Krebsregisterbericht Vorarlberg | 2019–2023 | Seite 107 von 271
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5.11 MELANOM
In den Jahren 2019 bis 2023 erkrankten im Schnitt 42 Frauen und 48 Männer pro Jahr neu an einem
invasiven Melanom und 40 Frauen und 47 Männer an einem in situ Melanom. Das
Geschlechterverhältnis beim invasiven Melanom ist also etwas zu Gunsten der Frauen verschoben
(47%). Das durchschnittliche Alter der Erstdiagnose eines invasiven Melanoms lag bei 61 Jahren
(Frauen) bzw. 64 Jahren (Männer). Rund ein Viertel der Frauen (25,1%) war bei Erstdiagnose jünger als
50 Jahre, während dies auf 18,4% der Männer zutraf. Im Durchschnitt verstarben in den Jahren
2019–2023 pro Jahr 5 Frauen und 9 Männer an einem invasiven Melanom. Im zeitlichen Verlauf der
Inzidenzen seit 1990 ist zu berücksichtigen, dass sich größere Schwankungen, insbesondere auch das
starke Ansteigen bis zum Jahr 2005, durch die zusätzliche Inklusion von Fällen aus extramuralen
Quellen außerhalb der Spitäler in unterschiedlichem Ausmaß zurückführen lassen. Während der
letzten 10 Jahre (2014–2023) wurde sowohl bei Frauen als auch bei Männern eine Abnahme der
Inzidenz des invasiven Melanoms um 1,7% bzw. 1,9% pro Jahr registriert. Die relative
altersstandardisierte Fünfjahresüberlebensrate lag bei den Frauen bei 94,4% und bei den Männern bei
92,1% und entsprach in etwa den US-amerikan. Daten (SEER). Das Gesamtüberleben der an einem
Melanom Erkrankten hat sich dennoch in den letzten 10 Jahren (Diagnosejahre 2014-2023) im
Vergleich zum 10-Jahresvorintervall (Diagnosejahre 2004-2013) leicht verschlechtert. Die
Bezirksverteilung zeigt keine relevanten Abweichungen vom Landesdurchschnitt. Im EU-Vergleich liegt
die Inzidenzrate über und die Mortalitätsrate unter dem EU-Durchschnitt.
Zum Jahresende 2023 lebten in Vorarlberg 902 Frauen und 913 Männer mit einem (seit 1990
diagnostizierten) invasiven Melanom.