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Full text: Dornbirner Gemeindeblatt 1913 (1913)

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K. k. Fachschul e für gewerbliches Z eichnen 
in Bregenz. 
1. Die Winterkurse für Bauhandwerker haben 
die Aufgabe, den Gehilfen des Maurer= und Zimmerer 
gewerbes jene Kenntnisse zu vermitteln, welc he dieselben 
zur ordentlichen Ausübung ihres Gewer bes sowie zur 
Ablegung der gesetzlich erforderlichen Meisterprüfung 
benötigen. 
Sie bestehen aus einem Vo rbereitung s= und zwe 
Fachkursen, welche am 4. November beginnen und am 
31. März enden und in welche n täglich von 8—12 Uhr 
vormittags und 2—6 Uhr nachmittags unt erricht et wird 
Die Einschreibungen finden den 3. November statt 
An Lehrm itt elbeit rag sind Kr. 2—— an S chulgeld Kr 
4•—zu entr icht en, j edoch können wü rdige und dürftige 
Schüler nicht nur von letzterem befreit wer den, sondern 
erhalten Unt erst ützungen und teilweise unentgeltliche Ab¬ 
gabe von Schulrequis iten. Im let zten Schuljahre 
betrugen die Geldun ter stütz ung en insg esamt 
Kr. 2400 
Als Aufnahm s b edingungen in den l. Kurs gelten 
das vollendete 16. Lebensjahr, die vollende te Lehrzei 
die Kenntnisse und Fertigkeiten, w elche dem Lehrziel 
einer dreiklassigen allgem. gewer blic hen oder einer zwei¬ 
klas sigen fachl ich gewer b lichen Fortbildungs schul e für Bau¬ 
gewer be entsprechen. Gehilfen oder Meister, welch e nur 
teilweise dem Unterricht beiwohnen, wer den als Gast¬ 
schüler aufg enom men. 
2. Der Wanderkurs für Dekoratio nsmale r in 
Dornbirn hat den Zweck, den Meistern und Gehilfen 
der einschlägigen Gewerbe ( Dekorat ionsmaler , Anstreiche 
und Vergold er) jene Kenntnisse und Fertigkeiten zu ver 
mitteln, die ihnen eine erhöht e Arbeits= und E rwerbs 
fähigkeit in ihrem Gewe rbe sic hern. Er wird in der 
Zeit vom 4. November bis 31. März als voller Tages 
kurs abgehalten. 
Die Einsch reibu ngen erfolgen am 3. Novembe r von 
3 bis 6 Uhr nachmitt ags im alten Realsch ulg eb äude in 
Dornbirn 
Aufnahme finden Meister, Ge hilfen und jene Lehr¬ 
inge, welche im letzten Jahre ihrer Ausbildung stehen. 
Der Unterricht wird unentgeltlich erteilt; Ausländer 
zahle n Kr. 6— Lehrmitt elbeitra g , dürftige und würdige 
Frequent anten w erden mit Unterstützungen und unent 
geltlic her Abgabe von Malrequisiten bedac ht. Der Kurs 
wird nur bei der Mindestteilnahme von 12 Schülerr 
abgehalten 
Anmeldungen werde n jederzei t von der gefertigter 
Direkti on entgegen gen ommen, auch gibt dieselbe bereit¬ 
wi lligst Auskünfte und send et auf Wunsch Programme 
Die Direktion der k. k. Fachschule für ge werbl. 
Zeichnen in Bregenz. 
Geschäf tszahl E 1076/ 13=2 
Versteigeru ngs=E d ikt . 
Zufolg e Beschluss e s vom 7. Oktober 1913 Geschäfts¬ 
zahl E 1076/13=2 gelangen am 30. Oktober 1913 vor 
mit tags 9 Uhr in Dornbirn II zur öffentlichen Verstei ¬ 
gerung: 
Sämtliche Hauseinr icht ung, 48 Särge, 50 Kindersärge 
un v erschie dene 
Leic henbestattu ng s artikel 
Die G egenstän de können am gleichen Tage in der 
Zeit zwischen 8 und 9 Uhr vormittag s in der Bäumle¬ 
gasse Nr. 17 besi chtigt werden. 
K. k. Bezirksgericht Dornbirn, Abteilung V, 
am 8. Oktob er 1913 
Pasler, Oberof fi zial 9/1 
Verbot des kleine n Grenzverkehrs über die 
G renzst recke Bangs bis Lustenau. 
Die k. k. Bezirkshauptmannschaft Feldkirc h, hat mit 
Kundmachung vom 10. Oktober 1913, Zl. III 15/ 209 bei 
dem Weiterschreiten der Maul= und Klauenseuche im 
Schweizer Rheintale gemäß § 5, Abs. 2 des Tierseuchen¬ 
jesetzes die Grenzstrecke von Bangs bis Luste nau für den 
sog. klei nen G r enzverkehr mit Klaue nti eren und für den 
Verkehr mit Hunden von und nach der S chweiz abge¬ 
perrt und für diese Grenzstrecke die Ein fuhr von Fut ter¬ 
mit teln, Streumaterialien, Dünger, Milch, Geflügel, tier¬ 
schen Rohsto ffen und von Gegenständen, welc he Trägen 
des Ansteckungsstoffes sein können, untersagt 
Das gl eiche Verbot wurde unterm 27. September 
1913, Zl. III 15/193 über das Grenzzollamt Gaiss au erlassen. 
Dies wird mit Beziehung auf die h. o. Kundmachung 
vom 2. Oktob er 1913, Zl. XIII 981/12 und mit dem Bei 
ügen zur all gemei nen Kenntn is gebracht, daß Zuwider 
handlungen im Sinne des Abschnittes VIII des Gesetzes 
vom 6. August 1909, R.=G.=Bl. Nr. 177, geahndet werden 
Innsbruck, am 20. Oktober 1913. 
K. k. Statthalterei für Tirol und Vorarlberg. 
Maul- und Klauenseuche. 
Die in den Gemeinden Ebnit, Frax ern, Koblach und 
lebersaxen aufgetretene Maul= und Klauenseuche wurde 
wieder amtlich als erloschen erklä rt. 
Feldkirch, am 18. Oktober 1913. 
Der k. k. Sta tthalte reirat 
und Leit er der Bezirkshauptmannschaft 
Ferrari 
Maul- und Klauenseuche in Dornbirn. 
In vergangener Woche wurde vom städt. Tierarzt 
Urthur Felder die Maul= und Klauenseuche im Vieh¬ 
tande der Martin Wohlgenannts Ww., Ht. Achmühle, 
des Wilh elm H uber, H eilenberg und der Ww. S cheuer 
ma ier, Bergstraße, f estge stellt 
Weiters wurden über Anordnung der k. k. B ezirks¬ 
hauptmannschaft Feldkirch als gesperrt bezeichnet : die 
Pa rzelle Heilenberg, die Straßen Weppach, Schloßgasse 
Be rgstraße , Flurgasse, Ber g mannstr aße, Marktplatz, Bahn¬ 
hofstra ße und Dr. W aibelstra ße. 
Aufgeh oben wurde die verh ängte Sp erre nach er 
olgter vorsch rift smäß iger Desinf izierung hinsichtlich der 
Ziehst ände und St allungen nachbenannter Viehbesitzer 
als: Hermann Waibel, Wallenmahd: Heinr ich Schw en¬ 
dinger, Bürgle; Martin Mayer, Mitt elfeld ; Antor 
May er, Bäumlegass e; Mart in Zech, Rädermacher; Joh 
Wohlgenannt, Beckenmann und Franz Anton Schmi 
dinge rs Ww., Ht. Achmühle. 
Die teilweis e Sperrauflas sung in Dornbirn wurde 
am 23. Oktober d. Is. von Seite der k. k. Bezirkshaup t¬ 
mannschaft Feldkirch in nachstehender Weise bewilli gt 
In Mühlebach wurde die Sperre teilweise aufge 
hoben. Die Grenzlinien für den Vieh verkeh r bil den: 
Ziegelofen bis Andreas Wohlgen ann t, Josef Spiegel, 
Nichael Rein, Haldengasse, Fahnbühel und die Reichs 
traße Den 
an der Hatler= und Leopoldstraße wohnenden 
Viehbesitzern ist der Viehaust rieb durch die Hatlerstraße 
bis Wallenmahd gestattet. Die Gren ze für dieselben 
bildet der L andgraben und die Mind es tentfernung von 
Stunde bis Hohenems 
Die Straßen Hangga sse bis Leopoldstraße, B äumle 
gasse bis Josef Salzmann haben durch die Lustenauer 
st raße zu fahren. Als Grenzpunkt gilt der Landgraben.
	        
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