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Das Schulgeld beträgt halbjährig 30 K und ist im Laufe der ersten 
sechs Wochen jeden Semesters zu entrichten. Schülern, für welche in 
der besimmten Zeit diese Zahlung nicht geleistet wird), ist der fernere 
Schulbesuch nicht gestattet 
Die Befreiung von der Entrichtung ides ganzen oder halben Schul¬ 
geldes kann auf Grundlage eines Mittellosigkeits- und guten Semestral 
zeugnisses von der Landesschulbehörde gewährt werden. Das Semestral¬ 
zeugnis muss mindestens die erste Fortgangsclasse und bezüglich des sitt¬ 
ichen Betragens und des Fleisses mindestens die Note „befriedigend“ 
enthalten. 
Die Schüler der I. Classe haben das Schulgeld im ersten Semester 
spätestens im Laufe der ersten drei Monate, nach Beginn des Schuljahres 
zu entrichten. Oeffentlichen Schülern der I. Classe kann die Zahlung des 
Schulgeldes bis zum Schlusse des ersten Semesters gestundet werden, 
wenn ihnen in der acht Wo chen nach Schulbeginn stattfindenden Conferenz 
in Bezug auf sittliches Betragen und Fleiss und hinsichtlich des Fort¬ 
ganges in allen obligaten Lehrgegenständen mindestens die Note „be¬ 
friedigend“ zuerkannt wird. Wurde die Stundung von der k. k. Landes¬ 
schulbehörde bewilligt, so wird die Befreiung von der Zahlung des Schul¬ 
geldes vom ersten Semester an ausgesprochen, sobald das Zeugnis über 
dieses Semester den Anforderungen entspricht. Trifft diese Bedingung 
am Schlusse des erst en Semesters nicht zu, so hat der betreffende Schüler 
das Schulgeld noch vor Beginn des zweiten Semesters zu entrichten 
Von jedem neu eintretendem Schüler wird bei der Einschreibung 
eine Aufnahmsgebür von 4 K 20 h, ein Lehrmittelbeitrag von 2 K und 
ein Beitrag von 40 h zur Bestreitung der Auslagen für die Jugendspiele 
eingehoben. Schüler, welche der Anstalt bereits angehören, haben bloss 
den Lehrmittel- und den Jugendspielbeitrag zu entrichten. 
Der Unterricht in den freien Lehrgegenständen: Gesang, Steno 
graphie und Uebungen im chemischen Laboratorium wird unentgeltlich 
ertheilt. In Betreff der Theilnahme an diesem Unterrichte haben die Eltern 
oder deren Stellvertreter gleich bei. der Anmeldung ihre Erklärung ab¬ 
zugeben. 
Im Laufe jeden Semesters finden zwei Conferenzen zur Berathung 
über den Fortgang, den Fleiss und das sittliche Verhalten der Schüler 
statt. Wenn die Leistungen in einem oder in mehreren Gegenständen 
nicht entsprechen, werden die Eltern des Schülers davon schriftlich ver 
ständ igt. Es liegt im Interesse der Schüler, dass sich die Elt ern oder 
deren Stellvertreter öfters über das Verhalten ihrer Söhne oder Pfleglinge 
entweder beim Director oder bei den Herren Professoren erkundigen und 
die Schule durch eine gewissenhafte Ueberwachung der Schüler unterstützen. 
Für die Kost- und Quartiergeber auswärtiger Schüler bestehen an
	        

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