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Full text: Dornbirner Gemeindeblatt 1921 (1921)

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Die Stadtvertretung wolle beschließen, daß der 
A ntrag des S traßen= und Wass erbauau s schus ses 
zur noch m aligen Ver hand lung mit den inter essier ten 
Grundbesitzern an den Str aßen= und Wasserbau¬ 
aus schuß zurückverwiesen w erde. 
In der Abs timmung wird dies er Antrag ange¬ 
omme n, jener des Straßen= und Was serb auaus 
schusses aber abgeleh nt 
St.=R Schulleiter Hans Marti n beschwert sich über 
das in letzter Zeit ausg egebene s chlechte Brot. Er 
ersu cht um Abhilfe und um Auskunft über die 
Ursach e. Auch St.=R Josef Diem und St.=V. Fri¬ 
dolin Tost sprechen im genan nten Sinne. St.= R. 
Lehrer Josef Rüf führt aus, daß die Stadt genau 
lach den Weisungen der Kriegsgetreideverkehrs¬ 
anstal t in Bregenz vorzugeh en hat, die Mehlmi 
schung dement sprec hen d vornimmt und jedenfalls 
der starke Zusatz von Maismehl die Qualität des 
Brotes beei nträchti g e. Auch sei das z ugewiesene 
Roggenmehl nicht gerade gut zu bez ei chnen. Die 
Stadt tr ifft kein Verschu lde n an der schlechten 
Q ualität des Brote s. Viz e bürgermeister Albert 
Winsauer bemerkt, daß in der Stadtratsitzung am 
4. ds. Mts. in dieser Sache ges prochen wurde und 
der Bürgermeister dort erklärt habe, er werde un 
erzüglich bei der Kriegsgetreideverkehr=anstalt 
Vorstellungen erheb en. St=R. Marti n beantragt, 
daß für Abhil fe Sorge getragen und das Mais¬ 
mehl, w elches sich zur Bro tberei tung nicht eignet 
zur Mischung mit Brotmehl nicht verwendet wird. 
Der Vorsitzende nimmt den gestellten Antrag zur 
Kenntnis. 
Weiteres sprechen St. V. Edwin Wind er und 
Ing. Thurnher. St. R. Schulleiter Hans Mar tin 
rkundigt sich, ob die e nglischen Saatkartoffeln 
bald ei nlangen w erden. St. V.Ing. Josef Thurnher 
teilt mit, daß eine größ ere Menge englescher Saat 
kartoffel n in Bre men für Vorarlberg ab gel iefert 
vorden sei. 
St. R. Josef Diem gibt be kannt, daß dem Käsehändler 
K ocher Käse zugeteilt wurde, der zum Teil verd orben 
sei und nicht abgesetzt werden k önne. Hiezu sprechen 
B. M. Stellvertreter Albert Winsauer, St. R Lehr er 
Josef Rüf, St. V. Anton Huber und Fridolir 
Tost. Dabei wird betont, daß K ocher vor der 
Uebernahme bei der Kä sezen trale den Wirtsch aft s¬ 
cat hätte verstän d igen sollen. Der Wirschaftsrat 
väre dann in die Lage gekommen, Stellung zu 
nehmen und allenfalls in Bregenz Ersatz zu be 
ans pr uchen. 
Sch luß der Sitzung 8 Uhr abe nds 
Berufungen gegen die hiemi t verlautbarten B eschlüsse des Ge¬ 
meindeausschus ses können an die Landesregierung (§ 89 Gemeinde¬ 
ordnun g) oder an die Bezirkshauptmannschaft Feldkirch (§§ 98 
und 94 G.= O.) innerhalb 14 Tagen, gerechnet vom Tage nach Er¬ 
scheinen dieses B lattes, beim Stadtrate, Zimmer Nr. 8, eingebrach t 
werden. 
1742 Der Bürgermeister=Stellvertreter: 
Albert Winsauer m. p 
Lebensmittelversorgung. 
In dieser Woche kann bezog en werden: 
Weizenkochmehl (für 14 Tage) 40 Dkg 14 Karte nabschnitte 
Kg. Kr. 10 70 
Maisgrieß (für 1 Woche) 14 Karten abschnitte 60 Dkg. 
Kg. Kr. 12·70 
Fett ausgabe. 
Die Ausgabe von Schweinefett für die II. Hälft 
des Mon ats findet an fol genden Tagen statt: 
189 
I. und III. Bez Montag A—G. 
Dien stag H—Q, 
Mittwoch R—Z, 
II. Bez irk Mittwoch A—K. 
DonnerstagL—Z 
IV. Bezirk Freitag 
A—Z. 
Betr effnis 25 Dkg pro Person.Preis 
für 1 Kg. 
1 32.—. 
Kr. Saue rkraut. 
Die A bgabe von Sauerkraut erfol gt zugleich mit 
der Fettausgabe. Sa atgut. 
Das bestel lte Saatgut wolle bestimmt Mon tag in 
der Markthalle abgehol t werden 
Vön Dienstag an werden jene Parteien beteil t 
welche seinerzeit die Bestellung nicht rechtzeitig ei nge¬ 
bracht habe n. 
Stadtrat Dornb irn, am 7. April 1921 
1670 Der Bürgermeister: E. Luger. 
Lebensm ittel=Zu bu ßen an Fo rstar beiter. 
Die An mel dungen zum Bezuge von Leb ensmittel 
für Forstarbeiter we rden am So nntag, den 10 April 
von 9 bis 11 Uhr vormittags im Rathause, Zimmer 
Nr. 17, entgeg en g enommen und können die Lebens¬ 
mi ttel am Samstag, den 16. April, von 8 Uhr früh 
nunterbrochen bis 3 Uhr n achmittags in der Markt¬ 
halle gegen B arbezahlun g abgeholt wer den. 
Brenn holzbesi t zer, welche sich verpflichte t ha ben. an 
ierorts wohnende Parteien Brennholz gegen Holzich ine 
bzugeben, haben bis zum obigen Te rmin die Holz= 
scheine, insoweit dies noch nicht geschehen ist, vom Käufer 
des Brennholzes abzuverlangen und s ämtliche bei der 
Anmeldu ng vorzuweisen Fern er haben jene Brennholz¬ 
jeferanten, wel che die von ihnen zugesagte Menge 
Brennholz noch nicht g eliefert haben, bei der Anmel¬ 
dung anzugeben, wo und in welch em Zustande (ob fer 
tig oder inwieweit aufgerüstet) sich das fehlen de Quan¬ 
tum befindet. 
Wer dies er Aufforderung nicht voll ständig nachkommt 
ann info lge nur ge ringer Vorr äte an Ledensmitteln 
bei der Beteilun g nicht berücksichtigt werd en 
Dornbirn, am 7. April 1921 
St ädt. Forstverwaltung 
1714 
Ziegenhirtschaften. 
Sämtliche Obmänner von Ziegena ustriebe n haben 
ich am Freitag, den 15. April vormittags von 8 bis 
2 Uhr im Rathause Zimm er Nr. 17 betreffs Zuwei 
sung von Weideplätzen einzufinden. 
Do rnbirn, am 7. April 1921. 
Stä dt. Forstverwa l t ung 
1710 
Weideverbot im Achgebiet. 
Es wird bekanntgegeben, daß der Austrieb von 
Ziegen und der Schafe, insbesonders in das 
Achgebiet, jede rmann str engste ns verboten ist. Das Forst ¬ 
schutzpersonal wurde beauftragt, dem Zuwiderhandelnde, 
im Achgebiete angetroffene Ziegen= und Schafhirten¬ 
schaften aus dem Forste zu weisen, die Hirtschaft und 
die Besitzer der Tiere unverzüglich zur Anzeige zu bringen. 
Dornbi rn, am 7. April 1921. Forstverwaltung. 
Städt. 1712
	        
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