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Full text: Dornbirner Gemeindeblatt 1917 (1917)

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noch heute der Fall ist. Als Beweis, daß u nsere klim a¬ 
tischen und Bodenverhältnisse di eser Weizenart sehr zu¬ 
sagen und daß die geernteten Produkte hochwertig sind 
ei nur erwähnt, daß in Friedenszeiten die gesamte Ernte 
von Lustenau als geschät ztes Saatgut nach Bayern und 
Wür ttembe rg verkauft wurde 
Die Stadt Dornbi rn beabsichtigt nun die Herbei¬ 
schaffung des erforderlichen Saatgutes und um dies zu 
ermöglichen, mögen jene Parteien, die Spelz im Herbste 
an bauen wollen, die nötige Menge im Rathaus, Zimmer 
Nr. 5, bis zum 18. August anmelden. Man benötigt 
pro Viertelland = 334 m2 8 Kg. Saatgut. Gesät wird 
in der Zeit vom 15. September bis 30. November. 
Ing. Ernst Winsauer. 
Rauchtabak=Abgabe. 
Die k. k. Finanz=Bezirks= D irekti on in Feldkir ch als 
Verschleißbehörde hat mit Erlaß Zl. 10226 vom 31. Juli 
1917 die Aus gabe von Landt abak und Kübeltabak in 
sämtlichen Trafiken in Dornbirn am ersten Tage der 
Fassung aus dem G ro ßverschlei ße für die Zeit nach C 
Uhr aben ds festgesetzt. 
K. k. Finanz w ache=Kontr ol ls=Bez ir ks=Leitung Hohe nems 
am 8. August 1917 
Heu= und Streue=Auszahlung. 
Für die vom 20. April bis Ende Juni 1917 er 
folgte Heu=, Futterstreue= und Streu elieferu ng an die 
k. k. Heeresverwaltung 
werd en die Betreffnisse von Mon¬ 
tag, den 13. ds. Mts. an in der Stadtkasse, Zimm er 
Nr. 3, ausbezahlt. 
Die Wagscheine sind mitzubringen 
St adtrat D ornbirn, am 10. Augus t 1917. 
Der Bürgermeister: E. Luger. 
Meldepflicht für Urlauber 
Alle dem Soldatenstande angehörigen Personen, die 
einen Urlaub in Do rnbirn zubringen, haben sichim 
Rathause , Zimmer Nr 4, (Parterre) undbei 
der k. k. Genda rmeri e an= und abzumelden. Die An¬ 
und Abmeldungen bei der Gendarmerie sind in der Zei 
von 10 bis 12 Uhr vormit tags und 4 bis 5 Uhr nach 
mittags zu machen 
Die Bestätigung über die Verr ichtung landwi rtschaft¬ 
licherArbeiten während des Urlau bes obliegt dem Stadtrate 
und erfolgt bei der Abmeldung; der Stadtrat ist aber 
ur dann imstande eine solch e zu geben , wenn der Ur¬ 
la uber sich gleich bei der Ankunft hieramts me ldet. 
Die Angehörigen der Ur lauber werden ersucht, 
dies elben auf diese Me ldevorschrift aufmerksam zu machen 
Stadtrat Dornbirn, am 27. Juli 1917. 
Der Bürgermeister: E. Luger 
Geschäfts zahl A 325/17= 3 
Ve rs teigerungs= Edikt . 
Am 16. Augus t 1917 vormittags 9 Uhr, gelangen 
aus dem Nachlasse des verst orbe nen Schneidermeisters 
Sylvester Schöc h in Dor nbirn, Riedgasse Nr. 46 zur 
öffentlichen, freiwilli ge n F eilbietu ng folgende Fahrnisse: 
Nähm aschine, 1 Divan, 2 Kleide rkasten, 1 Kom ode¬ 
kasten, 2 Tische , 4 Sessel, 1 Büge lofen mit 5 Schneider 
bügeleisen, S toffe für Herren und Frauen, 1 Partic 
Stoffresten und Stoffmuster, 1 Partie Knöpfe, 2 Uhren , 
Kleider, Wäsch e und andere Geräte 
.19 
20 
21 
Diese Gegenstände we rden vor der Feilbietung von 
9—10 
Uhr vor mittags , vorgezeigt. 
K. k. Bezirksg e richt Dorn birn, Abteilung I, 
am 8. August 1917 
8/1 Dr. 
Walter. 
Aeste=Verkauf. 
Von Seite der Stadtg emeinde Dornbi rn werden in 
derEnz=Schwende 
Etter und Amenegger Etter mehrere 
Partien Aeste an Ort und Stel le verkauf t 
Zusammenkunft für Enz am Mon tag, den 13. Augus 
1918 
Uhr früh beim Rechenstall. 
Zusammenkunft für Schwende und Amenegger 
Etter am Donnerstag, den 16. Augus t 1917 beim Engel 
3. Bez., 8 Uhr früh 
Näher e A uskunft ert eilt der Forstwart. 
Stadtrat Dornbirn, am 30. Juli 1917 
Der B ürgermeis ter: E. Luger m. p. 
Hilfs=Ausschuß in Do rnbirn 
6. Woche K 
Weltkino — Bendlin 25•— 
Herrn Johann Thurnher s Erben 50•— 
die selben für Kinderausspeisung 50•— 
Herr Danie l Feurstein, Drucksachen (500 
Karten für Kinderausspeisung 
Summe 
Kr. 125— 
Mitteilungen. 
He ldentod eines Geme i n deau sschußmitgliedes. 
Am 8. ds. Mts. ist die Nachricht eingelangt , daß Herr 
Dr. Erwin Fußenegger, Mitglied des Gemeindeausschusses 
der Stadt Dornbirn, Teilhaber der Firma I.M 
Fußenegger, k. k. Landsturm=Oberleutnant, Inhaber des 
Signum la udis, auf dem südwestlichen Kriegsscha upla tz 
en Helden tod erlitten hat. Die Lei che wird nach Dorn 
birn und von hier zur Verbrennung nach St. Galle n 
überführt 
Herr Dr. Erwin Fußenegg er hat von 1904 bis 
1907 als Ersatzmann und von 1907 bis zu seinem Tode 
als Mitglied der Stadtvertretung angehört. Auch als 
M itglied von Untera us schüss en war er im D ienste der 
Stadt tä tig, so im Finanzausschusse von 1907 bis 1917 
und im Sanitätsausschusse von 1910 bis 1917. 
Der Verewigte war ein sehr fleißiger, eifriger Mit 
rbeiter im Stadtdienste, der wohl jeder Gemeinde¬ 
a usschuß sitz ung, in welcher ihm das Ersc heinen mö glich 
war, beigewohnt hat und bei jeder Gelegenheit suchte, 
eine Ansch auung und seine Wohlmein ung auch im Worte 
zu vertreten. 
Als bis zum Tode auf dem Felde der Ehre im 
Dienste des V a terlandes p fli c htgetreuer Mann, als viel¬ 
ähriger w e rktätiger Gemeindevertreter der Stadt Dorn¬ 
birn und als Teilhaber und Mitchef der angesehenen 
Firma I. M. Fußenegger bl eibt ihm ein dankbares 
eh renvol les And enken gesiche rt. Er ruhe im Frieden 
Das Rathaus ist am Kaisers=Geburtstag, das ist 
am 17. August , nachmittags ge sch lossen 
Alle Parteien, die ihre Anmeldung, betreffend 
den gepachteten Aecker b isher noch nicht gemacht haben 
vollen dies in den nächsten 2 Tagen im Rathaus 
Zim mer Nr. 2, angeben.
	        
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