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Full text: Dornbirner Gemeindeblatt 1916 (1916)

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Zu 2. 
rete und ein Teil der Arbeitslosen am Straßen 
bau Beschäftigung finden könne. Gegenwärtig be¬ 
häf tigt der Stadtrat einig e Partien Arbeiter mit 
Herrichten von Bre nnholz in der Niedere und ar 
der Ach, dieses Holz soll alsdann im Versteige¬ 
rungswege an Familien (mit Ausschlu ß der Holz¬ 
jändler) in kleineren Abteilungen abgeg eben w erden. 
Auch die Regulierungsarbeiten an der Dornbirne 
Ach bei Voracheck werden tunlichst wieder au fge¬ 
nomm en. Die Schaffung von Arbeitsgelegenheit 
ür Frauen gestaltet sich viel schwi eriger als jene 
ür Männer, es ist jedoch auch in dieser Hinsicht 
be reits ein guter S chritt gemacht worden. Im 
Einvernehmen mit dem G ewer beförde run gs=Inst i¬ 
tute wurde nämlich ein größerer Auftra g zur Aus 
arbeitung von Wäsche und anderer Bekleidungs 
st ücke für Soldat en in sichere Aussich t gestellt 
3) Der Bürgermeister macht idann weiters die 
Mi tteilung en, daß gegenwärtig Herr In¬ 
spek tor K athrein des k. k. Gewerbeförder ung s¬ 
Amtes in Wien das alte Gericht s gebä ude behufs 
Unterbring ung des hiesigen Gewerbeförderung s 
Institutes einer gründlichen Aufnahme unterzieh 
und daß von der Stadtvertretung 30 Mitglied e 
riegsdiensttauglich seien, somit nach dem Ein 
rückungstage vom 21. Jänner 1916 in den meisten 
Fällen nur mit Zuhilfenahme des § 41 der G.=O. 
Gemeindeausschuß=Sitzungen abgehalten werde n 
können. 
Wegen Drin glich keit bringt der Vo rsi tzende ein 
nicht auf der Tages ordn ung stehendes Ansuchen 
der Geschwister Albrich zum Adler in Watzenegg 
um G ru ndtre nnu ngsbewil ligung bezüglich de 
Li egenschaft, Gp. Nr. 14216, hiermit in Vorlage; 
in kleines Trennstü ck di eser Liegenschaft wurde 
nämlich zum Schulhaus Watzenegg an die Sta dt¬ 
gemeinde verkauft und die grundbücherliche Durch 
üh rung d ieser Verä ußer ung soll demnächst er 
folgen. Die Zustimmung wird erteilt. 
Vizebürgermeister Albert Winsau er als Obman n 
des Fina nzaussc hu sses besorgt die Berichterstattung 
u den vorliegenden Rechnung s abs chlüs sen und 
führt im al lgemein en aus, daß mit aller Spar¬ 
amkeit vorgegangen wurde, daß aber ber eits 5 
Mo nate des Rechnungsjahres in der Kriegszeit 
ta nden und die hohen Anf o rdernngen dieser Zei 
in die Gemeinde unabwendbar waren und erfüllt 
wer den mußt en. Der Ber ichte rstatt er stellt h ierauf die 
Anträge des Fin anza usschusse s, der die Rechnungs 
abschlüsse geprüf t und ri chtig befun den hat, wie 
olgt: 
a) „Der Gemeindeausschuß wolle beschließen: 
Der Re chn ungsabsch luß der Stad tgemein de 
Dornb irn sei für das Jahr 1914 mit einem 
Ha upt empfange von 2,713.815·63 Ku 
Neuer Empfang 550.846·86 1 
Ausgaben 581.861·37 1 
und einem im Vergleiche der Wiederherstellung. 
von 2,632 .290·2 1 
Kr 
zum schließlichen Vermögen von 2,682.801·12 n 
ich ergebenden Aktivre st von 50.510.91 
„ 
genehmigt. 
Der Vorsitzen de bemerkt , daß die Rechnungs¬ 
bschlü sse durch 14 Tage hindurch öffentlich aufge 
egen sind und eine Einwendung von Seite der 
Bürgerschaft nicht erfolgt ist. Nachdem auch G¬ 
A. Schul leiter Hans Martin eine Bemerkung ge 
macht hat te, wird die Abstimmung v orgeno mmen 
und hierbe i der gestellte Antrag einstimmig zum 
Beschlusse erhoben. 
b) „Der Gemeindeausschuß wolle beschließen: 
Der R e chnu ngsabschluß der k. k. Oberrealschule 
für das Jahr 1914 sei mit 
Einnahmen 2.910’— Kr. 
und ebensoviel Ausgaben genehmigt. Der an die 
Stadtkasse abgeführte Ueberschuß bet rägt 13 5·28 Kr. 
Zustimmung erteilt. 
) „Der Gemeindeausschuß 
wolle besch ließe n: 
Der Rec hnu ngsabsch luß der gewe rblich en Fort¬ 
bildungsschule in Dornbirn für Jahr 1914 sei mit 
einem Crfor de rnissse von 5.500·88 Kr. 
und einem von der Sta dtverw altu ng 
zu deckenden A bgange 
von 9 62·87 Kr. 
genehmigt 
Genehmigt. 
d) „Der Gemein deaussch uß wolle beschließen; 
Der Rechnu ng sabschluß des Gemei ndevermi tt 
lu ngsamtes in Dornbirn für das Jahr 1914 sei 
mit einem Gesamterfordernisse von 759 ·70 Kr. 
und einem von der Stadtgemeinde Dornbirn zu 
leistenden T eilbetrag von 58 9°17 Kr. genehmigt" 
Zustimmung gegeben 
e) „Der Gemeindeausschuß wolle beschli eßen : 
Der Rechnungsabschluß der Zollamtsverwaltun g 
ür das Jahr 1914 sei mit 
Einna hmen 797 19 Kr 
Ausgaben 142·99 
und einem an die Gemeindeka ss e ab¬ 
zuführenden Aktivrest 
von 6 54·20 Kr. 
genehmigt." 
Zustimmung erteilt. 
f) „Der Gemeindeausschuß wolle besc hließen: 
Der Rechnungsabschluß über die Zollfac hin a ge 
ür das Jahr 1914 sei mit Einnahmen 1452 ·74 Kr. 
lusgaben 2089·50 n 
und einem von der Stadtgemeinde Dorn birn zu 
deckenden Abgang von 336•7 6 
Kr. 
genehmigt“ 
Genehmigt 
g) „Der Gemeindeausschuß wolle b esc hließen 
Der Rechn ungsabschluß des Marktwesens für 
das Jahr 1914 sei mit Einnahmen 49 5·75 Kr. 
Ausgaben 160·90 
und einem an die Stadtkasse abz uführenden 
Ueberschuß 
von 34·85 Kr. 
gene hmigt. 
Zustimmung erte ilt. 
h) „Der Gemeindeausschuß wolle beschließen: 
Der Rechnungsabschluß über den Betrieb der 
Grubenpumpe für das Jahr 1914 seimit 
Ausgabe n von 695•01 Kr. 
Einnahmen 395•0 „ 
genehmigt. Der von der Ge meinde Dornb irn zu 
deckende Abgang b eträgt 121 .66 Kr 
Hier zu nehmen G.=A. Josef Smetana, Vizebür¬ 
germeister Albert Winsauer, der Vorsitze nde , G.=A 
Michael Wohlgenannt das Wort. Al sdann wird 
die Zustimmung gegeben . 
) „Der Gemeindeausschuß wolle beschließ en: 
der Rech nu ngsabsch luß der Armenfonds=Ver¬ 
wa ltung der Stadtgemeinde Dornbir n für das 
Jahr 1914 sei mit Einnahme n 
von3.814·48 Kr Ausgaben 2.634·96 11
	        
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