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Edikt.
Ueber freiwilliges Anlangen des Curators der Barb ara Schmi¬
Schnitzles — von Obe rdorf wird mit Bewilligung des k. k. Kr eis¬
dinge r —
g erichtes Feldkirch vom 13. Juli 1878, Z. 1354, der der genannten Cu¬
randin eigenthüm liche Hausanbau Nr. 35½ im Oberdorf sammt b eiliegender
Wie se, Cat. Nr. 9325, am nächsten Samstag, den 24. August d. Is.
Vor mittags 11 Uhr im Gasthause des Anton Rein zur Traube im Ober¬
dorf öffentlich versteigert.
Der Ausru f spreis b eträgt fl. 500.— Die Bedingungen werden un¬
mittelbar vor der Versteigerung bekannt gegeben. Die Rec hte der Hypothekar¬
gläubiger bleiben ohne Rücksicht auf das Me istbot gewahrt.
Dornbirn, am 16. Au gust 1878.
Julius Mitt ermayr,
k. k. Notar als Geri chtsko mmissär.
(Anmerkung der Redaktion.) Die Kundmachung wegen Versteigerung der Fahr¬
nisse erschei nt in der n ächsten Nummer d. Blat tes.
Mitthei lungen.
Vermögenssteuerfatirung. Unter Bezugnahme auf die in
Nr. 29 des Gemeindeblatt es enthaltene Kundmachung und die Mi t theilung
in Nr. 30 werden die Partheien nochma ls aufgefordert, die ihnen in den
Vorladungen zum Erscheinen vor dem Steue rrathe be stimmte Zeit genau ein¬
zuha lten. Wer ohne vorherige genü gende Entschuldigung zu spät oder gar
nicht kommt , hat in Zukun ft zu gewärtigen, daß er zur Ver ant wortung und
nach Umstä nden zur Straf e gezogen wird. Auf jeden Fall aber wird für
die nothwendig werdend e zweit e Vorladung ein Extra-G angg eld von
30 Kreuzer b erechnet werden.
Zur Feier des G ebu rtsfestes Sr. Majest ät des Ka isers
wird heute Son ntag Vorm ittag in der hiesige n P farrkirche ein fe ierlicher
G ottesdie nst a bgehalten.
Hadn's Schöpfung. Der verflossene Sonntag war ein Ehrentag
für Alle, welche sich in unsere r G emeinde der Pfle ge der höheren Tonkunst
widmen. Es war anerkannt ein kühner Gedanke, ein klassisches Tonwerk
von dem Umfang e, wie es die Schöpfung ist, in einer so kleinen Provinz,
in unserem Ländchen auf führen zu wollen. Man hat es gewagt, und die
Kühnheit hat ge siegt. Man ist in V erleg enheit, wem man die Palme zu¬
erkennen soll, dem Di rektor, den Sol os ängern, den Chör en oder dem Or¬
chest er. Alles wirkte so herrlich zum Gelingen des Ganzen zusammen, daß
Zuhörer, die sich eine Kennerschaft in musikalischen Dingen nicht zugestehen,
wonnigen Entzückens voll versicherten, heute zum e rsten Male eine Ahnung
davon beko mmen zu haben, was höhere To nkunst sei und zu bi eten ver¬
möge. Möge dieser Erfolg unsere Kunstfreundinnen u. Kunstfreunde zu immer
kräftigerem u. freundschaftlicherem Zusammenwirken bege istern, mögen sie die
Höhe, die sie siegreich erklommen, tapfer gegen An fechtu ngen der Bequ em¬
lichkeit und der Intrig ue vertheidigen. Kunst und Ruhm sind des Sch weißes
der Edlen werth.