Skip to main content

Full text: Dornbirner Gemeindeblatt 1916 (1916)

Schafwolle=Ablieferung. 
Nach dem E rlasse der k. k. Bezirkshauptmannschaf 
Feldkirch vom 9. ds. Mts., Zl. 41 7/407 res, fi ndet am 
Frei tag, den 1. Dezember ds. I., in der Zeit von 
8 Uhr morgens bis 11 Uhr vor mit tags, in 
Rathause, Zimm er Nr. 5, die Abfuhr der Schaf¬ 
wolle in Dornbirn sta tt. Hie bei ist jeder Vorrat an 
Schafwolle, gleichviel ob gewasche n oder ungewaschen 
ob angemeldet oder nicht, beizubring en. Es wird aus 
drücklich aufmerksam gemacht, daß bei sonstiger schwer e 
Strafe keine Schafwolle zurückb ehalten werden darf. 
Die Bezahlung des Uebergabspreises für die ab 
gelieferte Wolle wird im Wege des Stadtrates erfolgen 
zur Geldbehebun g w erden die B erecht igten rechtzeitig 
verständigt werden 
Stadtrat Dornbirn, am 22. November 1916. 
Der Bürgerme i ster: E. Luge 
Nutz= und Zuch tvieh. 
Alle jene Parteien, welc he beabsichtigen, demnächs 
Nutz= und Zuc htvieh zu verkaufen, werden hiemit ein 
geladen, die ses Vieh am Mo ntag, den 27. d. M. 
bis abends 5 Uhr, im Rathause, Zimme r Nr. 4 
anzume ld en. 
Stadtrat Dorn birn, am 24. Novemb er 1916 
Der Bürgerme is ter: E. Luger m. p. 
Bereithaltung von Schlachtvieh. 
Zufolge Statth.=Erl. vom 26. v. M., Zl. E. 23/56 
hat die Quartiermeister=Abteilung des k. u. k. Heeres 
gruppenkommandos G. O. Erzh. Eugen erklärt, ein 
Anforderung von Schlachtvieh aus Tirol und Vorarlberg 
insolange der Beda rf an Schlachwvieh durch Zuschüb e aus 
ande ren Kro nländ ern gede ckt wird, nicht vornehmen zu 
lassenDagegen 
wurde die Forderung gestel lt, daß das 
genannte Verwaltungsgebiet beständig eine Reserve von 
20.000 Sc hlachtviehstücke n unterhält, die jeden Augen¬ 
blick zur Ablieferung an die Heeresverwal tung berei 
sein muß 
Von den 2900 auf Vorarlberg entfallende n Schlacht¬ 
viehstücken trifft es zufolge Aufteilung der Vie hverkehrs 
Land eskommission auf dortige Gemeinde 116 Stück und 
wird die G emei ndevorste hung angewiesen dafür Sorge 
zu tragen, daß diese Schlachtviehreserve j ederzeit in 
Bereitschaft gehalten wird 
Feldkirch, am 14. November 1916 
Der k. k. Sta tth alte reira 
und Leiter der B ezirkshaupt m a nnschaft: 
Cornet 
Verbot des u nmi ttelbaren Ankaufes von 
Schl ac htvieh durch die Metzger. 
Zu folge Veröffentlichung im Amtsblatte Nr. 20 und 
in den Tagesblättern sind die Me tzger von dem un 
mittelbaren Ankaufe von Schlachtvieh, Schweinen und 
Schlach tk älbe rn ausgeschlossen und darf der Kälber=An¬ 
und Verkauf zum Zwecke der Schlachtung nur im Wege 
der vom Lan des kulturra te kundg egebenen Vert rauens 
männer erfolgen. 
Die Gem ei ndevorst ehung wolle hievon neuerdinge 
die Metzger und Vi ehbesi tzer aufmerksam machen un 
sind die Vieh= und Fleischbeschauer anzuweisen bei allen 
durch die M etzger zur Ausschro ttung gelangende n Kälbe rn 
nachzuforschen ob dieselben aus den Zuweisungen der 
Vertrauensmänner an die Gemeinden stammen ode 
von wem die Schtachtkälber a ngekauft wurden. 
661 
Alle Zuwiderhandlungen sind zur Anzeige zu bringen 
um gegen 
K äufer und Verkäufer die nötigen Schrit te 
einleiten zu können 
Feldkirch, am 19. Novem ber 1916. 
Der k. k. Statthaltereira 
und Leit er der Bezirkshaup tmannsc haft : 
Cornet m. p 
Die Vermutungsfristen bei Viehmängeln 
Verordnung des Justizministers im Einvern ehmen mit 
dem Ac kerbauminister vom 10. November 1916 
Auf Grund des § 925 a. b. G. B. (§ 118 der 
Kaiserlichen Ver ordnung vom 19. März 1916, R.=G.=Bl. 
Nr. 69, über die dritte Teilnovelle zum al lgemeiner 
bürger liche n Gesetzbuch wird verordnet 
Artikel l. 
Die Vermutung, daß ein Tier schon vor der Ueber 
gabe krank gewesen sei, tritt ein, wenn innerhalb zweie r 
Woch en nach der Ueb ergabe na chsteh ende Krankheiter 
und Mänge l hervorkommen: 
1. bei Pferden, Eseln, Mauleseln und Maultieren: 
Rotz, Dämpfi gkeit, Dumkoller, inn ere Augenent 
zün dung (Mondblindheit) oder Koppen; 
2. bei Rindern 
Tuberkulose; 
3. bei Schaf en: 
Räude oder allgemeine durch tierische Parasiten be¬ 
dingte Wa ssers ucht 
4. bei Schweinen: Finn en oder Trichinen. 
Artikel ! 
Diese Verordnu ng tritt am 1. Jänner 1917 in Kraft, 
Klein m. p. 
A ufruf! 
Die 5. Kriegsanle i he liegt zur Zeichnu ng auf 
Es ist auch Pflicht der Bevormundeten, sowei 
möglich, aus ihrem Vermögen zur Verteidi gung des 
Vat erlan des be izusteue rn 
Die Anla ge von Geld ern (Spareinlagen usw.) auf 
die 5. Kr iegsanleihe ist nicht nur eine gesetzliche, siche re 
ondern auch eine äu ßerst gewinnbringende. 
Da es unmöglich ist, die Vertreter der Mündel und 
Pflegebefohlenen einzeln vorzuladen, erge ht an dieselben 
auf di esem Wege die dri ngende Einladung, spät estens 
bis 12. Dezember l. Irs. hier mündlich oder schriftlich 
die bezüglichen Antr äge zu stellen. 
K. k. Bezirksgericht Dornbirn, Abtei lung I, 
am 22. November 1916 
Dr. Schreiber. 
Meldepflicht für Urlauber. 
Alle dem Soldat enstande angehörigen Personen, die 
einen Urlau b in Dorn birn zubringen, haben sich im 
R athause, Zimmer Nr 7, (Militärabteilung) und be 
der k. k. Gend arme rie an= und abzumelden. 
Die Bestätigung über die V er richtung landwirtschaft 
icher Arbeiten während des Urla ubes obliegt dem Stadtrat 
und erfolgt bei der Abmeldung; der Stadtra t ist aber 
nur dann imstande eine solche zu gebe n, wenn der Ur 
lauber sich gleic h bei der Anku nft h ieramts meldet 
Die Angeh örigen der Urlauber wer den ersuc ht 
dieselben auf diese Mel devorschrift aufmerksam zu mach en 
Stadtrat Dornbirn, am 22. November 1916 
Der Bürgermeister: E. Luger .
	        
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.