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Ende ihre Frisch e und Lebendigkeit. So dürfte z. B. „die G locke von Innissare"
von Fr. Halm eine Dauer von wohl über zehn Minuten haben, und insbesondere
s chien der V ortrag dieser überaus anziehenden Dichtung durch seine deklamatorisc h e n
Vorzüge, als da sind: eine schöne, makellos reine Aussprache, richtige Modulation
u. s. w. allg emein auf das Lebhafteste in teres sirt zu haben: desgleichen „Piasa" u. a. m.
Die vier kleinen, allerliebsten Theater stücke sind sowohl in deklamatorischer wie
szenischer Hin sicht recht gut ein studirt und die Rollen trefflich v ertheilt gewesen. Die
Spielend en waren mit ga nzer Seele bei der Sache und traten mit einer Sicherheit
auf, als ob sie auf den Br ettern zu Hause wären. Die vier Stücke heißen : 1. Frau
von Lilien; 2. Der neue Hausleh r er; 3. Das Wiedersehen in der Waldhü tte; 4. Der
Vet ter aus Amerika.
Es fehlt uns der Raum, Alles zu erzählen, was wir in diesen Stücken mitgelebt
haben; wir mö chten nur kurz an die hübs che Titelrolle des ers ten Stü ckes, eine Edel¬
dame im besten Sinne des W ortes, an die bürgerlich schlichte Frau May und an ihre
pflegebefohlenen Kleinen, Barbara, Doroth ea, Emma, Fanny rc. erinnern:
im zweiten Stüc ke an den jungen Grafen Beno voll erdenk lichen Schabernacks,
dessen Schwester Klara, dessen Freund Junk er Walt er, den docirenden P rofessor der
Zoologie, der einen ganz respektablen Kathe derdun st v erbreitet , vor Allem an den lustigen
Steffen, der das Publi kum so he rzlich lachen machte;
im dritten Stüc ke an den alten Waldhüter und sein Weib, den alten schuld¬
beladenen sich abhä rmen den Kn echt, die Zigeunerin; den Offizi er;
im letz ten Stücke an Martha, die Tochter einer armen kranken Wittwe , ein
braves Hauswürzchen, ihren heimkehr enden braven Br uder Hugo, den maskirten Ve tter
aus Amerika mit s einem falsc hen Mohr en, und endlich den Schacherjuden, der s einen
„Jüd en" sehr charakt eristisch zu geben verstand.
Das Publikum unterhielt sich an d iesen l ustigen und ernsten Stückchen vor¬
tre fflich und spendete den Darstellerinnen reichlichen B eifall.
Der Löwen ant heil am guten Gelingen des Schu lfestes fällt jedoch entschi eden der
Institutslehrerin, Fr äulein Elise Kuntz zu, w elche mit selbstloser Aufopferung, mit
ungemeiner Mühe und Arbeit die V orbereitungen, sowie das Fest sel bst gelei tet hat.
Wer je um d ergleic hen Dinge gewesen ist, wird nicht verkennen kön nen, mit wie viel¬
fältigen Umständen und Schwierigkeiten man zu kämpfen hat, bis nur die Vor be¬
reitungen bis zur Aufführung gediehen sind, der Strapazen gar nicht zu gedenken, die
es am Festta ge
sel bstverstän dlich noch in Hülle und Fülle gi ebt.
Wir f ühlen uns daher verpflichtet, dem verehrten Fräulein für das Gelinge n
des Schulfestes hiermit öffentlich uns ere Anerk ennung und für die den Kindern und
Aeltern bereitete Freude den besten Dank auszusp rech en. A.
R.
B innel und Bück. Heute N achmitta gs 3 Uhr werden beim Dreikönig¬
wirth 10 Ruhrechte und 8 Schwei nrechte verst eiger t, dann die Knechte ge¬
dung en und das Miethtragen verakkordi rt .
Eindenba ch. Heute Nach mit tags 3 Uhr werden bei Thomas Drexel
im Hatlerdorf 6 Schweinre chte versteigert und die Kn echte gedungen.
Weißenfluh. Heute Nachmit tags 3 Uhr werden beim Hirschenw irt h
in Schwarzach 3 Ruhrechte und 9 Schweinrechte verste igert dann die
Kne chte gedungen und das Mietht rage n versteigert.
Ant ergünters tall . Am nächsten Sonnt ag, den 14. d. Mts. nach dem
vormittägigen Gottesdienste werden im Scharfec k die Schwe inrec hte versteigert.