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Full text : Dornbirner Gemeindeblatt 1871 (1871)

1607h

15

Der Gemeindeausschuß hat in seiner Sitz ung vom 19. Jänner d. J.
beschlos sen,

zur Deckung der Erf ordern isse für die Gemeindeverwaltung folgende
 Umlagen

zu erheben:
1) Vier Vermögenssteuern.
2) Eine ganze Grund- und Häusersteuer als Gemeinwerksteuer.
3) Von jeder Haushaltung einen Gulden (Familiengulden).
Der Termi n zur Einzahlung dieser Steu ern verfäll t mit Geo rgi d. J.
und es werden alle Steuerpflichtigen aufg efordert, ihr Betreffniß thunlichst
bald an die Gemei ndekassa abzuführ en.

D ornbirn, den 22. April 1871.
2,2 Der

Bü rgermeister: Dr. Waib el.

Von Seite der Gemeinde Dornb irn werd en die gewöh nlich verpachteten
G emeinde stra ßen zum Bezuge des diesjährigen Grasnutzens an den
Meistbie t enden überla ssen.

Die Versteigerung wird am nächst en Dienstag, den 2. Mai,

Abend s pr äzis 8 Uhr, bei Lorenz Zumtobel im Markt abgehalten werden.

Do rnbirn, den 29. April 1871.

Der Bürgermeister: Dr. Waib el. 4

Edikte. 8 ns,

Ueber exekutives A nsuchen des Eduard Spiel er in Bu chans, Gemeinde

Mögge rs, durch Dr. Kaiser in Breg enz wider die Ehele ute Michael und
M. Anna Fußenegger im Hatlerdorf hier, punkto 131 fl. 25 kr. s. A.,
werden am 15. Mai, und eventuell am 1. Juni d. J., je um 9

Uhr Vormittags, im Gasthause zur Krone im Hatlerdorf na chstehende den
Schuldnern gehörige Realitäten, nämlich:
1) Das Wohnhaus, Bes.-Nr. 5242, im Hatlerdorf, bew erthet auf 570 fl.
2)Ein Grundstück, Bes.-Nr. 4366, zirka 6 Vtl. Land Sä eacker

auf dem Wallenmad, stoßend an Johann Thurnher, Georg
Diem, Loren z Hämme rle und Thomas Wehinger, bewerthet auf 130 fl.
öffentlich versteigert we rden.

Die K aufsbed ingungen werden bei der F eilbietung bekannt gegeben
we rden.

Allfällige Hypothekargläubiger haben ihre Forderung en bis längstens

zum erste n Feil biet ungst ermine hier Gerichts nach Vorschrift anzumelden.

An den besagten Tagen werden auch je um 2 Uhr Nachmitt ags
in der Behausung der Exekuten verschiedene Hauseinrichtungsgegenstände
gegen sofortige Baarbezahlun g öffentlich feilgeboten werden .
K. k. Bezirksgericht Dornbirn, am 16. Februar 1871. 3,1 10 Linser.
            
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