Jever zeic hne
die 4. Kri egs=A nleihe
Die Zeichnun g s frist geht dem Ende zu; es ist die heilig e Pflicht Alle r, zusammen¬
zustehen und ohne weiteres Zögern nach ganzen Kräften durch die Bet eili gung an der
Kri egsanleihe die Er reichung des siegreichen Endes zu fördern.
Verblendet sind alle jene, die glaube n, durch die Beistellung der Geldmittel für den
Krieg denselben zu verlängern: g erade das Gegenteil ist der Fall, durchh alten bis zum Siege
müssen wir und werden wir um jeden Preis und je sc härfer unser Schwert gehalten wird,
desto schneller wird es uns gelingen, die F einde, die noch nicht ganz am Boden liegen, zur
Erkenntnis zu bringen, daß ihr R ingen gegen uns ein v ergeblich es, ein selb stmörderisches ist!
Treul osen V errat gegen den geliebten Kaiser, des sen l angem segensreichen Frieden s¬
wal ten wir Alle unser Hab und Gut verdank en, würde es bedeuten, wenn wir Väter und
Söhne, die an den Grenzen und weit im Feindeslande dr innen als Helde n stehen, durch
k urzsicht iges habsü chtiges Znrückhalten unserer Mitt el schwä chen würden!
Allen ist es bekannt, daß Niema nd von Euch ein Opfer fordert , wenn Ihr aufge¬
rufen werdet, Euer Gut im sicherste n, b e stverzinslichen St aatspapiere anzulegen und jeder
halte sichs vor Augen, daß es sich nicht darum handelt, daß wir ein glänzende s Ergebnis
der Kriegsanl eihe erzielen wollen, so ndern daß wir ein solches erreichen müssen!
Keiner zögere , der einen kleinen oder groß en Betrag in irgende iner Form zeichn en
kann. Jeder eile zur nächsten Postsparka sse, Sparkasse, Raiffeisenk asse oder Bank und erfülle
seine Pfl icht.
Innsbruck, im Mai 1916.
Statthalter Graf Toggenburg. 277