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Full text: Dornbirner Gemeindeblatt 1918 (1918)

in 
„Der Gemeindeausschuß wolle beschließen 
Die Schlachtviehanforde rung en für den He eres¬ 
und Landesbedarf werd en weiterhin in der 
bisherigen Weise durchgeführt. Es sind auch 
die kleinen Viehb esi tzer mit 2 und 1 Stück 
Groß vieh, zu denen Tiere über 1 Jahr 
zählen, zu den Lief e rungen in entsprech en 
der Weise heranzuziehen. 
Hiezu sprechen in der Wechselrede der 
V orsit zende, G.=A. Anton Huber, Lehrer Rüf 
Thomas Rein und Josef Anton Mayer 
G.=A. Lehre r Josef Rüf macht darauf auf 
merksam, daß in Hinkunft noch mehr als 
bisher bei Vorschreibung der Pf lich tliefer un¬ 
gen die Erfüllu ng der besteh ende n Vorschrif¬ 
ten über Milchabgabe berücksichtigt werder 
soll und jene Bauersleuke, die sehr ansehn¬ 
iche Leistungen in ihrer Milchaufbringung 
ür die Allgem einh eit nach zuweisen haben 
tun lichst weitgehende Schonu ng erfahren, da¬ 
gegen nac hgewiesenermaß en in dieser Hin 
icht nachlässige und nichtentsprechende Vieh 
besit zer stärker herangezogen werden müßten. 
Der Bürgermeister sieht sich veranlaßt, von 
einer Besch luß f assung zum gestellten An trag 
abzusehen, da dieser Gegenstand nicht auf 
der Tagesordnung der heutigen Sitzung steht 
und daher erst in der nächsten Gemeind e¬ 
ausschu ßsitzun g en dgiltig erledigt werden kann. 
S.=A. Johann Georg S chwendinger stellk di 
Anfrage, ob auch wä hrend des Sommers 
die Milchabgabe an Sennerei oder Kund¬ 
schaften den M ilch liefer anten zum Bezuge 
von Butter und Käse gutgeschrieben we rde. 
S.=A. Lehrer Rüf gibt die Antwort, nach 
welcher e benso wie bisher die Gegenleistung 
durch Butterzuweisung erhal ten bl eibe, nur 
önne es vorkommen, daß die Ausfol gung 
der Butter nicht ge rade fristger echt mög¬ 
lich wird 
G.=M. Josef Meusburger beantragt, die Stadt 
wolle veranlassen , daß die Bäckermeister jeden 
Laib Brot mit einem Erkenn ungszeichen ver 
sehen , damit im Falle einer Beschwerde ge¬ 
jen den Br oterzeuger vorgegangen werden 
könn e. G.=A. Lehrer Rüf erwi dert, die An¬ 
bringun g eines Erkennungszeichens auf jeden 
Saib Brot sei den Bäckermeistern ohnehir 
zur Pflicht gemacht, gegenwärtig aber nich 
durchführbar, weik das Maisbrot zu leicht 
dreche 
Schl uß der Sitzung 9 Uhr nach ts. 
Berufungen gegen die hiemit verlautbarten Beschlüsse des Ge 
mei n deauss chusses können an den Landes aussch uß (§ 89 Gemeinde¬ 
ordnung) oder an die k. k. Bezirkshauptmannschaft Feldkir ch (§§ 93 
und 94 G.= O.) innerhalb 14 Tagen, gerechnet vom Tage nach Er¬ 
c heine ndieses Blattes, beim Stadtrate, Zimmer Nr. 8, eingebracht 
w erden. 
Dornbirn, am 25. Mai 1918 
Der Bürgermeister: E. Luger. 
Lebe nsmit tel vers orgung 
Die Au sgabe von Mehl und Fett findet diese Woch¬ 
nachstehender Reihenfolge sta tt. 
239 
Buchstabe 
St unde Tag 
7—8A 
Vor¬ 
Montag B 
8—½11 
mittag 
MehlC 
/11 —11 
und5 
11—12 
Donnerstag Nach= E 
u. F 2—5 
Fett usw. mittag G 
5—½7H 
7—½10 
Vor¬1 
½10—10 
mittag K 
D ienstag 10—11 
MehlK 
11—12 
undL 
2—3 
Freitag Nach M 
3—5 
Fett usw mittag N 
u. O 5—½6P 
u. Qu 
76—R 
7—9 
Vor¬S 
9—12 mittag 
Mittwoch 5 
2—3 
MehlT 
3—4 
und Nach U 
u. V 
4—75 
Samstag mittag W 
125—6 
Fett usw.2 
6—17 
Die Reihenf olg e ist genauestens einz uhalten 
und ist das Anstellen zu vermeid en 
Zur Abgabe gelangen: 
Mo ntag, Di enstag und Mittwoch 
Preis Helle per Kopf 60 
Kg. 
Gleichmeh 76 
Kg. 
mit Papiersad 
Maisg ries Kg. 
98 
Haferreis 
* Die Menge wird in den Verkaufsstellen ver¬ 
lautbar t und richtet sich nach den Zuweisungen der 
Kriegsgetreide=Verkehrsanstalt 
Donnerstag, Freitag und Samstag: 
Preis Heller 
per Kopf1 
Kg. 650 
a. d. Fettkarte) 
(8 Dkg Butte 1 
Kg. 100 
Kg. 
Sauer kraut 1 
St. 80 
Eier für Kranke (je nach Vorrat) 
Pferde fu tter. 
Mont ag und Dienstag gelangt Haferkleie und etwas 
Melasse zur Verteilung 
St adtrat D ornbirn, am 31. Mai 1918. 
Der Bürgermeister: E. Luger 
Milchversorgung. 
Alpvieh anmeld ung. 
Wer Kühe und Ziegen besitzt und Milch an Kund¬ 
schaften gegen Karten verkauft oder einen Teil in die
	        
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