Zu 3.
und einem am 31. Dezember 1914 vorhandenen
Vermögen von 78.803·50 Kr. genehmigt.
G enehm igung ert eilt
j) „Der Gemeindeausschuß wolle beschließen:
Der Rechnungsabschluß des Armenhausfonds
für das Jahr 1914 sei mit Einnahmen von 288°69 Kr.
Ausgaber 205• 69
und einem Vermögen von 6 245·54 Kr. am 31.
Dez. 1914 genehmigt.
Genehmigt.
k) „Der Gemeindeausschuß wolle beschließen
Der Rechnungsabschluß für die Armenprozente
für das Jahr 1914 sei mit 1.317· 02 Kr. Einn ahmen
genehmigt.
Zustimmung ertei lt.
„Der Gemeindeausschuß wolle beschließen:
Die Schlachthausrechnung für das Jahr 1914
sei mit Aktiv a 298.785·89 Kr
Passiva 301.982·34
und einem Abgange von 3.19 6·45
Kr.
genehmigt
Genehmig t.
Der Bürgerme i ster zieht diesen Gegenstand der
Lages o rdnung nicht in Verh andlung, da die Kon¬
umgenossensch aft mit Schreiben vom 28. ds. Mts.
den Statra t gebete n hat, die Eingabe zu Punkt S
der Tagesordnun g zurückzuziehen . Dafür läßt der
Bürgermei ster über den bisherigen Lebensmi ttel¬
bezug der Sta dtgemeinde durch G.=A. Lehr er Josef
Rüf Be richt e rstatten. Dieser Bericht wird am
Schlusse der Verha ndlungss c hrift im Wortlaute im
Gemeindeblatt verlaut bart .
Zum e rstatte ten Berichte sprechen in der an
chließenden We chselre de: Der V orsitzen de, G.=A.
Kon rad Gmeiner, Lehrer Josef Rüf, Josef Sme
tana, Friedri ch Türtscher und St.=R. Otto Fußen¬
egger.
Der Bürgermeister sprich t dem G.=A. Lehr er
Josef Rüf, der als Kriegsinvalider bis 1. Juni
916 aus dem Heere e ntlassen wurde und vom
k. k. Bezirksschulrat zur Durchfüh run g der Lebens¬
mittelversorg ung der Stadtgemeinde bis 30. März
k. J. vom Sch uldienste beurlaubt ist, für die um¬
ichtige Leitung des verant wortu ngsvolle n Geschäf¬
tes der St adtgem einde b ezgl. Beschaffung und
Verteilung von Le bensmit teln den b esten Dank aus
G.=A. Josef Smeta na erkundigt sich über Futter
mittelverteilung, namentlich über Kleieabgabe, übe
Bezüge der Raiffe ise nkasse usw. G.=A. Lehrer Josef
Rüf verweist hiezu auf die geringen Men gen an
Futtermitteln, welch e der Stadt j eweilig zur Ver
fügung stehen, und auf die höheren Weisungen
zur Abgabe für bestimmte Zwec ke (Pferdefütterung
usw. ). An diese Weisungen ist der Stadtrat ge
bun den. An die Raiffeisenkasse wurde seit jener
Zeit, als der Bezug an Futterm it teln noch frei war
von der Stadt gar nichts mehr abgegeben und es
sind gegent eil ige Gere de völlig unbegründet. Heut
teht dem Stadtrat bei der Abgabe von F utter
mitteln das Ergebnis der am 10. ds. Mts. statt
gehabten Vieh= und Pferdeaufnahme zur Verfügung
und es kann nunm ehr verhinder t werden , daß eine
Partei Kleie für ein Pferd bezieht , obwohl sie kein
Pferd b esitzt.
G.=A. Friedrich Türtscher regt an, wenn immer
möglich, für Beschaf fun g von Hühnerfutter Sorge
zu tra gen. Der Vo rsitzende erwidert, daß diese
Beschaf fung überaus schwierig sei, da Futtermittel
Zu
4. Zu
Zu 5.
Zu
Zu 7
8.
voraussichtlich noch lange Zeit knapp bleiben, zu
mal eine noch weiter gehen de Ausmahlung des Ge¬
treides als bisher vo rgesehen ist. Was jedoc h ge
chehen könne,werde stets geta n. St.=R. Otto Fußen
egger bericht et, daß das Futtermehl im st ädt.
Schlachthause in freihändigem An kaufe bald nack
K riegsbegin n von der Firma Karl Anton Rhom
berg erwor ben wurde und nicht aus den V orräter
der Stadt herrührt. Der Be richt des G.A. Lehrer
Josef Rüf wird zur Kenntnis genommen.
Wird über Antrag des Vorsitzenden dem Gasaus¬
schusse zugewiesen
Kommt zur Verlesung und wird zur Kenn tni
gen ommen
St.=R. Martin W ohlgena nnt als Obmann des
Straßen= und W asserb au aussch usses berichtet übe
die Sachlage, läßt einen tech ni schen Bericht des
Herrn Ju lius Rhomberg, Z ivilingenieu r, verl esen
und stellt den Antrag
„Der Gemeind eau sschuß wolle b eschließe n: Di
Kanalisierung beim Gfrörerbild quer durch Gp. Nr
886 1/2 und 8860 mit Röhren von 50 cm Licht
weite im Kostenbetrage von Kr. 1 100·— wird die
Zustimmung erteilt.“ Gene hm igung wird gegebe n.
Bürgermeister=Stellvertreter Albert Winsau er be
orgt die Berichterstattung und bri ngt ein weiteres
Ansuche n um Gewährung einer Kriegsteuerungs¬
zulage, nämlich die bezgl. Eingabe der Arbeits¬
lehrer i nnen, in V orlage. Er stellt als Obm ann
des Finanzausschusses den A ntrag
Der Gemeindeauss chuß wolle beschließen: In
Erledigung der Gesuche der Stadtbeamten und
Lehrp ersone n, betreffend Gewährung einer Teuer
un g szulage, w erden der Stadtrat u. Finanzausschuß
ermächtigt, in gemeinsamer Sitzun g jenen Beamten
und Lehrpersonen, welc he in folge des Krieges große
Mehrarbeit zu leisten hab en, eine Zulage zu ge
w ähren." Hiezu sprechen G.=A. Schulleiter Hans
Marti n, der Berichterstatter, G.=A. Michael Wohl¬
genannt und der V o rsitzende. G.=A. Schul leite r
Hans Martin stellt und begründe t den Antrag,
die Angelegenheit dem S tadtrat und Finanzaus
chuß behufs neuerlicher Beratung zur Betei lung
aller im Dienste stehenden Lehrer und Stadtb e
amten zuzuweisen.
In der Abstimm ung wird der Antrag desFi
nan zaussch usses zum Beschlusse erhoben
a) G.=A. Alois Rohne r regt an, die Fürsorge für
Witwen und W aisen nach gefallenen Dornb irner
Kriegern heute schon einzuleiten und die Durch
führung zu studieren. B ürge rmeister=Stellve rtreten
Al bert Winsa uer macht auf die Ann ahme von
Spe nden zum genannten Zwecke durch den Hilfs ¬
auss chuß aufmerksam sowie auf die geplante ein¬
heitliche Durch führun g der Angelegenheit in Oest er
reich. Der V orsitzende beze ichnet die Wi twen= und
Waisenfürsorge nach gefallenen Kriegern als sehn
wichti g und notwendig, sind doch schon in Dorn¬
birn 89 K ri egerwaisen. Solange der Krieg dauert
erhalten die Hinterbliebe nen eines gefal lener
Kriegers den staatlichen Unter haltsbeitra g un
Waisenkinder überdies besondere namhafte Spe nden.
b) G.=A. Konrad Gmeiner wünscht Aus kunft
über Kr iegsver siche rung. Der Vorsitzende empfiehlt
den Be itritt zu dieser Versicherung und gibt be
kannt, daß im nä chsten Gem eindeb latt eine aus
führliche Darstellun g über Zweck und Stand der
Kriegsversicherung erscheinen wird
c) G.=A. Josef Smetana empfiehlt dringend
möglichst frühzeitig für ausreichendes Saa tgu 3