Bestimmungen
zur Zurchführung der Vieh- und Flei schbesc hau in der Gemeinde Bornbirn,
fes tgese tzt von der Gemeindevertretung
in der Sitzun g am 24. März 1876.
Nee
§ 1.
Die Vieh- und F leischb eschau ist nicht nur bei den F leisch
hauer n, sonde rn auch bei allen übrigen mit der Zuber eitung von
rohem oder gek ochtem Flei sche einen Ver kehr t reibenden Gewerbs¬
leuten vorzunehmen. Sie ist nicht nur auf das Hornv ieh zu
besch rä nken, sondern hat sich auch auf alle andern vo rz unehmen¬
den Schlachtungen genieß barer vierfü ßiger Hausthiere, d. i. des
s ogenan nten Stechviehes (Kälber, Schafe, Ziegen, Schweine),
auszudehnen. §2.
Jede vorzunehmend e Schlacht un g dieser benannten Haus¬
thiere ist dem Fleischbeschauer 6 bis 12 S tunden vo rher zum
Zwe cke der Viehbeschau vor der Tödtung anzuzeige n.
Die Anmeldungen zur Schlachtung haben in der Wohnung
des Fl eischbescha uers in den Stu nden von 6 Uhr früh bis 8
Uhr Aben ds zu geschehen . §
3.
Dem Fleischbeschauer bleibt es überlassen, die Stun de zu
bestimmen, wann er s owohl die Vieh- als auch die Fleischbeschau
vorneh men wird.