lichsozialen und bringt eine in diese m Sinne ge¬
halte ne Erklärung zur Verlesung, in we lcher über
dies dem Bürgermeister Vorwürse gemacht werden
der Vora nschl ag als mangelhaft kritisiert und zun
Schlusse ausgedrückt wird, daß die s ozialdemotra
ti schen Gemeindevertreter der christlichsozialen Parte
das Mißtrauen entgegenbringen und gegen den Vor
a nschlag stimmen we rden
Der Vorsitzende wendet sich mit aller Entschieden
heit gegen die erhobenen Vo rwürfe in der verlesenen
E rklärung und fo rdert den G.=A. Franz Rusch aus
drücklich auf, doch Klage zu f ühren, wenn eine par
teiische oder gar ungesetzliche Amtsführ ung vorgekom ¬
men sei
In der Besprechung des Voranschlages im beson¬
deren wird Post für Post verlesen und folgende Er
ledigung durchgeführt
Zu 1. Keine B emerkung
Zu 2. Zinsen von Passivkapitalien. G.=A. Fran
Rusch ste llt die Anfr age, wieso es komme, das
der Zin sfuß bei versich erten Kapitalien erhöht
wurd e.
S t.=R. Al bert Winsauer verweist auf die all=
gemein eingetretene Erhöhung des Zinsfußes
welche die s t ädtischen Passivkapitalien nicht ver
sch ont habe
G.=A. Josef Sm etana stellt die Frage, wi
hoch die aufgenomm enen Gelder der Stadt ver¬
zinst werden müssen
Der herbeigerufene Gemeind ekas sier gibt di
Antwort
G.=A. Josef Sme tana fragt we iters, für welche
Unternehmung en die s chwebende Schul d in An¬
spruch gen ommen würde
St.=R. Albert Winsauer erwidert, diese S chuld
werde zur Deckung der Auslagen für die Achregu¬
l ierung, die Erstell ung des Knop fweges u. a. be
ansprucht werden
G.=A. Dr. Erwin Fußenegger erkundigt sich,
wie die Angelegenhei t bezügl. des K nopfweges ste ht,
insbesondere über die Aen derung der Genos sen
schaft in eine Interessentschaft
Der Bürgermeister bemerkt hi ezu, daß gestern
eine Einigun g in den Streitfragen zustan de ge¬
kommen sei und voraussichtlich demnächst die volle
Erledigung erfolgen w erde. Zur Aend erung der
G enossens chaft in eine Interessentschaft aber se
laut der vom Gemein d eaussch usse angenommenen
Satzungen die Knopfweg=Inter es sentschaft s ver¬
sammlung, in welcher die Stadtgemeind e durch
die Mitglied er des Forstrates und den Bürger¬
meister vertreten sei, berechtigt
Zu 3. und 4. Keine Bemerkung
Zu 5. Einhaltung der Gebäude. G.=A. Schulleiter
Hans Martin st ellt die Anfrage, ob die Einstellung
des Betr ages von 1000 Kr. für die Instan dhal
tung des Bezirksge richtsgeb ä ude s (alt) e rforde rlich
wäre
St.=R. Albert W insauer und der Vorsitzende
antworten, daß die Möglichke i t bestehe, schon im
Herbst 1914 das Gebäude frei zu bekommen und
dann instandsetzen zu mü ssen
Zu 6. Straßen= und Wasserbau. G.=A. Lehr er An¬
on Walter stellt nach kurzer Begründung der
Antrag
„Der Gemeindeaussc huß wolle bes chließen
Die Dr. Waibelstraße werde vom Marktplat
bis oberhalb des Rathausplatzes neu gepfla¬
stert und ein entsprechender Betrag hiefür in
3
den vorliegenden Vor anschlag ei ngesetzt"
G.=A. Franz Rusch st ellt den Antrag: „Längs
der Ach (von der Sägerb rücke bis zur Schmelz
hütterbrücke) ist auf der rec hten Seite zun
Sch utze der Bevö lkeru ng ein Geländer zu er
stellen.
G.=A. Lehre r Anton Walter empfiehtt di
Beseiti g ung des U eb elstandes, daß bei Entlee¬
rung der Stra ßensch ächte der Inhal t zu lange
offen liegen blei bt
G.=A. Schu lleiter Hans Martin stel lt den
Antrag: „Die Ge meind evertre tung wolle be¬
schließen, ein generelles Kanalisationsprojekt
ausarbeiten zu lassen und seien für das laufend
Jahr Kr. 1000 in den Voran sc hlag einzusetzen“
G.=A. Josef Mül ler hält es für angebracht,
die Vermehrung der Anstandsorte in D ornbirr
zu befür wort en. Hiezu spr icht auch G.=A. Leh ren
Anton Walt er
G.=A. Albert L echer befürwortet die Ver¬
längerung des Gehweges an der Eisengasse vom
Gasthaus zum Lamm bis zum Fischbach
G.=A. Dr. Erwin Fußenegger stellt den An¬
trag: „Es wird der Antrag gestel lt, falls die
beschlossene Kanalisierung des Ha tler Feuergr a
bens von der Kirche bis zur Ach in diese m
Jahre nicht durchgeführt wird, wenigstens die
G ehwegstreck e auf dem H atler K irchplatz neu
e rstellt wird'
St. R. Otto Fußenegger glaubt, diesem An¬
trage könne entsp rochen werden, ohne Aende
rung des Voranschlages
Der Vorsitzen de nimmt nun das Wort zu der
eing eb rachten Anregung en und Ant rägen
Die Anregung des G.=A. Josef Müller sei bis
ach Erstellun g einer einheitlichen Wasserversorgung
nur schwe r durchzuführen, da bis dahin eine Wasser
pülung fehle
Bezüglich des Antrages des G.=A. Sc hullei ter Hans
Martin sei zu bemerken, daß eben schon in früheren
Zeit planlos die Kanal i sation durchgeführt wurde
und nun die Aufnahme eines Pla nes besse r ers
mit der Erstell ung einer Wasserleitungsanlage er
fol ge. Hiezu spricht wei ters G.=A. S chulleit er Hans
Ma rtir
Dr. Fußenegger stell t die Anfrage , wo nunmehr
die Gemeindearbeiter krankenversichert sind
Hiezu entwickelt sich eine längere Wechselrede, an
welcher sich St.=R. Gustav Rhomberg, G.=A. Josef
Müller und der Fragestelle r wieder holt beteiligen.
Schließlich wird Berichterstat tung in dies er Ange¬
legenhe it in der nächsten Sitzung in Aussicht
genomme n
Der Vorsi tzend e b ringt nun die gestellten Anträge
zur Abstimmung und hi ebei wird:
1.Der A ntrag des G.=A. Lehrer Anton W alter
bezüglic h Pflästerung einer Teilstrecke der Dr
Waibelstraße abgelehnt.
Der Antr ag des G.=A. Franz Rusch betreffend
Erstellung eines Geländers an der Ach abge¬
wiesen.
Der Antra g des G.=A. Dr. Erwin Fußenegger au
Neuerstellung des Gehweges auf dem H atler Kirch ¬
platz zum Beschlusse er hoben.
4. Der Antrag des G.=A. Schul leiter Hans Martin
bezügl. eines Kanalisationsprojektes abgelehn t.
Zu 7. Schulanstalten. G.=A. Lehrer Anton Walter
stellt den Antrag. „Der Gemei ndeau s schuß wolle