267 
Dornbirner 
Gemeindeblatt. 
Erscheint jeden Sonntag. — Preis: ganzjährig K 2•— (mit Postversendung K 3•20), einzelne Nummern 10 h — Einschaltungen 
kosten 10 h der Zeilenraum und sind bis spätestens Freitag mittags kostenfrei ins Gemeindeamt zu bringen. 
Nr. 28. 
Sonntag, 14. Juli 1901. 
32. Jahrg. 
Kundmachungen. 
An alle Alpmeister! 
Nachdem auf der Alpe Untersehren bei vielen Kühen 
Euterentzündungen aufgeireten sind, welche Krankheit einen ent¬ 
Im Anschlusse wird dem Gemeindeamte die Haus¬ 
schieden ansteckenden Charakter hat und deren Ursache höchst 
classensteuer =Einzugsliste pro 1901 zugefertigt. Nach 
wahrsch inlich auf schlechte Desinfection der Stallböden (Brücken) 
deren Eintreffen ist dies mit dem Beifügen ortsüblich zu ver¬ 
zurückzuführen ist, werden die betreffenden Alpmeister (deren 
lautbaren, dass gegen die in der genannten Liste enthalten 
Alpen im vorigen Jahre von der Klauenkrankheit verseuch 
Bemessung der Hausclassensteuer ein allfälliger Rekurs innerhalb 
waren) angehalten, in allen jenen Alpen, wo derartige Euter¬ 
30 Tagen nach der Veröffentlichung hieramts eingebracht werden 
entzündungen bei Kühen auftreten, die Stallböden neuerding 
kann, dass aber gegen die bereits in Rechtskraft erwachsene 
gründlich reinigen und vorschriftsmäßig desinficieren zu lassen, 
Classification der Gebäude ein Recurs unzulässig ist. 
um nicht etwa durch Fahrlässigkeit die Maul= und Klauenseuche 
Feldkirch, am 5. Juli 1901. 
wieder ins Land zu bringen. 
Der k. k. Bezirkshauptmann: 
Das Abholen von euterkranken Thieren von den Alpen 
ist vorläufig verboten, bis eine Entscheidung von der k. k. Be¬ 
Zigau. 
zirkshauptmannschaft Feldkirch verlautbart wird 
Es besteht in diesem Falle die Anzeigeverpflichtung. 
Die k. k. Division berittener Tiroler Landesschützen hat 
Dornbirn, am 12. Juli 1901. 
§2Die 
un term 8. Juli l. J., Zl. 923, Folgendes mitgetheilt: ad 
Gemeindevorstehung. 
des Dienstbuches C. V. Bedingungen über die Hinausgabe von 
abgerichteten Dienstpferden in die Privatbenützung 
Laut dem Jagdgesetze vom 26. Juli 1892 für das Land 
mache ich die diensthöfliche Mittheilung, dass anfangs Augu 
Vorarlberg fließt der Pachtschilling für die Gemeindejagd in die 
1901 ca. 30 Pferde in die Privatbenützung hinausgegeben 
Gemeindecasse. 
werden. Gleichzeitig wird darauf aufmerksam gemacht, dass Die 
Entrichtung des Pachtschillings für das Jahr 1901 
sichim 
die Bewerber um derlei Pferde in ihrem eigenen Interesse 
Belaufe von K 2000.— an die Gemeindecasse ist erfolgt. 
schon früher beim obigen Commando hiefür vormerken lassen 
In Gemäßheit des § 22 des Jagdgesetzes werden die Be¬ 
sollen. 
sitzer von Gründen, die in das Gemeindejagdgebiet einbezogen 
Feldkirch, am 9. Juli 1901. 
wurden, aufgefordett, den Anspruch des auf ihren bezüglichen 
Der k. k. Bezirkshauptmann: beurlaubt. 
Grundbesitz entfallen den Antheils am Jagdpachtschilling 
binnen 14 Tagen, also bis 29. d. M., abends 6 Uhr, im 
Nagel. 
Gemeindeamte Zimmer Nr. 2 anzumelden 
Rehlegger und Mühlebacher Waldatzung 
Die Versäumnis dieser Frist hat den Verfall des An¬ 
spruches zu Gunsten der Gemeindecassa zur Folge 
Die nach Maßgabe der erflossenen rechtskräftigen Grund¬ 
Die Auszahlung der liquid befundenen Ansprüche wird 
lasten=Ablösungserkenntnisse in Sachen der Mühlebacher Wald¬ 
seinerzeit bekannt gegeben werden 
weide und der Kehlegger Waldatzung noch ausständigen Ab¬ 
Nach der vorliegenden Berechnung trifft es vom heurigen 
lösungsbeträge sind nach Weisung der h. k. k. Ministerien des 
Pachtschilling auf das Hektar 24 h oder auf das Joch 13 h. 
Innern und der Justiz im Wege der gerichtlichen Zwangs 
Dornbirn, am 14. Juli 1901. 
2=1 
vollstreckung nach den Vorschriften der Executions=Ordnung ein 
Die Gemeindevorstehung. 
zubringen. 
Die ausständigen Ablösungsbeträge der Kehlegger Wald¬ 
Geschäftszahl E 288/1-2 
atzung sind auf diesem Wege bereits hereingebracht worden. 
Versteigerungs=Edict 
Das Verzeichnis der Rückstände für die Mühlebacher 
Zufolge Beschlusses vom 23. Juni 1901, Geschäftszahl 
Waldweide liegt im Gemeindeamte Zimmer Nr. 9 zur Ein¬ 
E 288/ 1-2 gelangen am 18. Juli 1901 vormittags 9 Uhr 
sicht auf und es werden sämmtliche zahlungspflichtige Parteien 
hiemit in ihrem Interesse darauf aufmerksam gemacht, dass nach 
in Dornbirn, Spinnergaffe Nr. 5 zur öffentlichen Versteigerung: 
aus¬1 
Umfluss von 14 Tagen zur Einbringung der dann noch 
Tisch, 1 Spiegel, 7 Bildertafeln, 2 Kleiderkästen, 1 Wecker¬ 
stehenden Beträge die erforderlichen Executionsanträge gestellt 
uhr und zwei Nachtkästchen. Die Gegenstände können am Ver¬ 
werden müssten, womit Kosten und Unannehmlichkeiten verbunden 
steigerungstage in der Zeit zwischen 8—9 Uhr vormittags in 
sind, wel che sich die säumigen Parteien dann selb st zuzuschreiber 
obigem Hause besichtigt werden. 
2=1K. 
haben. 
k. Bezirksgericht Dornbirn, Abtheilung V, 
Dornbirn, am 14. Juli 1901. 
am 27. Juni 1901. 
Die Gemeindevorstehung. 
Meßmer, k. k. Oberofficial. 
2141
	        

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.