Heulieferung
Die Stadtgem einde Do rnbirn hat bekan ntlich für
die k. u. k. Heeresverwaltung Heu im Gesamtgewich
von 3300 M eterzen tnern s ich erzustell en und sofort zu
liefern. Zum guten Teile ist die Lieferung be reits er
fol gt, zur vol lständigen Dec kung aber wird noch eine
Heumenge von etwa 700 Meterzentner ben ötigt. Der
gefertigte Stadtr at r ichtet daher an alle Heubesitzer,
we lche noch Heu a bgeben können, die A ufforder ung, bis
Mittwoch, den 27. ds. Mts., das verfügbare Heu
in Zimmer Nr. 8 des Rathauses anzumelden
Sollte die Anmeld ung den Beda rf nicht decken , so müßte
der S tadtrat unvorz üglich im Wege der Beschlagnahme
die Sic herstellun g vornehmen.
Stadtrat Dornbirn, am 22. September 1916.
Der Bürgermeister: E. Luger.
Heulieferung.
Die Stadt Dornb irn b enötigt zur Ueb erwinte rung
ihres Viehsta n des, welcher zur Versorgung der Be¬
völkerung mit Milch bestimmt ist, noch ein größeres
Quantum an Fettheu.
Anmel dung en hi efür sind im s tädt. Schlachthause,
Zimmer Nr. 5, zu machen.
Stadtrat Dornbi rn, am 23. September 1916.
Der Bürgermeister: E. Luge r.
Pferdeverkauf.
Das k. u. k. Kriegsministerium hat mit Erlaf
Abt. 3 N 13200 vom 24. Juni 1916, den freihändiger
Ha ndeinkauf von Pferden gegen Bezahlung angeordnet
und gestattet, daß auch mit Evidenz blätter beteilte Pfer de
gekauft werden können
Ich ersuche um entspre chende Verlautbarung und
Aufforderung, daß Besi tzer, welc he ihre kriegsbrauchbaren
Pferde verk aufen wollen, dies bei Angabe des Geschlechtes,
des Alters der Höhe, sichtbarer Gebrechen und des Preises
entweder an die k. k. Bezirkshauptmannschaft oder dire kt
an den k. u. k. Pferd eevidenzoffi zier in Innsbruck, Maria
Theresie nstraß e Nr. 37 III. Stock anzeigen mögen.
Feldkir ch, am 13. September 1916
Der k. k. Statthaltere i rat und Leiter der
Bezirkshauptmannschaft:
Cornet.
Warnungstafel.
Im Gemeindeblatt vom 30. Juli 1916, Nr. 31
wurde die Aufforderung gestellt, allfälligen Widerspruch
gegen die be absichtigte Aufstellu ng einer Warnungstafel
auf dem Grundst üc ke des Herrn Alph ons Fußenegg er
Baugeschäft in Dornbirn, Gp Nr. 8902 und 8903 im
Mähdle, won ach das un befugte Gehen über die ses Grund¬
tück untersag t wird, binnen 14 Tagen hieramts einzu¬
bringen. Nachd em nun bloß eine Einwendung erhobe r
wurde und diese im Wege des Vermittlungsamtes bei
gel egt erscheint, eine weite re Einwendung aber nicht
eingebracht worden ist, so wird dem Alphons Fußenegger
die Bewilligung erteilt, die vorbezeichnete Warnungs¬
tafel a ufstellen zu dürfen. G leichzeiti g wird darau f hin
gewiesen, daß Uebertretungen des erwähnten Gehver bot es
im Sinne des Fel dschu tz gesetzes vom 28. März 1875
geahndet werd en
Stadtrat Do rnbirn, am 21. September 1916
Der Bürgermeister: E. Luger.
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Weihnach t s-Z uschneidekurs.
In der am 13. ds. Mts. stattgefundenen Sitzu ng
des Lan desk omitees für sozial e Fürsor ge in Bre¬
genz wurde unter andere m beschlossen, den Gemeinden
insbesondere solc hen mit viel Arbeiterbevölkerung, die
Errichtung von Weihnachts=Zuschneidekursen, wie
ein solch er bereits im Herbste 1915 in Bregen z st attf and
und heuer wieder stattfinden wird, zu empfehl en und
olche Kurse im Falle des Vorhandenseins der nötigen
Voraussetzungen über Ansuchen der betreff e nden Ge¬
neinden auch finanziell zu unterstützen.
Der Zweck s olcher Kurse besteht dari n, daß arme
Kinder zu Weihna chten mit Kleidern und Wäsche be¬
s chenkt we rden, welche Gegenstände von den Mü ttern
die ser Kin der hauptsächlich aus alten Kleidern und
Stoffen unter fachkundiger Leitu ng und Aufsicht zuge¬
chnitten und genäht w erden.
Der Vorsitzende: Walderdorff m. p.
Der städtische Hilfsausschuß hat in seiner Sitzung
vom 22. ds. Mts. beschlossen, Weihnachtszuschneidekurse
zu veranstalten. Näh ere Mitteilungen werden im Ge¬
meindeblatte bekanntgegeben.
Stadtrat Dornbirn, am 22. September 1916.
Der Bürge rmeister: E. Luger.
Me ld epflicht für Urlauber.
Alle dem Soldatenstande angehörigen Personen, die
einen Urlaub zur Ve rrichtung von land(forst)wirtschaft¬
l ichen Arb eiten in Dornbirn zubringen, haben sich im
Rathause, Zimmer Nr 7, (Militärabteilung), dann bei
der k. k. Gendarmerie und zule tzt beim k. u. k. Militär¬
tationskommando (neues O ber realschulg e bäude, jetzt Not¬
reserve=Spital) an= und abzumelden
Alle übrigen Urlauber haben sich bis auf weiteres
nur im Ratha use, Zimmer Nr. 7, und beim k. u. k.
Militärstationskommando an= und abzumelden.
Die Bestä tigung der Verr icht ung landwir tschaftlic her
Arbeiten während des Urlaub es obliegt dem Stadtrate
und erfolgt bei der Abmeldung; der S tadtrat ist aber
ur dann imstande eine so lche zu geben, wenn der Ur¬
lau ber sich gleich bei der Ankunft hieramts meldet
Die Angehörigen von Urlauber werden ersucht,
dieselben auf diese Meldevors chrif t, und zwar auch auf
die Rei henfol ge der Anmeldungen, aufmerksam zu m achen.
am 23. Septemb er 1916.
Stadtrat Dornbirn, Der
Bürgermeister: E. Luger.
K. k. Fachschule für Maschinenstickerei Dornbirn
An der Anstalt beginnen mit 2. Okto ber wieder
olge nde Ku rse:
1. Kurse für Handmaschinenstickerei;
2. Kurse für Schiffc henmaschin ensticker ei;
3. Kurse für wei bl. Handarbeiten.
Die Abteilungen 1 und 2 haben eine Einschreibe¬
zu entrichten. Den Schül ern
3•—
gebühr von Kr.
dieser beiden Abt eilu ngen wird bei Erreichung des Lehr¬
ziele s eine entsprechende Stipendie am Schlusse des
Ku rses ausgefolgt
Die Schüle rinnen der weibl. Handarbeiten=Abteilung
bezah len je nach der Technik eine Einschreibegebühr von
3—5 Kr.
Dornbi rn, am 16. September 1916.
Die k. k. Fachsc hullei tung