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Full text : Dornbirner Gemeindeblatt 1885 (1885)

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Heute Son ntag am 15. März Nachm ittags 4 Uhr findet im Kreuz

dahi er eine allgemeine Versammlung der Schuhmacher- Gerber- und

Sattler-Genossenschaft stat t.

Tage sordnun g:

N euwahl der Genossenschaftsvorstehung, Vertheil u ng der Statute n,
Rechenschaftsberich t, Anträge. Jedes M itglied ist verpflich tet bei dieser Versammlung
 zu ers cheinen .
300 Vi nzenz Rüf, Genossenschaktsvorsteher.

Zwei Saacker an der Fuhr werden unter der Hand ve rkauft oder

v erpachtet von Chrhart

Georg 's Mi ttwe, Hanggasse klo. 34.
298Die

Interessenten der verfal le nen Ried brücke an der Lustenauer¬Straße

 werden gebeten, sich b ehufs einer Besprech ung der Wiederherstellung
der Riedb rücke Sonntag Nachm itta gs den 15. d. Mts. nach 3 Uhr beim
„drei König" Wirte einzufinden. Die Nichterscheinenden haben sich den
Beschlüssen der Anwesenden zu fügen. Josef

Hüm merle.
295 Ha rfenkonz ert.

Dem kunst sinnig en Publikum ist Gelege nheit geboten
 zur Anhörung einer ebenso selt enen als origine llen musikalischen Produktion.
 Laut dem im Inseratentheil d. Bl. s tehenden Pr ogramm wird
nämlich morgen in der hiesigen Turnhalle der königl. portugisische Harfe nvirtu
 ose Herr Adolf Sjöden ein Con cert unter Mitwirkun g mehrer hiesiger
Mufi kfreund e geben. Die Harfe, eines der ältesten Musikinstrumente
David spielt e bekan ntl ich vor Saul, um den schwe r müthigen König aufzuheitern

 — ist heute zur Seltenheit geworden; Viele ken nen das einst so beliebte
 Inst rument der Sänger nur durch Abbildung. Darum wird schon
das prächtige, goldstrotzende Rieseninstrument des Herrn S jöden, das ein
Kapital von 10,000 Fr. repräsentirt, das Interesse der Concertbesuch er in
Anspruch nehmen. Die ganze Aufmerksamkeit wird sich aber auf den
Künstler r ichten, der die Saiten die ses Monstr e-Ins truments mit einer s eltenen
Kunstfertigkeit zu rühren ve rmag.

Das „Konst. Tgbl." schreibt über ein Konzert des H arfenvirtuosen

A. Sjöden: Es ist nicht möglich, den vollen Eindruck des unvergleichlichen
Har fenspieles Dem zu schildern, der Herrn Adolf Sjöden nicht selbst gesehen
und g ehört hat. Der Seele tiefste Tiefen wußten diese wunderbaren Töne
zu erregen, die aus einer andern Welt zu stammen schienen. Diese Vergeistigung
 dieses Spieles, die jeden der athemlos la u schenden Zuhörer in
einen Zauberbann schlug, dem er nur schwer sich zu entreißen vermochte
wird kaum ein zweiter Künstler offenbaren könn en. Eine Fertigkeit, vor
der un sere Beg riffe stil lstehen müss en, eine a u ßero rdentlich klare, ächte klassische
            
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