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Full text: Krebsregisterbericht Vorarlberg 1981 - 1997

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Methoden | Formeln 
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Methoden | Formeln 
Ermittlung Patienten bzw. Personen 
Die Inzidenzdaten werden wie oben beschrieben gesammelt und in einer Datenbank gespei- 
chert. Einheit in dieser Datenbank sind Tumormeldungen, sowohl Erstmeldungen als auch 
Verlaufsmeldungen (d.h. Rezidive bzw. Metastasen). Für den vorliegenden Bericht werden nur 
Erstmeldungen ausgewertet, diese sind über ein spezielles Feld eingrenzbar. 
In einem ersten Schritt werden die Personen identifiziert, die mit den Tumormeldungen verbunden 
sind. Da in der Datenbank keine Trennung zwischen Personendaten und Tumordaten vorgenommen 
wurde, müssen die Personen mit einem Näherungsverfahren ermittelt werden. Das Verfahren iden- 
tifiert Personen durch Familienname, Vornamen und Geburtsdatum. Schon bei der Registrierung 
wird auf unterschiedliche Personen geachtet, sodass davon ausgegangen werden kann, dass 
Personen durch die Merkmale Familienname, Vorname und Geburtsdatum eindeutig charakterisiert 
werden können und dass dadurch keine Doppelmeldungen vorkommen. 
Verbindung Todesdaten, DCN-Fälle 
Aus Datenschutzgründen ist kein direkter Zugriff auf die Todesdaten möglich, es wurde aber 
trotzdem versucht, die Ergänzung der Todesdaten über ein möglichst methodisch einwandfreies 
Verfahren zu ermitteln. Dazu wurden die Inzidenzdaten und die Todesdaten mit einem proba- 
bilistischen Record-Linkage-Verfahren verbunden und fragliche Fälle durch direkte Recherchen 
abgeklärt. Dieses zeitaufwendige Verfahren stellt sicher, dass die Ergänzung der Todesdaten 
methodisch einwandfrei erfolgt und keine Verzerrungen in der Überlebensstatistik auftreten. Auch 
die DCN-Fälle wurden auf diese Fälle ermittelt, aus Zeitgründen aber nur für die Diagnosejahre 
1993-1997. DCN-Fälle sind solche Fälle, die nach der offiziellen Todesstatistik an einem Tumor ver- 
storben sind, aber nicht in der Inzidenzdatenbank gefunden wurden. Diese Maßzahl ist ein Hinweis 
auf mögliche Probleme bei der vollständigen Erfassung der Inzidenzdaten. 
Wohnsitz, Bezirk 
In der Registrierung werden alle gemeldeten Tumorfälle erfasst, darunter sind auch solche 
Patienten, deren Wohnsitz nicht in Vorarlberg liegt. Für den vorliegenden Bericht wurden aber nur 
solche Fälle ausgewertet, deren Wohnsitz in Vorarlberg liegt. Die Einschränkung wurde über 
die Kombination zwischen Postleitzahl und Wohnort umgesetzt. Mit diesen beiden Feldern wurde 
auch die Zuordnung des Bezirks vorgenommen. 
Codierung von Lokalisation und Histologie, ICD9-Code 
Die Tumorfälle werden codiert nach IDC-O-V1. Dieser Code gestattet eine getrennte Erfassung von 
Lokalisation und Histologie des Tumors. Die gemeldeten Texte werden von einer einzigen Person, 
nämlich einer Ärztin, codiert. Dadurch sind Fehler in der Codierung weitgehend auszuschließen. Da 
die detaillierten Kombinationen zwischen Lokalisation und Histologie zwar für medizinische Zwecke 
notwendig aber für die Berichterstellung viel zu detailliert sind, wurden die IDCO-V1-Codes umge- 
rechnet auf ICD9-Codes, dafür wurde ein Programm der IARC verwendet. 
Dieses Vorgehen ermöglicht auch eine vergleichbare Auswertung von Inzidenzdaten und 
3. Methoden - Formeln 
Inzidenzdaten 
Dr. Willi Oberaigner 
Tumorregister Tirol, Krebsregister Vorarlberg
	        
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