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Full text: Dornbirner Gemeindeblatt 1875 (1875)

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Diesel be wird am 
Rese rviste n- und Arlauber-Kontrolversammlung. 
nächsten Donnerstag den 11. d. Mts. Vormittags 9 Uhr im Gemeinde ¬ 
hause und zwar im Tu rnsaale abgehalten. Diejenigen Einheimischen, welche 
dabei zu erscheinen h aben, sind durch die Gemeindediener hiervo n pers önlich 
vers tändigt worden. 
Für Jagdfreunde. Bezüglich des Wildabschusses und Ausfertigu ng 
der Jagdkarten sind die betreffenden Gesetze mittelst Kundmachung der hohen 
k. k. Statthaltere i zu Innsbruck vom 14. Oktober d. Is. in eini gen Stellen 
abgeändert oder ergänzt wo rden. Diese Kun dmachun g ist seit letzten Mitt¬ 
woch an unserer Amtstafel angeschlagen. 
Landwirthschaftliche Biehausstellung in Pregenz. Nach dem ausgegebenen 
Progr amme findet dieselbe am nächst en Donnerstag statt und begi nnt um 
8 Uhr früh mit der Aufs tellung der Thiere. Nachmittags wird die Ge neral¬ 
vers ammlung des Vereines gehalten. Diejenigen Mitg lie der, we lche am ge¬ 
meinschaftl i c hen Mittagsm ahl e Theil nehmen wol len, haben dies dem Gast¬ 
wi rthe Gebha rd Feßler recht zeitig, allenfalls mittelst Korrespondenzkarte, 
beka nnt zu geb en. 
A. Rh. Tütterung des Kindviehes. Vielfach wird bei der Winter¬ 
fütterung immer noch dreimal im Tage gefüttert, nämlich Morgens , Mittags 
und Abends. 
Diese Art Fütterung ge hört aber ganz und gar nicht zu den ratio nellsten , 
so ndern diese lbe raubt dem Bauer oder dessen Weibe gewiß sehr viel kost¬ 
bare Zeit und das verabreichte Futter find et sehr wenig oder gar keine 
Verwerthung. 
Der Bauer ist der Ans icht, der Uebergang von der dreimali gen zur 
zw eim aligen F ütterung sei kaum ausführbar , das Vieh könne ja die Mittags¬ 
fütt erung nicht vergessen und fange zu derselb en Zeit an unruhig zu werd en. 
Man kann jedoch im Geg entheile die Be ob achtung machen, daß hier Bauer n, 
w elche von der dreimaligen zur zweimaligen Fütterung übergega n gen sind 
sich ge rade zur Mitt agsz eit das Heu im Tenne aufmachen können, ohne daß 
das Vieh durch das damit verbund ene Geräusch auf Fütterungsgedanken ge¬ 
bracht und dadurch in Unruh e versetzt wird. Die dreimalige Fütterung ist 
daher wei ter n ichts, als eine Zeit- und Fut ter vers chwendun g, die dem Vieh¬ 
die zur Verdauung nöthige Ruhe raubt und daher mehr sch aden- als nut zen¬ 
bringe nd ist. 
Bei der zwe i maligen Fütterung hat der Viehwärter eine pün ktliche 
Zei teinhal tung zu beob achten und das Futter ja nicht in zu großen Gaben 
auf einmal zu verabreichen. Bei Verabreichung von kle inen Gaben Heu 
kommt d asselbe dem Thiere rösch zum Bisse und kann dadurch das nur 
halbwegs gute Futter ohne irgend einen Futterverlust denselben verabreicht 
w erden; woge gen bei großen Gaben das Heu sch nell von der feuch ten Stall¬ 
luft durchdrungen und hern ach auch das beste Futter von den Thieren nicht 
mehr gerne oder gar nicht aufgenommen wird und dann als Einstreu be¬ 
nutzt werden muß. 
Alle Viehwärter, die gerne große Gaben Heu auf e inmal v erabreic hen,
	        
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