Viehauftrieb.
Zwecks Ausfuh r von üb ersc hüssigem Zu cht= und Nutz
vieh werden im Monat Jänner e inige Au ftriebe veran
staltet.
Die ersten Auf triebe finden statt:
Am Die nstag, den 7. Jänner, in Großdorf,
am Mittwoch , den 8. Jänne r, in B regenz
am Don nerstag, den 9. Jänn er, in Thüringen.
Begin n jeden Tag ½9 Uhr vormittags.
Ue bernom men werd en bei diesen Auftrieben nu¬
Kühe und Rinder, welche seit November abgekal bt und
in der Milchleistung zufriedenstellend sind, oder welche
spätestens Mitte März abkalb en
Preis je nach Qua lität von Kr. 5.— bis Kr. 6
für besonde rs sch öne, gute Milchtiere bis zu Kr. 7.— per
Kilogramm Lebendgewicht.
Bei Auftrieb angefüt terter oder getränkter Tiere er
folgt entsprechender Gewichtsabzug
Die Tiere werden von einer h. o. Kommission ge
schätzt und gewog en und sodann von den Käufern über
nommen. Der Verkäufer l eistet dem Kä ufer für seine
Angaben die gesetzliche Gewähr
Die Landesv i ehv erkehrs stelle bezahlt die übernom
menen Tiere inner t 14 Tagen durch Anweisung de
Postsparkassa an die Ge meindevorsteh u ng des Verkäufers
ungiert im Uebrigen aber nur als Verm i ttler, über
nimmt daher keine weitere Haftu ng oder Gewährleistung
Die Landwirte we rden dringend aufm erksam ge
macht, daß sie sowohl in ihrem wie im allgemeinen In
te resse nur dann sol che Tiere abgeben soll en, wenn si
zur Ueber winterung ihres V iehstande s nicht genügent
Futt er haben und kein mi nderwe rtiges oder Schlachtviel
besit zen, durch dessen Verka uf bezw. Lieferu ng sie ihren
Viehstand entsprechend verringern kön nen
Wenn es sich späte r infolge Futtermangel als un¬
be dingt nötig erweisen sollie, daß außer dem für das
Land benötig ten Schl achtv ieh noch wenig er wertvolles
Zuc ht= und Nutzvieh oder Jungvieh abgesetzt we rden
muß, so fi nden später noch wei tere Auf triebe statt
Bre genz, am 2. Jän ner 1919
Landeskultur rat für Vora rlberg
Der Präsident: I. Ant. Hilbrand
Der Sekretär: W. Spieler.
149
Schu ttablage auf der städt. Viehweide
in Schoren.
Die städt. Spitalverwaltung b eabsichtigt auf de
Viehweide unter der Bahn die dortselbst befindlichen
V ert iefungen mit Schutt a us zufüllen. Um diese Kultur
a rbeit zu fördern, ist die gefertigte Verwaltung bereit
für jeden Kubikmet er Schut t, der nach vorher ei ngeho
ter Weisung der Spitalverwaltung dort abgeladen wird,
an den Fuhr mann zu
eine Vergütung von Kronen 1.—
bezahlen. Große Steine, Glasscherben oder übe rhaup
zu diesem Zwecke ganz ungeeignetes Material kann nich
übernommen werden . Die
s tädt. Spitalverwaltung
150
Steinfuhrwerk
Die Zufuhr von Steinmaterial (bl aue Schroppen)
Abfäll e von Pfläster= und Wetzst e inen ab Steinbruch
Denif l (Has elstauden) zur Brechmaschine Has elstauden
und zur Brechmaschine Schmelzhütterbrücke wird hiemit
ausgeschrieben.
Angebot e sind bis Donnerstag, den 9. Jänne r
1919, a bends 5 Uhr beim städt. Bau amte, Ratha us
Zim mer Nr. 15, mit der Aufschrift
„Stei nf uhrwer! “
einzureichen
Näh ere Auskunft erteilt das städt. Bauam
Dornbirn, am 31. Dezember 1918.
Das Stadtbauamt.
Der Bürgermeister: E. Luger
Ankauf alter Stickmaschinen.
Der Landesrat hat eine Ausfuh rbe willigu ng vor
einigen hundert Ton nen Gus sbruch und Alteisen erwi rk
und mit der Durc hfüh rung die Be ratungsstell e für den
Verkauf alter Stickmaschinen beauftragt.
Letztere hat mit den Eisenhändlern Huber und Fi
n Lustenau und M ichael Loacker in G ötzis eine Verei n
ba rung getroffen, wonach diese berechtigt sind, derartige
Material ien einzukau fen. Sow eit nun Stickmaschinen
in Betra cht kommen, ist laut Beschluß folgender Vorga ng
zu beachten.
Die Fa. Huber und Fitz ist ber echtigt, in den Bez
Bregenz , Bezau und D ornbirn, die Fa. Micha el Loacker
n den Bezi rken Feldkirch, Blude nz und Sc hruns Stick
maschin en einzukaufen . In Ho henems werde n beid
Eisenhä ndler zum Kaufe zugelassen. Beide Eisenhändler
sind verpflichtet, dem St ickma s chi nenverkäufer pr. Kilc
Durchschnit tge wicht, d. h. für Gußbruch, Eisen und We llen
ineina nder 35 Hel ler zu bezahlen und zwar gehen Ab¬
bru ch, Transport und Verladung auf K osten des Eisen
händlers
Um zu verhü ten, daß noch brauchbare Maschine n
in das alte Eisen wan dern, muß jede zum Verkaufe ge¬
Stick maschine mit Ausnahme der 6 ¾ und 9 Jards ent
weder durch den Verkäufer oder durch den Eisenhändler
bei der Zentralstelle des Vorarlberger S tickerbunde s in
Dornbirn angeme ldet werden, welch e sofo rt die Maschine
auf Kosten der Berat ung sstelle überprüfen läßt und sich
eventuell das Vorkaufsrec ht vorbehält. Die Masch ine
darf erst nach Genehmigung der Ze n tralstelle abgeb roch en
werd en und ist es im eigensten Interesse des Verkäufer¬
die Maschine rechtz eitig anzumelden. Sticker, die eine
noch gute Maschine zu kaufen wünschen, könne n sich
ebenfalls bei der Zentralstelle des V orarlberger Sticker
bundes melden
Der aus dem Verkaufe erzielte Frankene rlös wird
dem Landesrat e zur Verfügung gestellt. Die Beratungs¬
stelle hat auch beschlossen, aus dem Mehrerlös einer
Fond zu schaffen, um jenen S ti ckmaschi nenverkäufern,
welche ihre Ma schine bereits schon früher der Beratungs¬
st elle verka uften , eine Nachzahlung leisten zu kön nen
Wenn auch die Bera tungs stelle sich für ei nige hun¬
dert Tonn en einen festen Preis sic her stellt e, so empfiehl
es sich doch in Anbetracht des schon eingetretenen Preis
rückganges die Anmeldungen sofort zu erstatten.
Weite re Auskünfte wer den jed erzeit gerne er teilt in
Zentralstelle des Vorarlberger Stickerbundes in
der
Dornbi rn I., Schulgasse 1
Für die Beratungsstelle Mi chler,
Sekretär
Anmeldung
aller noch in Gefangens c haft befin dlichen Sol¬
daten sowie der seit 1914 Vermißt en.
Um ein klares Bild über den Stand aller heute in
Gefangenschaft befindlichen Soldate n, einschließlich der
Vermißten, die in Dornbirn wohn ten, zu erhalte n, wer
den die Angehör i gen derselben ersuch t, bis längsten¬
Donn erstag, den 9. ds. Mts., dieselben im Ra thaus,
Z immer 7, anzumelden 3