Vorarlberger Landes-Abfallwirtschaftsplan 2025+ - 4. Fortschreibung
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2. Handlungsbedarf: Wie bereits bei der Fraktion Sperrmüll dargelegt, ist das Land Vorarlberg
durch Ausbau und Neuplanung von ASZ bemüht, den Anschlussgrad der Gesamtbevölkerung
an solche Einrichtungen soweit wie möglich zu maximieren. Da einige regionale
Übernahmestellen aufgrund der Nähe zu einem ASZ aufgelassen wurden, kann dies in
Einzelfällen zu längeren Transportwegen für die Bevölkerung führen. Vorwiegend betrifft das
Grünabfälle, aber auch andere Abfallfraktionen.
Maßnahme: Das Land Vorarlberg prüft das Angebot zusätzlicher regionaler Übernahmestellen
für Grünabfälle und gegebenenfalls für weitere Abfallfraktionen.
Ziel: Die Förderung kurzer Transportwege und der Minimierung des Zeitaufwandes bei der
Entsorgung von Grünabfällen für Bürgerinnen und Bürger, die sich nicht in der Nähe eines ASZ
befinden und eventuell kein Kraftfahrzeug besitzen.
3. Handlungsbedarf: Eine Folge des Klimawandels und der Globalisierung ist die zunehmende
Ausbreitung von Problempflanzen und Neophyten (nicht heimische Pflanzen, die durch den
Menschen eingebracht wurden und sich oftmals invasiv ausbreiten). Landwirtinnen und
Landwirte, die größere Mengen Problempflanzen, wie etwa Kreuzkräuter, von den Feldern
entfernen, sowie Naturschutz- und Bildungseinrichtungen, die an Aktionstagen großflächig
Neophyten abernten, brauchen hierfür gesicherte Entsorgungswege. Wie immer, wenn
punktuell und unregelmäßig größere Abfallmengen anfallen, ist dies eine Herausforderung für
die Abfallwirtschaft.
Maßnahme: Die Entsorgungsmöglichkeiten für Neophyten und Problempflanzen werden
evaluiert. Weiters wird geprüft, ob eine verbesserte Koordinierung, etwa durch telefonische
Voranmeldung, für den Entsorgungsprozess förderlich wäre. Ist dem so, werden relevante
Bevölkerungsgruppen und Organisationen darüber informiert.
Ziel: Die sichere Entsorgung von Neophyten und Problempflanzen.