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Full text : Islamischer Friedhof Altach

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Religiös wichtig für eine islamische Bestattung ist die
Ausrichtung des Grabes nach Mekka sowie das Ruhen des/der
Toten in der Gemeinschaft von Muslimen. Diese Regel der Bestattung
 unter Toten der eigenen Religionsgemeinschaft kennen auch
andere Religionen. Das führte ab Ende des 19. Jahrhunderts in den
Städten Europas, die religiös vielfältig waren, zur Entstehung von
kommunalen Friedhöfen mit abgegrenzten Gräberfeldern für
Katholiken, Protestanten, Juden etc. Nach diesem Modell wurden
in einzelnen Städten Österreichs (Wien, Linz, Innsbruck, Graz ...)
in den letzten Jahren auch islamische Gräberfelder auf bestehenden
 oder in Erweiterung bestehender Anlagen eingerichtet.
Der erste eigenständige islamische Friedhof wurde 2008 in Wien
eröffnet; nicht zuletzt auch zur Entlastung des islamischen Gräberfeldes
 auf dem Zentralfriedhof angesichts
zunehmender Beerdigungszahlen. Die Wiener
Begräbnisstätte ist eine konfessionelle Anlage
in Verantwortung der IGGÖ (Islamische
Glaubensgemeinschaft in Österreich). Der
Altacher Friedhof hingegen ist ein kommunaler
 Friedhof – für die Vorarlberger Gemeinden
von der Gemeinde Altach betrieben – offen
für Muslime und Musliminnen aus allen
Kommunen des Landes.

2_Wo wurden Muslime in Vorarlberg
bisher begraben?
Auf einzelnen kommunalen Friedhöfen –
die meisten Verstorbenen wurden jedoch
in die Herkunftsländer überführt.
Rituell korrekte islamische Bestattungen
waren in Vorarlberg bisher nicht möglich.

Vermessung des
Baugeländes unter
Beiziehung von
Imamen, um die
Richtung nach Mekka
für die richtige Anlage
der Gräberfelder
bestimmen zu können,
00. Foto: privat.

Die islamische Religion in Vorarlberg

Die islamische Religion ist in Vorarlberg in Gemeinschaften  
auf Vereinsbasis nach Herkunftsländern (Türkei, Bosnien, ...) und Glaubensrichtungen
 (Sunniten, Aleviten) organisiert. Diese Gemeinschaften
tragen die Moscheen bzw. Versammlungsräume und bieten den Gläubigen
 die Angebote für viele ihrer religiösen Bedürfnisse. In Österreich  
ist das Verhältnis zwischen Staat und islamischer Religion so geregelt,
dass der Islam eine der 16 staatlich anerkannten Religionsgesellschaften
 (Kirchen) ist. Für den Islam ist die staatlich anerkannte Vertretung die
Islamische Glaubensgemeinschaft in Österreich (IGGÖ). Ihre Vertretung
in Vorarlberg ist die „Islamische Religionsgemeinde Vorarlberg“. Für die
islamischen Aleviten ist die staatlich anerkannte Vertretung die Islamische
 Alevitische Glaubensgemeinschaft in Österreich (IAGÖ). Über diese
Vertretungen regelt der Staat diverse Angelegenheiten wie den Religionsunterricht,
 das konfessionelle Schul wesen, die Militärseelsorge u.v.m.

Informationen zum Islam in Vorarlberg: www.okay­line.at / Modul Wissen
            
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