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Dornbirner 
Gemeindeblatt. 
Sesen son Seniag. 
Preis: ganzjährig K 2•— (mit Postversendung K 3•20), einzelne Nummern 10 h — Einschaltungen 
osten 10 h der Zeilenraum und sind bis spätestens Freitag mittags kostenfrei ins Gemeindeamt zu bringen. 
32. Jahrg. 
Sonn tag, 7. Juli 1901. 
Nr. 27. 
Kundmachung, 
Kundmachungen. 
betreffend die Einbringung der Erwerbsteuer¬ 
erklärungen für die Veranlagungsperiode 
Communal=Oberrealschule. 
1902—19 03. 
Die k. k. Finanz=Landes=Direction in Innsbruck hat mit dem 
An der Communal=Oberrealschule in Dornbirn, die vom 
Erlasse vom 18. Juni 1901, Zl. 16177, im Sinne des § 39 des 
1. September l. J. an in die Staatsverwaltung übergeht, wird 
Besetzes vom 25. October 1896, R.=G.=Bl. Nr. 220 die Frist 
mit Beginn des Schuljahres 1901/1902 die sechste Classe 
zur Einbringung der Erwerbsteuererk ärungen für die dritte 
Veranlagungsperiode der allgemeinen Erwerbsteuer d. i. für die 
eröffnet. 
Jahre 1902 und 1903 bis längstens 1. August 1901 fest¬ 
Die Schüleranmeldungen für die I. Classe 
gesetzt. 
Die Erwerbsteuererklärungen können von den nach dem 
werden im Juli=Termine heute Sonntag den 7. u. Donners¬ 
tag den 11. Juli l. J. von 10 bis 12 Uhr vormittags in 
citierten Gesetze Erwerbsteuerpflichtigen entweder schriftlich ein¬ 
gebracht oder beim h. ä. Steuerreferate (Handelskammergebäude 
der Directionskanzlei der Realschule entgegengenommen. 
I. Stock) mündlich zu Protokoll gegeben werden. Bezüglich 
Jeder in die I. Classe neu eintretende Schüler hat bei der 
jener Steuerpflichtigen, welche im Steueramtsbezirke Dornbirn 
Einschreibung in Begleitung sein es Vaters oder d essen Stell¬ 
wohnen, wird das k. k. Steueramt Dornbirn angewiesen, in 
vertreters zu erscheinen, den Tauf= oder Geburtsschein, sowie 
h. a. Vertretung längstens bis zum letzten Tage des Einbring¬ 
die letzten Schulnachrichten aus der Volksschule mitzubringen 
ungstermines Erwerbsteuererklärungen aufzunehmen. 
Gedruckte Formularien für Erwerbsteuererklärungen nebst 
und sich am 13. Juli der vorgeschriebenen Aufnahmsprüfung 
Anleitungen zur Verfassung derselben k önnen beim h. d. Steuer¬ 
zu unterziehen. 
referate bezw. beim k. k. Steueramte Dornbirn behoben werden. 
Zur Aufnahme in die I. Cla sse ist erforderlich: 
Die Steuerpflichtigen werden hiedei an die ihnen obliegende 
Der Nachweis, dass der Aufzunehmende das 10. Lebens¬ 
Pflicht zur genauen Ausfüllung sämmtlicher Punkte der Erwerb¬ 
jahr vor Beginn des Schuljahres, in welchem die Auf¬ 
steuererklärung mit dem Bemerken erinnert, dass die möglichst 
sorgfältige Erfüllung dieser Pflicht in erster Linie im eigenen 
nahme erfolgen soll, vollendet hat oder noch in dem 
Interesse der Steuerträger geboten erscheint. 
Kalenderjahre, in welches der Beginn des Schuljahres 
Die Angaben über die Betriebsverhältnisse haben sich auf 
fällt, vollendet. 
den durchschnittlichen Stand derselben während der Zeit vom 
2.1. 
Der Nachweis über den Besitz der nöthigen Vorkenntnisse, 
Juli 1900 bis 30. Juni 1901 zu beziehen. 
Besteht 
welcher durch die Aufnahmsprüfung geliefert wird. Bei 
die Unternehmung oder Beschäftigung noch nicht 
dieser Prüfung wird gefordert: Jenes Maß von Wissen lange, so sind die Betriebsverhältnisse nach dem durchschnitt¬ 
lichen Stande während des kürzeren Zeitraumes ihres Bestandes 
in der Religion, welch es in den ersten vier Jahrescursen 
anzugeben. Der Steuerpflichtige hat sich fer ner darüber aus¬ 
der Volksschule erworben werden kann, Fertigkeit im 
zusprechen, ob und welche Veränderungen im Betriebsumfange 
Lesen und Schreiben der deutschen Sprache, Fertigkeit im 
während des nächstfolgenden Jahres beabsichtigt sind oder voraus¬ 
Analysieren einfacher bekleideter Sätze, Uebung in den 
ichtlich bevorstehen. 
Bringt ein Steuerpflichtiger die ihm obliegende Erklärung 
vier Grundrechnungsarten in ganzen Zahlen. 
in der festgesetzten Frist nicht ein, so kann die Erwerbsteuer¬ 
Die Aufnahmstaxe der neu eintretenden Schüler beträg 
commission gemäß § 42 des bezogenen Gesetzes die Veranlag¬ 
4 K 20 h, der Lehrmittelbeitrag 2 K, der Beitrag für die 
ung der Erwerbsteuer auf Grund der ihr vorliegenden Behelfe 
K.die 
von Amtswegen vornehmen. Diese Bestimmung schließt jedoch 
Jugendspiele 40 h, das Schulgeld für ein Semester 30 
allfällige Bestrafung des Steuerpflichtigen wegen Unter¬ 
Von der Zahlung des Schulgeldes kann eine Befreiung ein¬ 
lassung der Einbringung der Erklärung sowie das Recht der 
tret en, wenn der Schüler ein Zeugnis mit mindestens der 
Steuerbehörde und der Erwerbsteuercommission, denselben zur 
zweiten Note im „sittlichen Betragen“ und im „Fleiße“, sowie 
Einbr ingung der Erklärung unter And rohung einer Ordnungs¬ 
mit erster Fortgangsclasse erhält und seinem Gesuche ein ord¬ 
strafe aufzufordern, nicht aus. 
nungsmäßig ausgestelltes Armutszeugnis beilegt. 
Feldkirch, am 25. Juni 1901. 
Der k. k. Bezirkshauptmann: 
Dornbirn, am 7. Juli 1901. 
Zigau. 
J. Engel, Director.
	        

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