Vormerkbü c her für Seifenabgabe.
Die k. k. Bezirkshauptmannschaft hat eine genau e
Ueberprüfung der ausgegebenen Vormerkbücher übe
die Abgabe von Sei fen und Sei fenpulver angeordne
Die Prüfung hat an Hand der Vormerkbücher und der
vorhandenen Seifenkartenabschnitte sowie mit Rücksich
auf den Vor rat an Seife jeden Monat zu erfolgen
Auch hat der Stadtrat die Einhaltung der Verkaufs
und Preisvorschriften zu übe rwach en.
Die Kaufleute, welch e Seif en und Seifenpulve
verschleißen, werd en nun a ngewiesen, ihre Vormerkbü cher
bezgl. der Seifenausgabe samt den Seifenkartenabschnitten
diese in einem Umsch lage mit en tsprechen der Ue berschrif t
versehen, am M ontag, den 7. ds. Mts., im Rathause,
Zimmer Nr. 14, abzugeben. Nach erfolgter Ueberprüfun g
können die Büc her abgeh olt werde n
Stadtrat Dornbirn, am 4. Jänner 1918
Der Bürgermeister: E. Luger m. 1
But ter=Erzeugu ng
Alle Sennere ien und alle son stigen Buttererzeuge
nit mehr als 3 Kühen, müssen den Begin n der But ter
erzeugung (Datum) der Landesfettstelle anzeigen. Danr
wer den die zur A nmeldung der Erzeugung erfor derlich en
Drucksorte n zugesendet
Buttererzeuger mit 2 oder 3 Kühen müssen den Be
ginn der B utt ererzeugung ihrer Gemeindevorstehung
anzeigen
Die Unterlassung dieser Anzeigen wird mit Geli
bis zu 10 .000 Kronen oder A rrest bis zu 6 Monaten
bestraft
Gleichzeitig wird auf das Verbot der Verfütterung
von Vo llmilch
an Kälber und Schweine über 6 Wochen
au fmerksam gemacht.
Bregenz, am 2. Jän ner 1918
Landesfettftelle für Vorarlberg
Schl a chtvieh=A u szahlung .
Für die am 21. November 1917 von der k.
Heer esverwaltung übernommenen Schlach ttie re werd en
die Kaufpreise von Dienstag, den 8. ds. Mts. an in der
Stadtkasse au sbezahl t. Die Wags cheine sind mitz u bringen
St adtrat Dornbirn, am 6. Jä nner 1918
Der Bürgermeister: E. Luger.
Die Anmeldung der Pferde, Wägen
Schlitten, Handschlit ten und Rodel
bis längstens einschließlich Dienst ag, den 8. Jänner ds
Irs. im Rathause, Zim mer Nr. 4, wird in Erinner
ung gebrac ht
Im Uebrigen wird auf die d i esbezügli chen Auff or
derungen im Gemeindeb latte vom 30. Dez ember vorigen
Jahres verwiesen.
St adtrat Dornbirn, am 6. Jä nner 1918
Der Bürgermeister: E. Luger
Erlaubnisscheine für Alpbesitzer und
deren Perso nal,
Ab 1. Jänner 1918 we rden von den Grenzwa ch¬
zugskommandanten Nenzing, Brand, Schruns und S tuben
neue Erlaubnisscheine für alle Besitzer und derer
Person al zum Betreten der Alpen zwecks Almenwirt
schaf tsbetrieb in der V erbots zone mit Giltigkeit au
Jahr ausge stell t.
Diese Erlaubnisscheine sind nur erhältlich gegen
Vorlage einer Bescheinigung der betreffenden Gemeind e
daß der Er laubniswe rbe r Alme nbesitzer ist oder zu
dessen Perso nal gehört
Solche Bescheinigungen dürfen von den Gemeinden
nur solchen Personen ausgesteltt werden, we lche polit isch
verläßlich sind
Die alten Erlaubnissch eine verlieren ihre
Giltig keit am 15. April 1918.
In der Verbotszone, für deren Alpen die Erlaubn is
ch eine notwendig sind liegen im Bereich der k. u. k
3. Grenzwachkompagnie Bludenz folge nde Gebiete Vor¬
arlbergs
1.) das G ebiet s üdlich der Ill bis Parthe nen un
von da südlich des Zeinis=Baches bis zum Zeinis¬
Joch
2.)das
Gebie t: südöstlich der Linie Nenziggas
Bludenzer Alpe— Albona
Alp—
Stuben—
östl ich der S traße Stuber Zürs
— Lech
Warth — nör dlich
des Weges Warth— Hoch¬
krumback Schröcken — östlich
der Straße
Schrö cken — Schoppernau und der Linie Scho p¬
pernau — Schönebach.
3. östlich
der Linie Parthenen— Alpe
Valsch a viel
Madererspitze —
Untere Gafluna Alpe—
Eisenthalerspitze — Nen ziggastt al gehört.
K. u. k. Grenzschutzkom mando Feldk irch
3. Grenzwach=Komp. Blud enz.
Pferde=Kauf.
Am 16. Jänner 1918, um 9 Uhr vormittags trifft
eine militärische Kommission zum freihändigen A nkaufe
von Pferden für die k. u. k. Heeresverwaltung in
Dornbirn ein
P ferd ebesitzer, welche ihre Pferde freiwil lig verk aufen
wolle n, mögen diese in Dor nbirn „Viehplatz“ stellig
mach en
Die Pferde müssen kriegsdiensttauglich und im Alter
zwischen 4 bis 15 Jahre n sein
Minderjährige Pferd e werden nicht gekau ft
Es werden auch mit Evi d enzblät tern beteilte Pferde
gek auf
Die Evidenzblätter sind unbe dingt mitzubringen
Der mit dem P ferde besitzer an Ort und Stelle
vereinbarte Kaufpreis wird sofort mit Postschec
ausbezahl t
Die Besitzer s owohl von Evidenz bl at tpferden als
auch von sonstigen Pferden werden aufmerksam gemacht,
dieselben nicht an Zwischenhändler zu verkaufen, sonderr
im eigenen Inte resse unmitt elbar der mi litärische n An¬
kaufskommission zum Kaufe anzubieten
Die Pferde sind — wenn möglich mit
guter
Halfter, Decke, Gurte, Anbi ndstri ck und mit Futter für
2 Tage vorzufüh ren.
Pfer dekäufe finde n außerdem am 29. Jänner 1918
0 Uhr vormittags in Feldkirch „vor Gasthof zur weißen
Rößl" statt
Solche Pferdekäufe werd en kün ftighin jeden Monat
vorgenommen und mit „Kundmachung“ angezeigt.
Die Besitzer von zu ve rkaufen den Pferden werd en
aufgefordert, dies mit Korrespondenzkarte an den k. u. k
Pferde=Evidenzoffizier Innsbruck, M. Theresienstraße
Nr. 37, 3. Sto ck, anzuzeigen.
K. u. k. M ilitärkommando Innsbruck