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Im Jahr 1975 kandidierte Manfred Dörler erstmals auf der
Liste der Volkspartei in Hard für ein Mandat in der Ge-
meindevertretung. Er war vom Beginn bis zum Jahr 1980
Obmann des Schulausschusses, dann von 1980 bis 1995
führend im Sozialausschuss der Marktgemeinde Hard
tätig. Dörler hat in dieser Zeit die Gemeinde wesentlich
mitgeprägt. Das Verhältnis zwischen dem damaligen Bür-
germeister Gerhard Köhlmeier und Manfred Dörler war
gut, obwohl die Umsetzung der sozialpolitischen Vor-
stellungen Dörlers die Gemeinde einiges an Geld kostete.
Bereits 1976 hatte Manfred Dörler mit dem damaligen
Leiter der Sozialabteilung beim Amt der Vorarlberger
Landesregierung Hofrat Dr. Hermann Girardi die Vision,
auf kommunaler Ebene Sozialsprengel einzuführen.
Girardi und Dörler können ohne Übertreibung als sozial-
politische Pioniere in Vorarlberg bezeichnet werden. Hard
galt als Pilotgemeinde, gefolgt von der Stadt Feldkirch. Bis
zum heutigen Tag wird dieses Modell in Hard mit gro-
ßem Erfolg umgesetzt. nach anfänglichen personellen
Problemen beim Verein „Sozialsprengel Hard“ ist durch
Diplom-Sozialarbeiter Armin Kloser eine Person in die
Geschäftsführung gekommen, die bis heute diese Har-
der Einrichtung gut führt. Schwerpunkt dabei waren und
sind die offene Jugendarbeit, die Arbeit mit und für Seni-
oren, die Familien und die Integration von Menschen mit
migrantischem Hintergrund. Besonders aktuell ist zurzeit
die Flüchtlingsfrage. Gerade die Frage der Integration von
Migranten in Hard war laut Armin Kloser für Manfred
Dörler immer ein sehr wichtiges Anliegen.
Vor allem die offene Jugendarbeit lag Manfred Dörler
laut Kloser sehr am Herzen. Diese Wichtigkeit sei si-
cherlich von der langjährigen Pfadfinderarbeit in Hard
geprägt gewesen, so Kloser. Die enge Kooperation zwi-
schen Gemeinde, Sozialsprengel und Pfarre wurde von
Manfred Dörler stark forciert. Eine besondere Rolle spiel-
te damals Pfarrer Dr. Herbert Spieler und später Pfarrer
Georg Meusburger. Im Jahr 1990 wurde auf Initiative von
Offene
Jugendarbeit
und erste
ambulante
Altenbe-
treuung
Manfred Dörler die erste ambulante Altenbetreuung in
Hard aufgebaut. In der Zwischenzeit ist dieses Modell, das
dann in MOHI umbenannt wurde, in fast jeder Gemeinde
des Landes vertreten. Viele wertvolle Ideen und Impulse
erhielt Dörler aus dem Ausland. Bei Kurzexkursionen mit
viel fachlichem Austausch wurden Modelle aus anderen
europäischen Ländern in seiner Gemeinde und im Land
Vorarlberg umgesetzt.
Auch Rückschläge hat es für Dörler gegeben. So träumte
Dörler schon damals von einer sinnvollen Sozialwohn-
bauaktion auf kommunaler Ebene, um günstige Startwoh-
nungen für junge Ehepaare zu bauen. Aus verschiedenen
Gründen konnte diese Idee in Hard vorerst nicht in die Tat
umgesetzt werden. Erst als Dörler 1998 Aufsichtsratsvor-
sitzender der VOGEWOSI wurde, konnte er mit viel Elan
DeR
KommUnal-
PolitiKeR
Manfred im Sozalsprengel, umgeben von Politiker-Kollegen