accessibility__skip_menu__jump_to_main

Full text : Dornbirner Gemeindeblatt 1872 (1872)

402

was auch im Wege der betreffenden Gemeindevorstehung (des Magistrates)

 geschehen kann.

Die vorgedruckten Formulari en w erden gleichzeitig an die Gemeindevorstehung
 (den Magistrat) hina usgegeb en.

Feldkirch, 15. Dezemb er 1872.

Der k. k. Bezirkshauptmann:

Neuner.

Von Seite der Gem einde Dornbirn wird der Bezug des Pflaster-

 und Brückengeldes im Jahre 1873 an den Meistbietenden überlassen.



Die Versteigerung wird am nächst en Freitag den 27, d. Mts.

Vormittags 11 Uhr im Gemeindeamte abgehalten werden.

Dornbirn, den 20. Dezember 1872.

Die Gemeindevorstehung.

Mittheilungen.

Gelenkskrankheit der Saugkälb er (Lähme). Indem diese Krankheit
 hier zu Lande jedes Jahr unter den Saugkälbern vorkom mt und eine große

Zahl ders elben daran zu Gru nde geht, so sehe ich mich veranlaßt einiges darüber
 zu spr echen.

Diese Krankhei t, w elche von den Viehbesitzern „das gelbe Wasser" genannt

 wird, ist nichts anderes als das Symptom von Gicht (Arthritis) oder
Rheumati smus, zwei Grundkrankheiten, welche in den verschiedensten Formen
auftreten; eben deßwegen gibt auch die Lähme in so verschiedenen Gestal tungen
sich zu erkennen. Bei Gicht und Rheumatismus sind die Kr ankheitsäuß eru nge n
auf den ersten Anblick so ziemlich dieselben, während die nächsten U rsachen der
beiden Grundkrankheiten einen Unters chied beding en. Währen d die rheumat isc he
Dyskrasie zunächst bedingt ist durch Störungen in der Hautt h ätigk eit, ist die
Gicht zumeist veranlaßt durch Störungen in den Ausscheidungen der Unterlei bsorgane
 , namentlich der Leber und des Darmkanals. Die Erscheinungen bei der
Lähme sind sehr verschied en. Zuerst zeigt sich Mattigkeit, gespannter Gang,
Lahmheit an einzelnen oder allen Gliedmassen, stei fer Hals, Ver krüm mung des
Rückens. Die Lahm heit erklärt sich oft deutlich durch starke Anschwellung an
den Gelenken, die sich dem G efühle e ntweder durch ihre Weichheit als eine
übermäßige Ansammlung von Gelenksschmiere (da her der Name gelbes Wasser)
oder durch ihre Härte als eine Knochena uf trei bung zu erkennen gibt. Die
Lahmh eit beziehungsweise Lähmun g stört die Bewegungsfähigkeit oft so sehr,
daß die jun gen Thiere nur noch auf den Kniee n fortrutschen und zu letzt
sogar ganz unbeweglich werde n und deßweg en, wenn ihnen nicht entspre chend e
Nachhilfe geboten wird, schnell er dem Hungertode anheimfallen, als die Kra nkheit
 einen Ausgang nimmt. Außer den am häufigsten und deutlichsten hervorzretenden
 A ffektionen an den Gliedmassen bemerkt man, daß die Krankheit gar
            
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.