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Methoden | Formeln
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Methoden | Formeln
Ermittlung Patienten bzw. Personen
Die Inzidenzdaten werden wie oben beschrieben gesammelt und in einer Datenbank gespei-
chert. Einheit in dieser Datenbank sind Tumormeldungen, sowohl Erstmeldungen als auch
Verlaufsmeldungen (d.h. Rezidive bzw. Metastasen). Für den vorliegenden Bericht werden nur
Erstmeldungen ausgewertet, diese sind über ein spezielles Feld eingrenzbar.
In einem ersten Schritt werden die Personen identifiziert, die mit den Tumormeldungen verbunden
sind. Da in der Datenbank keine Trennung zwischen Personendaten und Tumordaten vorgenommen
wurde, müssen die Personen mit einem Näherungsverfahren ermittelt werden. Das Verfahren iden-
tifiert Personen durch Familienname, Vornamen und Geburtsdatum. Schon bei der Registrierung
wird auf unterschiedliche Personen geachtet, sodass davon ausgegangen werden kann, dass
Personen durch die Merkmale Familienname, Vorname und Geburtsdatum eindeutig charakterisiert
werden können und dass dadurch keine Doppelmeldungen vorkommen.
Verbindung Todesdaten, DCN-Fälle
Aus Datenschutzgründen ist kein direkter Zugriff auf die Todesdaten möglich, es wurde aber
trotzdem versucht, die Ergänzung der Todesdaten über ein möglichst methodisch einwandfreies
Verfahren zu ermitteln. Dazu wurden die Inzidenzdaten und die Todesdaten mit einem proba-
bilistischen Record-Linkage-Verfahren verbunden und fragliche Fälle durch direkte Recherchen
abgeklärt. Dieses zeitaufwendige Verfahren stellt sicher, dass die Ergänzung der Todesdaten
methodisch einwandfrei erfolgt und keine Verzerrungen in der Überlebensstatistik auftreten. Auch
die DCN-Fälle wurden auf diese Fälle ermittelt, aus Zeitgründen aber nur für die Diagnosejahre
1993-1997. DCN-Fälle sind solche Fälle, die nach der offiziellen Todesstatistik an einem Tumor ver-
storben sind, aber nicht in der Inzidenzdatenbank gefunden wurden. Diese Maßzahl ist ein Hinweis
auf mögliche Probleme bei der vollständigen Erfassung der Inzidenzdaten.
Wohnsitz, Bezirk
In der Registrierung werden alle gemeldeten Tumorfälle erfasst, darunter sind auch solche
Patienten, deren Wohnsitz nicht in Vorarlberg liegt. Für den vorliegenden Bericht wurden aber nur
solche Fälle ausgewertet, deren Wohnsitz in Vorarlberg liegt. Die Einschränkung wurde über
die Kombination zwischen Postleitzahl und Wohnort umgesetzt. Mit diesen beiden Feldern wurde
auch die Zuordnung des Bezirks vorgenommen.
Codierung von Lokalisation und Histologie, ICD9-Code
Die Tumorfälle werden codiert nach IDC-O-V1. Dieser Code gestattet eine getrennte Erfassung von
Lokalisation und Histologie des Tumors. Die gemeldeten Texte werden von einer einzigen Person,
nämlich einer Ärztin, codiert. Dadurch sind Fehler in der Codierung weitgehend auszuschließen. Da
die detaillierten Kombinationen zwischen Lokalisation und Histologie zwar für medizinische Zwecke
notwendig aber für die Berichterstellung viel zu detailliert sind, wurden die IDCO-V1-Codes umge-
rechnet auf ICD9-Codes, dafür wurde ein Programm der IARC verwendet.
Dieses Vorgehen ermöglicht auch eine vergleichbare Auswertung von Inzidenzdaten und
3. Methoden - Formeln
Inzidenzdaten
Dr. Willi Oberaigner
Tumorregister Tirol, Krebsregister Vorarlberg