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Full text : Dornbirner Gemeindeblatt 1870 (1870)

N2 —

mäßige Aufzeichnung der Beute führen, um die systematische Entmausung

der überwiesenen Bezirke überwachen zu können. Die Parteien erhalten
daher statt der Mäuse Lieferscheine, welche von dem betreffenden Commissionär
ausgestellt sind, und zugleich als Zahlungsauftrag für die Partei zu gelten
haben. Wer einen besondern Werth darauf legt, die Leichname selbst zu
besitzen, dem steht es frei, seinen Betreff bei dem zuständigen Commissionär

abzuholen. Dem Mauser sind für jede abgelieferte Maus 4 kr. zu bezahlen.

Maulwürfe zu fangen, dazu haben die Mauser keinen Auftrag, indem

der Maulwurf als einer der eifrigsten Insektenvertilger bei allen Sachverständigen
 für ein dem Boden sehr nützliches Thier gilt. Wer trotzdem auf
seinen Gründen die Maulwürfe will fangen lassen, muß dies dem Mauser

eigens auftragen und auch in Betreff des Lohnes eigens mit ihm eins
werden. Dornbirn, am 26. März 1870.

Der Bürgermeister: Dr. Waihel.

Auf Grund der vom Central-Bureau der Eisenbahnunternehmung
Brassey, Gebrüder Klein und Schwarz in Wien unterm 21. ds. Mts
Z. 173 erlassenen Weisung hat die Grundeinlösung für die Vorarlberger
 Bahn unverzüglich in Angriff genommen zu werden und ist den
Grundbesitzern zu bedeuten, daß sie den Anbau auf jenen Flächen, welche
zwischen den ausgesteckten Profilen liegen, unterlassen sollen. Es werden
daher die Grundbesitzer aufgefordert, den Anbau auf den vorangedeuteten

Grundflächen zu unterlassen.

Von der Grundeinlösung für die Vorarlberger Bahn.
Feldkirch, den 27. März 1870.

Dr. A. Jussel.2,2

Künftigen Mittwoch den 6. April findet dahier die Loosung und
unmittelbar nach derselben die Stellung der Jünglinge der ersten
Altersclasse (1850 Geborne) statt.

Die Loosung beginnt um halb acht Uhr Morgens.

Alle Jünglinge des Jahrgangs 1850 werden daher dringendst aufgefordert,
 sich zur bezeichneten Stunde pünktlich im Gemeindehause einzufinden,
um ihre Loose selbst ziehen zu können.

Wer sich von der Stellung fern hält, hat die gesetzlichen Folgen zu
gewärtigen. Dornbirn, am 25. März 1870.

Der Bürgermeister: Dr. Waibel.2,2

Künftigen Donnerstag den 7. April findet die Stellung jener
Jünglinge der 2. und 3. Altersclasse, welche noch nicht assentirt worden sind,
im Gemeindehause statt.
            
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