Lok albedarf vorgelegt werde, da R ößner die Ge¬
werbeberechtigung zum Altproduktenhandel besitz
und daher allenfalls bei der Beschlußfassung in
der Gem eindeauss chußsit z ung am 25. Juni ds. Is
die St adtvert reter von der Anschauung sich leit en
ie ßen, daß Rößn er schon eine Gewerbeberechtigung
besitze, welche jener eines Tröd lers na hezu gleich
komme. Das sei nicht der Fall und deshalb wäre
eine noch malige Besc hluß fassung angezeigt
In der Wechselrede neh men das Wort: St.=R .
Josef Diem, St.= V. Martin Kaufmann, Josef
Wehinger, St.=R . Dr. Franz Josef Feierle, Friedrich
Türtsche r und der Vorsitzende. In schriftlicher Ab¬
ti mmung werden 17 St immen für A nerk ennung
des Lokalbedarfes und 22 Stimmen gegen die
Anerken nung abgegeben, sodaß neuerlich ein Lokal
be darf nach dem genannten Gewerbebetrieb abge¬
sprochen ist.
Zu 14. St. V. Josef Anton May er, Obmann des Forst.
rates, berichtet, daß der Finanzausschuß und der
Forstr at auf Grund einer vorgenommenen Begehung
den Beschluß gefaßt habe, der Stadtvertretung den
Antra g zu stellen, zur Erstellung eines Weges von
der Alpe Unterfluh nach Alpe Altenhof gemäß des
vorliegenden Projektes einen Beit rag von 1000 K
aus der Gemeindekasse zu leisten. Der Berichterstatter
empfiehl t den Antrag zur Annah me. St. V. Ant
Huber befürw ortet die Zusti m mung, dann wird
die Gene hmigun g e rteilt.
Zu 15 a. St. V. Josef Anton Mayer, Obmann des
Forstrates, beantragt, der Stadtrat wolle die Fest=
etzung eines einheitlichen Holzausmaßes für Vor
arlberg behufs richliger Anwendung der Preis
besti mmungen nach den beh ördlich en H öchstpr eisen
Die Stad an zuständiger Stelle erwirken.
Dornbiru sei gen ötigt, aus dem Oberlande Holz
zu bezieh en und dabei sei die Stadt durch die ver¬
chiedenen Maße schw er in der Lage, die Ei nhal¬
tung der Hö chstp reise festzustellen
St. V. Ing. Ludwi g Bröll drückt den Wunsch aus,
5)eine
so umfassende T agesord nung, wie sie heut
vorliegt, in Hinkunft in zwei Sitzungen zur Erle¬
dig ung zu bringen.
St. V. Georg Diem beschwert sich, daß manche
Holzhändl er die H öchs tpreise für Holz nicht ein
halten. Er stellt weiters die Anfrage, warum das
ange blich im Schlachthaus lager nde Sc hwein efleisc h
nicht ve rkauft werde. Der Bürgermeister und St. R.
Otto Fußenegger verw eisen darauf, daß für die
jüngst an g ekommenen Grenzschutzoffiziere ein Wag¬
gon Gefrierfleisch im Schsachthaus aufbewahrt wer
de. Der St adtvertretun g und der Landesregierung
stehe über dieses Fleisch keinerlei Verfügungsrecht
zu. Weiters sprechen St. V. Xaver Rusch , St. R.
Josef Diem und St. V. Josef Anton Mayer.
St. V. Josef Anton Mayer empfiehlt, die gesamte
Heuausfuhr aus der Ge meinde einer genauen Kon¬
trolle zu unterwerfen, allenfalls ein Ausfuhrverbot
zu e rlassen. St. R. Wohlgenannt, St. V. Georg
Diem, Friedrich Türt scher und Ing. Ludw ig Bröll
prechen hi ezu, nameutlich auch über Heu=Höch st¬
pre ise
St. V. Martin Natter erkun digt sich, ob es nicht
mö glich wäre, bei freiwilligen Fahrnisverste i ge run ¬
gen Händler von Mi t steigern au szuschließ en. St. R
Dr. Fei erle bezeichnet eine solche Besc hränkun g als
unzuläßig.
St. V. Fridolin Tost s pricht über die Milchnot u
regt an, die Mi lcherzeuger auf einen halben Liter
Zu
591
zu
Milch täglich für den Kopf ihres Hausha ltes
beschränken. Weit ers sprechen in dieser Sache St.
V. Josef We hinger, St. R. Otto Fuß enegger , St.
V. Benedikt Feurstein, Ing. Ludwig Brö ll, St. 9
Marti n Wohlgenannt, St. V. Anton Huber, St R.
Josef Rüf, St. V. Georg Diem, der Vorsitzen de u.
St. V. Ma rtin Kaufma nn. Dabei wird festgestellt,
daß gegenwärtig nur 900 Kühe in Dornb irn für
die M ilcherzeugung in Betracht komme n, da die
Alpen, aus welchen b isher die Milch bezogen wurde
wegen Maul= und Klauenseuche gespe rrt sind und
die Einfuhr aus dem Bregenzerwalde den Bedar
nicht zu d ecken vermag. Auch wird betont, daß
die B eschr änkung der Milcherzeuger auf eine h erab¬
gesetzte Milchm enge un angebracht sei, da ohneh in ein
Großteil der Bauern angesichts der he rrschenden Not
lage nicht einm al einen h alben Liter Milch auf
den Kopf der Haushaltung t äglich für sich be hält.
16. In vertraulicher Sitzung wird über A ntrag des
Ortsschulrates nachbezeichneter Dreiervorschlag für
die Besetzung der ausgeschriebenen Lehrerstelle in
Markt aufges t ellt:
Ju lius Spiegel, Lehrer in W insau
1.
2. Rud olf Kleinbr od, Lehr er in Markt,
3. Emil Bildstein, Lehrer in Salzmann.
Schlu ß der Sitzung 10 Uhr 45 abends
Berufungen gegen die hiemit verlautbarten Beschlüsse des Ge¬
meindea u sschus ses können an den Landesrat (§ 89 Gemeinde¬
rdnung) oder an die Bezirkshauptmannschaft Feldkirch (§§ 97
und 94 G.=O.) innerhalb 14 Tagen, gerechnet vom Tage nach Er
heinen diese s Blattes, beim Stadtrate, Zimmer Nr. 8, eingebrach
verden. Der
Bürgermeister: E. Luger e. h
4461
Lebensmittelversorgung
Die Verteilung von Mehl, Brot und Fett fin det
der Reihenfolg e wie bisher statt irZur
Ab gabe gelangen: Preis
Hel ler
der Kopf1
Kg. 530 50 Dkg Weizenme hl (amerik. Mehl) 25
Dkg
Maisgries (ohne Karte f. Unvers. 400
1 Kg.
25 Dkg
(ohne Karte f. Versorgte) 25
Dig
Unver s 380
1 Kg.
Reis ohne Karte 15 Dkg
für Vers. 5
Dkg. 1 Kg. 920
Bu tter nach Zufuhr 1
Kg. 2900
5 Dig. Speck Kg.
840
Kastanienmehl frei (nach Vorrat 740
Kg.
Gedörrte Möh ren (gelbe Rübe n, 10
Dkg. 1 Kg. 680
Bohnen nach Vor rat
Kastanienm ehl .
Kasta nie nmehl ist in den Verkaufsstellen und in der
Ma rkthalle zu bezie hen.
Getr ockne te Möhren.
Getrocknete Möhren werden in den Verkaufsst elle n
und in der Markth alle ausgegeben.
Schweizer Suppe neinla gen. den
Ver
Suppeneinlagen („E“ Päckch en) sind in
kaufsstellen und in der Markthalle in unbeschr änk ter
Menge zu beziehen (50 Gramm 85 Heller)
Stadtrat Dornbirn, am 31. Juli 1919
Der Bürgermeister: E. Luger 6. h
148:
Milchanmeldung.
Die Milchlie f eran ten haben Mont ag, Dienstag und
Mi ttwoch im alten Realschulgebäude die im Monate
Juli abgeliefe rt e Milch anzumelden.
Dornbirn, am 31. Juli 1919.
Der Bürgermeister: E. Luger e. k.