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Für Tafernwirthe. Es kommen häufig Klagen vor, daß durc hreisen de
Fremde von einem Wi r thshause zum andern geschickt und nirgends ü bernacht
gehalte n werde n. Da nun die Beherbergung von Fremden nicht blos ein
Recht sondern auch eine Pflicht der Ta fernw irthe ist, sprechen wir
hiermit die Erwartung aus, daß dieser Uebelstand beseitiget werde, indem
sonst das Einschreiten der Gewerb ebeh örde gegen die Schuld igen vera nlaßt
werden müßte.
Vorträ ge über das neue Maß und Ge wicht. Morge n Abend 8—9 Uhr
4. Vortrag.
Aufmunterungskassa pro 1874. Die Einleger zu fl. 100.— er halten
eine Rückvergütung von fl. 30.50, die zu fl. 90.— fl. 20,30 und die zu
fl. 80.— fl. 10.09 und werden ersucht, diese Bet räge m orgen als am
Mo ntag Vormittag im Gemeindeamte in Empfang zu nehmen.
Lustenauer Landgraben . Die am le tzten Mittwoch verakkordirten
12 Loose kost en fl. 2075.50 und reichen ca. 100 Klafter bis ob die Ein¬
mündung des Mühlg r abens.
Küferbach-Konkurrenz. Bei der am Lichtme ßtage vorgenomm enen
Neuwahl des Ausschusses wurden gewählt, als Au s schüsse: Diem Lorenz,
Zimmermeister Mühlebach, Huber Jakob, Löwenwirth Hatlerdo rf, Hämmerle
Josef und Spiegel Josef, Zimmer mann Mühlebach und Feurst ein Johann
im Mittelfeld. Als E rsatzmänne r: Mayer Johann und Schwendinger
Georg, Gemeindeausschuß Mü hlebach, Ilg Joh., Ziegler und Spieg el Josef,
Z iegler Hatlerdorf, und Mayer Michael, Küfer Mühlebach.
Schulfest im Jnstitut. An den Nachmittagen des 26. Jä nner und 1. Februar
fand im Mädchen-Institut das sogenannte Sc hulfest, welches all j ährlich in der Faschings¬
zeit abgehalten zu werd en pflegt, statt. Es bestand wie gewöhnlich in d eklam atorische n
Vorträgen , Vorführung von klein en Theaterstücken und in Darstellungen lebende r
Bil der. Heuer boten die Zöglinge ein so reichhaltiges Program m, daß es nicht möglich
war, es an einem Nachmittage zu ers chöpfen , weshalb das Fest dies mal in zwei
Abtheilungen getrennt werden mußt e. Das Auditor ium, aus dem wir nur des hoch¬
würdigen Herrn Pfarrers, des Herrn Bürgermeisters, der resp. Aeltern, Angehörigen,
Verwandten und anderer Schulfreunde Erwähnung thun, hatte sich an beiden Tagen
so za hlreich eingefunden, daß le ider nicht Jederma nn ein bequemer Platz an gewiesen
werd en konnte . All ein wer auch eine Zeit lang etwas unbequem gestanden oder gesessen
haben moc hte, wird des Ungemaches bald vergessen haben , denn die Aufführungen der
Schülerinnen waren in der That wohl geeignet, die regste Aufme rksamkeit zu erwec ken
und für den auge nblickl iche n Mang el eines bes sern Komforts hinre ichen d zu ent¬
schädigen.
Die lebe nden Bilder, die Tahleaux, zeichneten sich ohne Ausnahme durch ein
sehr geschmackvolles Arrangement aus.
Die Deklamationen waren durchwegs sehr gut memorirt und wurd en mit voll¬
kommenem Verstä ndniss e a usgeführt . Dabei kamen Gedic hte von sehr beträchtlicher Länge
vor, die sonst in den me isten Fä llen bei Vortragenden sowohl als den Zuhörern eine
gewis se A nstrengung oder Ab spannung verur s acht, dennoch behielten die Vorträge bis ans