon av entur a Furtenb a ch und seine Erben nicht zu be
hindern, bei Androhung der Ungnade und Strafe und "Pöen von 50 marchh
löttiges Gold, davon die Hälfte dem Bonaventura Furtenbach oder seinen
Erben zu bezahlen ist.