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Full text: Dornbirner Gemeindeblatt 1918 (1918)

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Von den Arbeitn ehmern werden keinerlei Gebü hren 
eingehoben. Von den Arbeitgebern ist eine Vormerk 
g ebühr von 40 Hel ler für jede gesuchte Arbeitskraft zu 
ent ric hten. Die Arbeitgeber könne n sich durch Zahlun g 
eines Jahresb eitra ge s von der Entrichtung der Vor¬ 
merkgebühr befrei en 
Arbeitgeber und Arbeitnehmer werden ersucht 
of fene Stellen aller Art bezw. Gesuche um Arbei t nicht 
mehr im Rath ause Nr. 2, sond ern im obbezeichneten 
Lokale des neu erri chtet en öffentlichen allgemeinen Ar 
beitsnachweises zu melden. 
Stadtrat Do rnbirn, am 1. September 1918 
Der Bürgermeister: E. Luger 
Erhöhung der Post=, Telegramm- und 
Fernsprechgebühren ab 1. September 
1918. 
Br iefe: Bis 20 Gramm 20 Heller, für je weiter 
20 Gramm 5 Hell er mehr 
Postkarten: 10 Heller die einfach e, bei der Do ppel¬ 
karte jeder Teil 10 Heller. 
Drucksachen: Im Verkehr mit Ungarn, Vosnie n 
Herzeg ovina und Deut s chland bis 50 Gramm 5 H eller 
bis 100 Gramm 11 Heller, für jede weitere n 50 Gramm 
um 3 Heller mehr; im inländischen und außerdeutschen 
Verkehr keine Aend erung 
Wertbriefe: Wertgebühr für je 300 Kr. 10 Hell er 
bei Gegensiegelung erhöht sich die Wertgebühr um die 
Hälfte 
Postanweisungen: Bis 50 Kr. 25 Heller, für 
jede weiteren 
50 Kr. 5 Hel ler mehr 
Pakete: Dieselb en müssen frankiert= aufgegeben 
werden Bis 
5 Kilogramm 100 Hel ler 
über„ 
10220* 
„ 10de„ 
15320 
*1 
„ 15„ 
20420 
1 
Wertgebühr 10 Heller fürje 
300 Kr. des ange 
gebenen Wertes. 
Eilzustellgebühren: Für ein Paket 100 Hel ler 
für jede andere Send ung 60 Helle r 
Telegrammgebühren: Außer der tarifmäßiger 
Gebühr noch ein Zuschl ag von 20 Heller; Eintragung 
von abgekürzten Telegrammadressen jährlich 50 Kr. 
Fernsprechgebühren: Unterschieden werd en 8 Net 
gruppen . Die jährliche Tei lnehmergebühr bet rägt in der 
V. Netzgruppe (Dornbirn) für einen Einzelanschluß 24 
Kronen, halbe n Gesellschaftsanschluß 170 Kr. und vierte 
Gesellschaftsanschluß 130 Kr. Für bereits bestehende 
Teilnehmerstellen trete n die neuen Gebühren erst ab 
1. Jän ner 1919 in Kraft. Die Ueberlandsprechgebühr 
in der I. Fernzone (50 Kilometer) beträgt 1 Kr 
Gebüh ren bei der Abgabe: Bestellgebühr für 
Wertbriefe bis 1000 Kronen 10 Helle r, über 1000 Kr 
20 Heller für je 1000 Kr.; Paket bestellgebüh r 30 Heller 
S tückgebü hr für Abholen 10 Heller; Postanweisungs 
bestellg ebühr bis 10 Kr. 5 Heller, über 10 Kr.— 1000 
Kron en, 20 Heller 
K. k. Post- und Telegrafen=A m t Dornbi rn 
am 21. August 1918. 
Ban del 
Amtliche Feststellung 
Zum Spendenausweis des Hilfs a usschusses im Ge 
meinde blat t vom 18. Angu st, won ach zwei junge Fabriks 
arbeiter, die angeblich beim Obststehlen erwischt wurden 
ich durch Zahlung von Kr. 4·—an 
den Hi lfsausschu s 
von der g erichtlichen Anzeig e losgekauft haben soll en, 
wird amtlich festgestellt, daß der Stadtra t von diesem 
Diebstahl erst durch den genannten Spendenausweis, 
also erst nachdem der verursachte Schaden im Einver 
ständn is mit dem Geschädigten v ollständi g gut gemach 
war, Kenntnis e rhielt und daher gemäß des Strafgesetzes 
eine gerichtliche Anzeige mit Aussicht auf Erfolg nicht 
mehr erstat tet werden konnte 
Stadtrat Dornb irn, am 21. August 1918. 
Der B ürgerme ister: E. Lu ger. 
Meldepflicht für Urlauber. 
Alle dem Soldatenstande angehörigen Personen, die 
einen Urlaub in Dornbir n zubr ingen, haben sich in 
Rath ause, Zim mer Nr 4, (Parterre) und beim k. u. k 
Stationskommando, (Gasthaus zum Kreuz ebene rdig) 
an= und abzum elden. Bei der k. k. Gendarmerie entfäll 
künftighin die Meldung. 
Die Bestä tigun g über die Verrichtung landwirtschaft¬ 
lich er Arbeiten währ end des Urlaubes ob liegt dem Stadtrat 
und erfolgt bei der Abmeldung; der Stadtrat ist aber 
nur dann imstande eine s olche zu g eben, wenn der Ur¬ 
lau ber sich gleich bei der Ankun ft hiera mts meldet , 
Die Ange hörige n der Urlauber werden ersucht 
dieselben auf diese Meldevorschrift aufmerksam zu mach en 
Stadtra t Dornb irn, am 30. März 1918 
Der Bürgermeister: E. Luger. 
Polizeihund 
Von Wach= und Polizeihunden gestellte Personen 
müssen sich ruhig verhalt en und dürfen keine A bwehr¬ 
bewegungen oder Fluchtversuche unternehmen, da in 
diesem Falle der Hund zugreifen würde. 
Feldkirch, am 10. August 1918. 
Der k. k. Statthaltereira 
und Leit er der Bezirkshauptmannschaft 
Cornet 
Hilfs=Ausschuß in Dornbirn. 
N.II. 
Halbjahr 1918, 8. Woche 
22 Hälfte 
des Erträgnisses, der am 17. Augus 
im Alpenhot el Bödele abgehaltenen Kaiser 
feier, per Kr. 66 4·08 für Kinde rau s speisung 664 ·08 
23 Familie 
Franz Schei terbauer, statt Blum en 
s pende für Herrn J ohann Ni ederer für Wu 
und Waisen gefallener Dornbirner Krieger 10•— 
24Frau 
Ww. Anna Huber, Eisplatz statt Blumen 
sp ende für Herrn Joha nn Niederer für Kinder¬ 
ausspeis ung 10•— 
25 Familie 
Juli us Schneider statt Blumenspende 
für Herrn Kadetta s piran ten Karl Vetter für 
Kinderausspeisung 10•— 
26 Fami lie 
Johann Feßl er, Radetzkystraße 13 
zum Gedenken an den liebe n unvergeßlicher 
Nachbarn Kadett as pi ranten Karl Vett er für 
Blumenspende 10•— 
Summe Ki 70 4·08
	        
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