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Dornbirner 
Gemeindeblurt. 
Erscheint jeden Sonntag. — Preis: ganzjährig K 2•— (mit Postversendung K 3·2 0), einzelne Nummern 10 h — Einschaltungen 
ko sten 10 h der Zeilenraum und sind bis spätestens Freitag mittags kostenfrei ins Gemeindeamt zu bringen. 
825 Sonntag, 
Nr. 14. 
7. April 1901. 
32. Jahrg. 
Kundmachungen. 
sind, bis zum Schlusse der Stellung zu warten haben und erst 
nach Abfertigung aller übrigen Stellungspflichtigen der Ab¬ 
Dienstag den 9. April ist 
stell ung unterzogen wer den können. 
Vieh= u. Krämermarkt. 
Die Nachweise über etwa bisher übersehene Ansprüche auf 
die Begünstigung nach §§ 25—29 W. Ges. als Einjährig 
Krämer, welche einen Marktstand wünschen, mögen dies 
Freiwillige, § 31 als Theologen oder Priester, § 32 als 
beim 
Zimmermeister Rüf oder im Gemeindeamte Nr. 9 melden. 
Lehrer, § 33 als Besitzer ererbter Landwirtschaften, nach § 34 
Es dürfen im Marktberichte nur so viel Pferde aufge¬ 
als Familienerhalter sind spätestens beim Namensaufruf beizu¬ 
nommen werden, als Pferdegebüren eingegangen sind. 
bringen. Stellungspflichtige, welche die Begünstigung nach den 
Dornbirn, am 7. April 1901. 
§§ 31—34 W. Ges. anstreben und auch auf die Zuerkennung 
der Begünstigung des einjährigen Präsenzdienstes Anspruch haben, 
Die Gemeindevorstehung. 
werden aufmerksam gemacht, dass sie für den Foll einer etwaigen 
Kundmachung 
Abweisung des Ansuchens um eine der ersterwähnten Begünstig¬ 
betr. die Militärstellung 1901. 
ungen, die Begünstigung des einjährigen Präsenzdienstes bei 
Nach dem von der k. k. Statthalterei mit Erlass vom 26 
der Stellung geltend machen können. Die Nichtbeachtung der 
Stellungspflicht, wie überhaupt der aus dem Wehrgesetze ent¬ 
Jänner 1901, Zl. 1574, herabgelangten Stellungsplane findet 
springenden Pflichten kann durch Unkenntnis dieser Aufforderung 
die diesjährige Militärstellung für den politischen Bezir 
oder des Gese tzes nicht entschuldigt werd en. 
Feldkirch an nachfolgenden Tagen statt: 
Ein Stellungspflichtiger, welcher zur Stellung nicht recht¬ 
A. Im Gerichtsbezirke Feldkirch: 
zeitig erscheint und sein Versäumnis nicht hinreichend recht¬ 
I. Altersclasse, Geburtsjahrgang 1880, am 26. April 1901, 
ertigt, wird nach § 44 W. Ges. an Geld mit 20—400 K 
8 Uhr früh, 
bestraft. 
II. Altersclasse, Geburtsjahrgang 1879, am 27. April 1901, 
Wer in der Absicht, sich der Stellungspflicht zu entziehen 
Uhr früh, 
das Gebiet der österreich.=ung. Monarchie verlässt und während 
III. Altersclasse, Geburtsjahrgang 1878, am 29. April 1901, 
der Stellung sich außerhalb der Grenzen der Monarchie auf¬ 
8 Uhr früh, 
hält, macht sich nach § 45 W. Ges. eines Vergehens schuldig 
und zwar im städtischen Rathause zu Feldkirch. 
und wird mit strengem Arreste von einem Monate bis zu einem 
B. Im Gerichtsbezirke Dornbirn: 
Jahre und an Geld mit 200—2000 K bestraft. 
I. Altersclasse, Geburtsjahrgang 1880, am 30. April 1901, 
Bezüglich der fremden Stellungspflichtigen, die 
Uhr früh, 
von ihrer Heimatsbehörde die Bewilligung zur Abstellung im 
II. Altersclasse, Geburtsjahrgang 1879, am 1. Mai 1901, 
politischen Bezirke Feldkirch erhalten haben, wird bekannt ge¬ 
8 Uhr früh, 
geben, dass dieselben sowohl in Feldkirch als auch in Dornbirn, 
III. Altersclasse, Geburtsjahrgang 1878, am 2. Mai 1901, 
sohin in Feldkirch am 27. April 1901, in Dorn¬ 
8 Uhr früh, 
birn am 1. Mai 1901 nach den einheimischen Stellungs¬ 
und zwar im Gemeindehause zu Dornbirn. 
pflichtigen der Stellung unterzogen werden. 
Alle in den Jahren 1880, 1879 und 1878 geborenen, 
Feldkirch, am 9. Februar 1901. 
im politischen Bezirke Feldkirch zuständigen Jünglinge mit Aus¬ 
Der k. k. Bezirkshauptmann: 
nahme derjenigen, deren offenkundige Untauglichkeit (Mangel 
Zigau. 
eines Fußes oder einer Hand, Erblindung beider Augen, Taub¬ 
stummheit, Cretinismus, gerichtlich erklärter Irrsinn, Wahnsinn 
Sämmtliche einheimische Jünglinge aus den 
oder Blödsinn zweifellos erwiesen ist, dann derjenigen, über 
Altersclassen 1880, 1879 u. 1878, welche aus was immer 
welch e in irgend einer Altersclasse von einer Stellungs= oder 
für einem Grunde noch nicht zum stehenden Heere oder zur 
Ueberprüfungs=Commission der Beschluss „waffenunfähig“ oder 
Landwehr abgestellt worden sind, wie auch diejenigen fremden 
„löschen“ gefasst wor den ist (§ 16, Pkt. 8, W. V. I. Thl.), 
Stellungspflichtigen, welche die Bewilligung zur Ab¬ 
haben an den vorstehenden Stellungstagen vor der heimatlichen 
stellung im Aufenthaltsbezirke erhalten haben, werden hiemit 
Stellungscommission zur bekanntgegebenen Stu nde zu erscheinen 
aufgefordert, Sonntag den 14. April nachmittags 
falls denselben nicht die Abstellungsbewilligung für ihren Auf¬ 
punkt 3 Uhr im Saale des Gemeindehauses (ehemaliger 
enthaltsbezirk ertheilt worden ist. 
Turnsaal) dahier zu erscheinen, damit ihnen das Nöthige be¬ 
Die Stellungspflichtigen sowohl, als die der Untersuchung 
züglich der heurigen Stellung, welche am 30. April, 1. u. 2. 
amMai 
zu unterziehenden männlichen Angehörigen derselben haben 
d. Is. stattfindet, mitgetheilt werden kann. 
Stellungstage rechtzeitig und reinlich der Stellungscommission 
ich vorzustellen und wird hiebei ausdrücklich bemerkt, dass die¬ 
Dornbirn, am 7. April 1901. 
Die Gemeindevorstehung. 
jenigen, welche nicht pünktlich beim Namensaufrufe anwesend!
	        

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