Krebsregisterbericht Vorarlberg | 2019–2023 | Seite 34 von 271
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5.3 KARZINOM IM KOPF-HALS-BEREICH AUSSER LARYNXKARZINOM
Zu dieser Gruppe zählen Karzinome im Mund-, Nasen- und Rachenraum, ausgenommen
Larynxkarzinome. Zwischen 2019 bis 2023 wurden jährlich durchschnittlich 21 Fälle bei Frauen und 45
Fälle bei Männern diagnostiziert. Männer erkrankten (68%) und verstarben (69%) häufiger als Frauen
an einem Karzinom im Kopf-Hals-Bereich, wobei der Anteil rückläufig ist. Im Vergleich zum Zeitraum
2016–2018 stieg die altersstandardisierte Inzidenzrate pro 100.000 bei Frauen von 3,9 auf 5,2 und sank
bei Männern von 15,6 auf 12,6.
Das mittlere Erkrankungsalter blieb im Vergleich der Zeiträume 2016–2018 und 2019–2023 bei Frauen
konstant bei 68 Jahren, während es bei Männern von 62 Jahren auf 63 Jahre stieg. Die Erkrankungen
traten vorwiegend in der Altersgruppe der 50- bis 89-Jährigen auf. Der Anteil jüngerer Patientinnen
und Patienten unter 50 Jahren stieg bei Frauen von 6,4% auf 14,4%, während er bei Männern mit 11%
bzw. 10,2% nahezu konstant blieb. Der Anteil der Patientinnen und Patienten ab 80 Jahren nahm bei
Frauen von 21,3% auf 18,3% und bei Männern von 10,4% auf 9,8% ab. In der zeitlichen Entwicklung
seit 1990 zeigt sich bei Frauen eine leicht steigende und bei Männern eine sinkende
altersstandardisierte Inzidenzrate.
Im Zeitraum von 2019–2023 starben im Durchschnitt jährlich sechs Frauen und 14 Männer an einem
Karzinom im Kopf-Hals-Bereich ohne Larynx. Die altersstandardisierte Mortalitätsrate pro 100.000
Einwohner stieg im Vergleich zu den Jahren 2016–2018 bei Frauen von 0,1 auf 1,2 und bei Männern
von 3,1 auf 3,3.
Über die Jahre 2019–2023 verbesserte sich das Verhältnis von Mortalität zu Inzidenz bei Frauen von
26,1% auf 21,7% und bei Männern von 44,2% auf 32,7%. Die Kaplan-Meier-Kurven zeigen einen Trend
zu einem verbesserten Überleben in der Zeitperiode 2014–2023 im Vergleich zu 2004–2013.
Bei Frauen ist das relative 5-Jahres-Überleben höher als in den SEER-Daten aus den USA, vor allem im
mittleren und höheren Alter. Bei den Männern ist es niedriger. Die Verteilung der Inzidenz bzw.
Mortalität auf Bezirksebene zeigt keine relevanten Auffälligkeiten. Im EU-Vergleich (GLOBOCAN 2022)
hat Vorarlberg für Frauen von 2019–2023 eine leicht überdurchschnittliche Inzidenz, während diese
für Männer im mittleren Bereich liegt. Die Mortalität liegt im mittleren bzw. unteren Bereich des EU-Durchschnitts.
Zum Jahresende 2023 lebten in Vorarlberg 180 Frauen und 407 Männer, bei denen seit 1990 ein
Karzinom im Kopf-Hals-Bereich (ausgenommen Larynx) diagnostiziert wurde.