Krebsregisterbericht Vorarlberg | 2019–2023 | Seite 43 von 271
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5.4 LARYNXKARZINOM
Im Zeitraum von 2019 bis 2023 erkrankten im Durchschnitt jedes Jahr drei Frauen und 15 Männer an
einem Larynxkarzinom. Das durchschnittliche Erkrankungsalter lag bei Frauen bei 64 Jahren, bei
Männern hingegen konstant bei 69 Jahren. Da 85% der Neuerkrankungen und 89% der Todesfälle bei
Männern registriert wurden, werden die Grafiken nur für diese Gruppe dargestellt. Im Vergleich zum
Zeitraum 2016–2018 stieg der Anteil der Über-80-Jährigen bei Diagnosestellung von 7% auf 12,3%
ebenso wie der Anteil der Patienten mit einer Diagnose im fortgeschrittenen Tumorstadium von 12%
auf 19%. In der zeitlichen Entwicklung seit 1990 ist für die Männer eine sinkende altersstandardisierte
Inzidenzrate (von 4,2 auf 2,4) zu beobachten.
Die jährliche durchschnittliche Anzahl der Todesfälle erhöhte sich bei den Männern leicht von drei auf
fünf. Die altersstandardisierte Mortalität stieg im Berichtszeitraum bei den Männern von 0,7 pro
100.000 in den Jahren 2014–2018 auf 1,1. Die Kaplan-Meier-Kurven zeigen in der Zeitperiode
2014–2023 keinen klaren Unterschied im Überleben im Vergleich zu 2004–2013. Das relative
Fünfjahresüberleben der Männer mit Larynxkarzinom lag in den Jahren 2014–2018 etwas niedriger als
in den SEER-Daten von 2015.
Die Verteilung auf Bezirksebene zeigt keine relevanten Auffälligkeiten. Sowohl die Inzidenz- als auch
die Mortalitätsrate lagen 2019–2023 bei den Männern im Mittelfeld und unter dem EU-Durchschnitt
(GLOBOCAN 2022).
Zum Jahresende 2023 wurden bei den Frauen 27 Fälle mit einem (seit 1990 diagnostizierten)
Larynxkarzinom ermittelt, bei den Männern waren es 158.