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"Ich hatte mir in Grosswardein, später in Wien und zuletzt in Wiener-
Neustadt eine Dreizimmerwohnung eingerichtet. Bei der Transferierung
nach Oedenburg im Mai 1914 lagerte ich meine Möbel bei einem Spediteur
und auf dem Kasernenboden ein, denn ich konnte nicht so fort eine Woh
nung finden, die mir zugesagt hätte. Ich bezog ein Einzelzimmer, und
suchte, unbedrängt und ahnungslos der furchtbaren Zukunft — eine Woh
nung.
Wir Hauptleute, die wir für unsere Unterabteilung einen Mobilmachungs-
plan entwerfen mussten, hatten im Juni keine Ahnung davon, ein Krieg
stehe vor der Türe. Es ist eine Lüge, zu sagen: "Deutschland und Oester
reich haben den Krieg gewollt und sich dafür vorbereitet." —
Ueber die ganze Kriegszeit schrieb Franz von Furtenbach Tagebücher. —
" ..........29.1.1915 wurde Hauptmann Franz von Furtenbach gelegentlich ei
ner gewaltsamen Rekognoszierung verwundet... (Rechtes Auge). Das Ver
halten des genannten Hauptmanns war mustergültig, seine Tapferkeit und
Kaltblütigkeit, sein entgegenkommender Gehorsam, seine Initiative, so
wie seine Fürsorge für die ihm unterstehenden Offiziere und Mannschaf
ten..........."
Februar 191B Major,Herbst Oberstleutnant,Kriegsende Oberst a.D.
Das Ende des 1. Weltkriegs traf Franz von Furtenbach hart; wie er auch
das letzte kurze Wegstück seines Lebens schwer daran trug, als die
Hoffnungen seines Vaterlandes, von neuem wirtschaftlich aufzublühen,
am Ende des II. Weltkriegs grausam zerstört wurden.
Schriftstellerisch hat sich Franz v. Furtenbach an Zeitungen da und
dort betätigt,und wurde "gepreist."
Von Wichtigkeit war sein Buch im Taschenformat: "Richtkreisaufgaben,"
zur Ermittlung der Schusselemente, noch im II. Weltkrieg im Gebrauch
bei der oesterreichischen Artillerie. Verlag Otto Maass, Söhne, Wien.
Ebendort erschien im "3. Jahrgang des genealogischen Taschenbuches der
adeligen Häuser Oesterreichs die von ihm verfasste Genealogie der Fur-
tenbach von der Feldkircher Linie.