Vorarlberger Landes-Abfallwirtschaftsplan 2025+ - 4. Fortschreibung
53
5.8 Metallverpackungen
Aktuelle Situation
Im Jahr 2022 sind 5.100 Tonnen Metallverpackungen
angefallen38.
Das
entspricht zwei Prozent des jährlichen Siedlungsabfallaufkommens in
Vorarlberg.
53 Prozent der Metallverpackungen sind kommunaler Herkunft. Im
Vergleich zum Jahr 2014 ist diese Menge um 21 Prozent gestiegen.
Beschränkt auf Haushalte, zeigt Abbildung 10 ein moderates Wachstum, das seit 2020 wieder
rückläufig ist.
Über die „Blaue Tonne“ werden in Vorarlberg Metallverpackungen und stoffgleiche
Nichtverpackungen bei dezentralen Altstoffsammelstellen (Sammelinseln) und in den regionalen ASZ
getrennt von anderen Metallabfällen (sonstige, sperrige Metalle inkl. Kabel) gesammelt.
Über den Restmüll geht ein nennenswerter Anteil von Metallverpackungen und stoffgleichen Nicht-
Verpackungen verloren. Der Erfassungsgrad der getrennten Sammlung ist von 84 Prozent im Jahr 2012
auf 76 Prozent im Jahr 2018 gesunken (Umweltverband Vorarlberg 2018). Die Austria Recycling
Agentur meldete 2022 eine bundesweite Sammelmenge von 31.900 Tonnen Metallverpackungen, was
einer Steigerung von 14 Prozent gegenüber 2014 entspricht (Altstoff Recycling Austria AG 2014;
2022a).
38
Getränke-, Konservendosen, Alufolien, -tassen, -tuben, Schraubverschlüsse aus Metall, Aludeckelfolien, Kronenkorken
und stoffgleiche Nicht-Verpackungen (Kleinmetalle aus dem Haushalt).
6,0
5,6
6,6
6,5
6,7
6,8
7,4
7,1
6,7
5,5
6,0
6,5
7,0
7,5
2014 2015 2016 2017 2018 2019 2020 2021 2022
Kommunales Aufkommen Metallverpackungen in kg/EW
Abbildung 10: Zeitliche Entwicklung des kommunalen Metallverpackungsaufkommens in Kilogramm je Einwohnerin oder
Einwohner und Jahr