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FÜSSENER HAUPTSTAMM
Die Stadt Füssen am Lech und am Eingang in das Gebirge mit der alten
Abtei St. Magnus. Am Lechschlunde, wie durch das Tal der Vils, wurde
wahrscheinlich im frühen Mittelalter ein Weg eröffnet, der einen Zu
gang aus Deutschland durch Tirol nach Italien vermittelte,und bei Hee
reszügen und Kaufmannsfahrten benutzt wurde. Noch heute ist Füssen
Knotenpunkt vieler Verkehrswege. Die Sprache des Volkes ist die schwä
bische, breit und rauh von Landsberg an bis zu den Quellen der Vils.
Alteingesessene Furtenbach gab es unter anderen hochangesehenen Patri
zier- und Bürger- Familien schon anfang des 15. Jahrhunderts. Heraus
zuheben sind folgende Männer:
Abt Bene dikt V. F urten b a c h (1480-1524), Abt des
Klosters St. Magnus in Füssen. Im Kapitel "Lebensläufe" wird näher von
ihm berichtet.
Abt Heinrich Ammann, Chronicon Fiessence, 1607 im fürstl. Archiv zu
Wallerstein berichtet, anlässlich der Wahl und Weihe zum Abt, sein
Taufname soll Johannes gewesen sein, seien dem Benedikt Furtenbach
Kosten von insgesamt 928,- Fl. erwachsen.
Ambrosius Furtenbach de Fues se n, stud, art.,
1557 immatrikuliert an der Universität Ingolstadt (714.Bd.1.0.1937).
Vermutlich Sohn von Ambrosium Furtenbach (1490-1552).-
Burkhard Furtenbach, geb. zu Füssen 1544, trat mit
16 Jahren (1560) ein ins Benediktiner- Kloster zu St. Ulrich und Afra
in Augsburg. Durch Vermittlung von Herzog Ernst von Oesterreich über
nahm er im April 1585 die Abtei des Benediktinerstifts Lambach. Er ist
anzusehen als der Hauptstifter des St. Joseph- Spitals für Marktbur-
ger und Stiftsdiener. Burkhard starb 1599.
Martin Furtenbach, Bürger und Stadtschreiber zu Füssen,
jüngerer Zeitgenosse des Abtes Benedikt I. Furtenbach. Martin Furten
bach war noch 1536 mit der Familie Hörmann von und zu Gutenberg im
Briefverkehr. Wann er starb ist nicht bekannt. Er hat sich bekant ge
macht durch seine Darstellung des Bauernkrieges, den er noch im Jahre
des Geschehens, 1525, verfasste unter dem Titel "Ein kurtzer Bericht
und Anzeigung der Handlung, so sichder Bauern Empörung gegen Statt