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Full text: Jakob Neyer

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Während in der österreichischen Reichshälfte im Schnitt 
23 Männer pro 1.000 Einwohner Opfer des Krieges wurden, 
waren es in Vorarlberg 34. Insgesamt hatte das Land ca. 
5.000 Kriegstote und tausende Versehrte zu beklagen. 
1914 wurde Jakob Neyer 21 Jahre alt und damit 
stellungspflichtig. Er wurde am 10. Juni 1914 bei 
Stellung als „tauglich ohne Gebrechen“ eingestuft. 
Der Geburtsjahrgang 1893 wurde als letzter in 
Friedenszeiten gemustert, aber erst bei oder nach 
Kriegsbeginn über die Mobilisierung des Landsturms 
eingezogen. Jakob Neyer war Kanonier im Dienstgrad 
der einfachen Soldaten der Artillerie und beim k. u. k. 
Tiroler und Vorarlberger Gebirgsartillerieregiment Nr. 14. 
Jakob Neyer, 1917 
Seine Tabakpfeife sollte Jakob Neyer an seine Militärzeit im 
Ersten Weltkrieg erinnern. Im Herbst 1962 nahm er sie mit 
ins Wallis, wo er seiner Nichte Irma Kalbermatten geb. Reiner 
in deren Sattlerwerkstatt mehrere Wochen behilflich war. 
Irmas Mann Adolf war Invalide und leidenschaftlicher 
Raucher und Sammler. Jakob überließ ihm die Pfeife als 
Andenken – so blieb sie, nachdem beide schon seit Jahren tot 
waren, in Saas Grund zurück. Weil Irma von Neyers Familien- 
museum erfahren hat, brachte sie bei ihrem letzten Besuch 
in Hard dieses kostbare Familienstück zurück. Es war somit 
40 Jahre in einer heimeligen Walserstube „id‘r Ferien“. 
Jakobs Tabakpfeife 
Jakobs älterer Bruder Fridolin Konrad überlebte den Ersten 
Weltkrieg nicht. Er war beim Truppenkörper: III T K J K 
(=Tiroler Kaiserjägerkompanie), III G. Komp. (= Gebirgs- 
jägerkompanie) und kämpfte von 1916-17 und 1918 an 
italienischen Kriegsschauplätzen. Am 7. Februar 1919 starb 
er durch Hunger und Kriegsstrapazen in Monte-Belluno in 
italienischer Kriegsgefangenschaft. Fridolin Konrad wurde 
dort begraben.
	        
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