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Full text: Dornbirner Gemeindeblatt 1871 (1871)

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Die Kauf s- und Zahlungsbedingungen werden bei der Versteigerung 
bekannt ge geben werden. 
GeK. 
K. Bezirksgericht Dornbirn, 
am 22. März 1871. 
2,2 Linser. 
Mitheilungen. —6 
chi 
Rohstoff-G eno s sen schaft. Nächsten Mittwoch, den 5 Apri l, Abends 
7½ Uhr, finde t im Gas thause zum Hirschen die Jahres-Versam ml u ng 
stat t, in welc her für das a bge laufene Jahr Rec hnung gelegt und die Neu¬ 
wahl des A usschusse s vorg enommen wird. Es werden die Mitgliede r er¬ 
ucht, bei d erselben vollzählig zu erscheinen . 
Armenhausrechnung. Vor Allem müssen wir zur geneigten Berich¬ 
tigung nachtragen, daß durch ein zufälliges Versehen beim Abschreiben des 
Or iginals unter den Ausgaben eine ganze Post entfallen ist, nämlich die 
Post: V er schiedenes mit einem Betrage von 168 fl. 36 kr. (Unter 
diese r Post sind begr iffen die Ausgaben für A nkauf der v ers chiedenen Samen¬ 
gattungen, Näh- und Schneiderlöhne, Gesche nke an Pfründner, Schnitz und 
Zwet schke n, und mannigfache andere kleine Beträge.) nn3 
Wenn man die Ausgaben in der Rechnung von 1869 mit denen in 
der Rechnung von 1870 vergleicht, finden sich, wie nicht unrichtig bemerkt 
wurde, ein ige beachtenswerthe U ng leichheit en, die wir im Nachstehenden zu 
erklären versuchen wollen. Post 2 beträgt 537 fl. 61 kr. geg enüber 251 fl. 
75 kr. im Vorjahre. Man berücks ichtige jedoch, daß die gleiche Post im Jahre 
1868 mit einer Zif fer von 790 fl. 18 kr., im Jahre 1867 mit 539 fl. 
39 kr. figurirt. Man begreift hieraus, daß dem Jahre 1869 die im Vor¬ 
ahre 1868 gemachten Ankäufe zu statten gekommen sind. — Post 6 (Schmalz) 
ist allerdin gs gegenüber 1869 n amhaft erh öht; ja sie ist un gefähr doppelt 
o hoch als im Jahre 1868 (156 fl.) und im Jahr 1867 (168 fl.). 
Aber man bedenke, daß das eigene E rzeugniß der Anstalt sehr geri ng war, 
indem von 3 Kühen nur 13 Zol len But ter er zielt w urden; man bedenke 
fer ner, daß die daheim erzeugt e Milch nur zum Theil versennt w erden 
konnte, indem einerseits der den Weibern täglich verab reic hte Milch kaffe (als 
Nachtmahl) sehr viel süße Milch wegnimmt, und andererseits die Aufzucht 
von zwei Kälbern zur Schmä lerun g des sennbaren Milchquant ums auch das 
eine beit rug. Wenn man nicht die Kost ve r schlechtern will, so wird die 
Auslage für das Schm alz in der n ächsten Rechnung wiede r verhältnißmäßig 
gleich hoch er scheinen müssen , vor aus gesetzt, daß der Personalstand sich nicht 
un gewöhnli ch ver rin gert. 
— Bei Post 24 ist hauptsächli c h der Umstand an 
der Erhöhung des Betrages s chuld, daß Alplohn und Alprechte für 2 Jahre 
in derselben begriffen sind. 
— Zu Post 16 ist zu bemerken, daß ziemlich viele 
Neuansc ha ffung en nothwendig ge worden sind. ( 
Zum S chlusse erlaube man uns übrigen s noch zwei Bemerkungen: 
Er stens bitten wir, man wolle sich vergegenw ärtigen, daß in der fraglichen 
Armenhau srechn ung v ierzehn und nicht blos 12 Mo nate enthalte n sind; 
die für die Armenhausverwaltung schwer wie genden Monate November und 
Dezem ber ers ch einen, wie schon die Ueberschrift zeigt , zwei Mal; zieht man 
diesen Umstand ehrlich in Rechnung, so gestaltet sich die Sache nicht so
	        
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