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Full text : Pepe Rossaro

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Pepes Stiefsohn Josef Stöger erinnert sich ganz genau an
den Alltag der Familie Rossaro. Gewohnt hat die Familie
 in der Werksiedlung – der sogenannten „Kolonie“. Seine
Eltern waren sehr fleißig, sie arbeiteten jeden Tag von 6:00
bis 18:00 Uhr. Josef musste zu Mittag das von seiner Mutter
vorgekochte Essen für die Familie aufwärmen. Nach dem
Mittagessen gingen beide gleich wieder in die „Bude“, wie die
Kammgarn von den Hardern genannt wurde.

Wenn Josef Stöger über seine Kindheit und Jugend erzählt,
dann merkt man, dass er es gut hatte – mit seiner Mutter,
aber auch mit seinem Stiefvater Pepe Rossaro. Ganz selbstverständlich
 hat er „Pap“ zu ihm gesagt, obwohl er wusste,
dass Pepe nicht sein leiblicher Vater war. Er habe zwar nicht
viel geredet, aber er war ihm ein guter Wegbegleiter, der ihn
sehr gefördert hat.

Neben dem Holzen entdeckte Pepe eine weitere Leidenschaft,
das Motorradfahren. Da musste man nicht gehen. Fürs Motorradfahren
 braucht man andere Fertigkeiten. Kein Wunder,
dass Josef Stöger über viele Ausfahrten berichten kann, die
seine Mutter mit Pepe gemacht hat, er auf dem Sattel und sie
im Beiwagen. Es war seine „Maschine“. Pepe konnte die Leidenschaft
 fürs Motorradfahren an Josef Stöger weitergeben.

von links: Margaretha mit Pepe Rossaro,  Josef mit Hilde Stöger und Rosa Bruckmüller, Hildes Mama  (1960)

Motorradfahrer
aus Passion

Die Hochzeitsreise von Josef Stöger und seiner Frau Hilde, geb.
Bruckmüller, im Jahr 1962 nach Italien wurde gemeinsam unternommen.
 Pepe und Margaretha fuhren mit ihrer BMW, das
junge Paar mit einer Vespa. Da Pepe Rossaro neben Deutsch
und Harderisch natürlich auch Italienisch sprach, war es
naheliegend in ein Land zu reisen, dessen Sprache er mächtig
war. In Italien konnte er die Sprache seiner Eltern pflegen.

Die Ehe von Pepe und Margaretha war sehr harmonisch. Sie
haben das Meiste gemeinsam unternommen – Ausflüge,
Besuche  bei seiner Schwester Ida Wörz und die Jassabende
mit der Familie. Er war nie in einem Verein und auch kein
„Wirtshausgeher“. Umso schmerzhafter traf Pepe der allzu
frühe Tod seiner Frau Margaretha. Sie starb völlig unerwartet
im Jahr 1976 mit nur 59 Jahren an einem Herzinfarkt.

Am 14.7.1962 heirateten Pepes Stiefsohn Josef Stöger und Hilde Bruckmüller
 in der Galluskirche Bregenz. Gefeiert wurde im Rankweiler Hof.
            
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