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Kemptener Hauptstamm ; (Parallelstamm):
Gleichzeitig mit dem Feldkircher Hauptstamm der Familie Furten-
bach lebte noch ein von K em pt en im Allgäu ( in den damali
gen vorderösterreichischen Landen) ausgehender zweiter Hauptstammt der
Fam. Furtenbach, von welchem bisher urkundlich nachweisbar ist:
1494 April 7. hat Kaiser Maximilian I. zu Kempten für P a wl s
(Paul)Furtenbach folgenden Wappen
brief ausgestellt:
"Pawls Furtenbach mit namen ain plawen oder lasurfarben schildt
von grundt auf in gannzem schild ain weysser wider mit seinen vor
dem aufgeräckten füessen und gelben gehüren und auf dem schild
ain helm geziert mit ainer plawen oder lasurfarben und gelben
helmdecken, darauf ain vorderteil ains weyssen widers mit seinen
aufgereckten füessen und gehüren geschickt als im schild. Datum
Kempfen am VII tag Aprilis im 94. jar." Taf.... (1;2;11.)-
15. . Juli 12. (Jahreszahl auf dem Konzept nicht vermerkt, doch erhielt
Ferdinand I. 1522 die deutschen Erbländer, wurde 1531 römischer
König und war 1556-1564 deutscher Kaiser) hat Kaiser Ferdinand I.
zu Augsburg den Hans Furtenba c h in Linz, sowie sei
ne ehelichen Nachkommen unter Hinweis auf seine Vorväter P a u
l u s und Wolfgan g Furtenbach, weil er das
Viz tumam t in Oesterreich ob der Enns und die M a u t in
L in z mit seinem Vermögen verwaltet, für seine Redlichkeit, Tu
gend und getreuen Dienste in den Stand und Grad des rittermässigen
A de l s in der Weise erhoben, als ob er von seinen v ie r
Ahnen und Geschlechter beiderseits als recht edelgeborener Lehens-
Turniergenosse und rittermässiger Edelleut geboren worden wäre.
Gleichzeitig wird das, von ihm und seinen Voreltern bisher ge
brauchte und geführte e rb liche Wappen und Kleinod be
schrieben.
1589 May 15., berichtete Stephan Neupegkh, Mautner zu Gmunden
in einem Majestätsschreiben dem Kaiser Rudolf II., dass er nach
Ableben seiner Gattin wiederum am Sonntag Trinitatis, das ist den