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Full text: Dornbirner Gemeindeblatt 1875 (1875)

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auf 15. September 1875: Noten der Württembergischen Notenbank 
à fl. 10. 
auf 15. Beze mber 1875: Noten der Württembergischen Notenbank 
à fl. 35. 
auf 31. Bezember 1875: sämmtliche nicht auf Mark lautende Staats¬ 
noten und Banknoten. 
Die Noten der preußis c hen Bank w erden bei allen deutschen Staats¬ 
kass en und Banken, die andern Papiergelder aber nur noch von den Kassen 
und Banke n der eigene n Staaten an Zahlungsstatt angenommen oder um¬ 
gew echs elt. 
1627 E. Landwirt hschaft lic hes. Der Oe konom pfle gt durch Zu satz gewi sser 
Stoff e die „Bschütte" zu verbessern, wie er sich ganz richtig ausdrückt. 
Beim längeren Aufbehalt e n des Urine s in den Bschüttekästen tritt durch die 
Fäulniß eine v öllige Zers etzung dess elben ein, welche sich durch einen starken 
eigent hüml ichen stechend en, zu Thränen reizenden Geruch zu erkennen gibt. 
Dieser Geruch rührt von dem Ammoniak oder Salmiakgeist her, der 
sich durch die Fäulni ß der stic ksto ffhaltig en Bestandtheile des U rines bildet , 
und wegen seiner großen Flüchti gke it aus den Bschüttekästen le icht entwe icht, 
besonders wenn dieselben schlecht schli eßen. Das Ammoniak bes teht aus 
Stickstoff und Wasserstof f, und zwar in 100 Pfd. aus 83 Pfd. Stickstoff 
und 17 Pfd. Wasserstoff. Wie werthvoll der Sticksto ff für das Pflan zen¬ 
wachsthum ist, erhellt daraus, daß ohne Stickstoff einr Samenbildung nicht 
mög lich ist. Um nun die sen höchst wichtigen Stoff in der Jauche zurückzu¬ 
halten, setzt man derselben ve rsc hiedene Stoffe zu. Die Wirkung di eser Stoffe 
beru ht darau f, daß sie eine Säure enthalten, welc he sich mit dem flüchtigen 
Ammoniak verbindet und ein Salz b ildet, welches nicht mehr flüchtig ist. 
Bei uns verwendet der Bauer gewöhnlich den E isenvitriol (auch grüner 
Vitriol oder K upferwa sser genannt). Sehen wir uns die Zusammensetzung 
des Eisenvitriols an, so finden wir, daß der Bauer 54 Theile des selben 
ums onst bezah lt, und zudem noch einen Stoff in seine Ja uche bring t, nämlich 
das Eisenoxydul, das derselben wenn nicht gerade schadet , doch jedenfalls 
darin einen unnützen Balla st bild et. Der Eisenvitri ol besteht in runden Zahlen 
in 100 Pfd. aus 
Eisenoxydul r 
38626 Pfu nden 
Wasser 45⁕ 
Schwefelsäure 29 
.312* 
100 P funden 
Wirken thun nur die 29 Pfd. Schwefelsäure, welc he wie schon ge sagt 
sich mit dem Amm oniak v erbindet und es nicht entweichen läßt. Indem 
der Ztr. E isenvitr iol hier um fl. 5.— bis fl. 6.— bezah lt wird, so müssen 
wir unsern Bauern den Rath geben, den Ei senvitri ol ganz fahren zu lassen, 
und wie es der Bauer in Norddeutschland, in Baden, Württemberg, Baier n, 
England schon seit Jahren thut, der Bschütte geradezu die Schwef elsäur e 
d. i. Vitriolöl) selbst zuzusetzen; es gibt Bauern, die beh aupten, die rohe 
Sal zsäure thue ihnen dieselben oder sogar bessere Dien ste; es kann darüber 
jeder Oekonom eig ene Versuche anstel len, daher wir uns enthalten, darüber
	        
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