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Eindrucke die Vorz üge der in Schweden z uerst ei ngeführ ten Abkühlungs¬
methode der Milch zur Butterung, und empfahl die Sache zur Berü cksich ¬
tigung für den Fall eines Neubaues.
Der Obmann des Bezirkes erklärte hierauf die Bezirksversammlung er¬
öffnet und besprach das Gedeihen und Wachsen des Verei ns, dessen Mitglieder
seit zwei Jahren von 500 auf weit über 1000 gestiegen ist, welch erfreuliche
Erscheinung auf 3 Ursachen zurückzuführen sein dürfte: 1) Entziehe sich
ge genwärtig auch der Bauer nicht mehr der Erkenntniß, die Bahn des Fort¬
schrittes, sowie jeder Gewerbetreibende, betr eten zu müs sen. 2) Auf die
äuß erst thä tige und verständnißvolle Leitung des Vereine s durch den Vor¬
stand, Herrn Gr afen von Belrupt , zu dem der Kaiser die Aeußerung gethan,
daß der Vorarlberger und St eierm ärker landwirth scha ft li che Verei n die thätigsten
und fortg e schrittendsten seien. 3) Auf die „Mittheilungen" des V ereins,
die den M itgliedern unentgeltlich verth eilt werden, und die so viel des
Inter essanten und Belehrenden für den Bauer bringen daß sie auch in
der
andern Provinzen Beifa ll finden, besonders durch die Veröffentlichung Dr.
in den Bezirken des Landes gehaltenen Vorträge des Herrn Rektor
Fleischmann, dem er hiermit den besten Dank zu bringen die Versammlung
durch Ausbri ng ung eines dreimaligen „H och" einla de, in welches dieselbe
eb haft einstimmt e.
Der Obm ann ste llte dann die dringende Bitte an sämmtliche Vere ins¬
mitglieder, für Beitritt neuer Mitglieder thätig zu sein, auf daß der hies ige
Bezirk nicht länger mehr hinter den andern zurückbl ei be, denn nur, wenn
wir in uns erer Thätigkeit und Arbeit nicht nachlassen, können wir auf die
bedeut ende S taatssubven tion, die eine Höhe von 4500 fl. erreicht, auch in
der Z ukunft rech nen. Der geri nge Jahr esb eitrag von einem Gulden werde
durch die u nentgel tlich en Mitthe ilungen mehr als bezahlt.
Die auf die Tagesordnung gesetzte n 6 Berathungsgegenstände wurden
rasch erledigt. Anzeigen.
Da mit Ende April die bei der „Vorarlberger Vieha ssek uranz" ge¬
nom menen Vers icherungen ablaufen, wird nächstens die Einschatzung der
Thiere für künftiges Sommerhalbjahr wieder erfolgen.
Bei d enjenigen Her ren Oekono men, welch e bisher ihr Vieh in besagter
Assekuranz versichert hatten, wird mit ihrem Ei nverständ nisse die Ei nschätzung
ohne weitere Anmeldung veranlaßt werde n.
Diejen igen V ersicherung s su chenden aber, welche bis dato beim vor¬
arlbergischen Viehversicherungs-Verein noch nicht betheiliget war en, fürderhin
aber ihre Habe bei demselben asse kuri ren lassen wollen, werden hiemit fre und¬
li chst eingeladen, ihre Anmeldungen ehestens bei den betreffenden Herren
Agenten anbringe n zu woll en.
Als Agenten sind aufgestellt: Herr Marti n Thurnher, Lehrer in
Schmelzhütten, für Ma rkt, Hatlerdorf und Oberdorf im Thal; Herr Mar¬
tin Bohle, L ehrer in H eil enberg, für Oberdor fer Berg, und Herr Fer¬
dina nd Sohm, Lehrer von Fluh, für's Viertel Haselstauden. Außer den
Genannten nimmt auch noch Versicherun gs - Anträge bereitwilligst ent gegen
Herr Thierarzt Berchtold.
Dornbirn, am 15. April 1871.
Joh. Bohle, Obmann des Bezirkes Dornbirn.