b
Die Stadtvertretung wolle beschließen, daß der
A ntrag des S traßen= und Wass erbauau s schus ses
zur noch m aligen Ver hand lung mit den inter essier ten
Grundbesitzern an den Str aßen= und Wasserbau¬
aus schuß zurückverwiesen w erde.
In der Abs timmung wird dies er Antrag ange¬
omme n, jener des Straßen= und Was serb auaus
schusses aber abgeleh nt
St.=R Schulleiter Hans Marti n beschwert sich über
das in letzter Zeit ausg egebene s chlechte Brot. Er
ersu cht um Abhilfe und um Auskunft über die
Ursach e. Auch St.=R Josef Diem und St.=V. Fri¬
dolin Tost sprechen im genan nten Sinne. St.= R.
Lehrer Josef Rüf führt aus, daß die Stadt genau
lach den Weisungen der Kriegsgetreideverkehrs¬
anstal t in Bregenz vorzugeh en hat, die Mehlmi
schung dement sprec hen d vornimmt und jedenfalls
der starke Zusatz von Maismehl die Qualität des
Brotes beei nträchti g e. Auch sei das z ugewiesene
Roggenmehl nicht gerade gut zu bez ei chnen. Die
Stadt tr ifft kein Verschu lde n an der schlechten
Q ualität des Brote s. Viz e bürgermeister Albert
Winsauer bemerkt, daß in der Stadtratsitzung am
4. ds. Mts. in dieser Sache ges prochen wurde und
der Bürgermeister dort erklärt habe, er werde un
erzüglich bei der Kriegsgetreideverkehr=anstalt
Vorstellungen erheb en. St=R. Marti n beantragt,
daß für Abhil fe Sorge getragen und das Mais¬
mehl, w elches sich zur Bro tberei tung nicht eignet
zur Mischung mit Brotmehl nicht verwendet wird.
Der Vorsitzende nimmt den gestellten Antrag zur
Kenntnis.
Weiteres sprechen St. V. Edwin Wind er und
Ing. Thurnher. St. R. Schulleiter Hans Mar tin
rkundigt sich, ob die e nglischen Saatkartoffeln
bald ei nlangen w erden. St. V.Ing. Josef Thurnher
teilt mit, daß eine größ ere Menge englescher Saat
kartoffel n in Bre men für Vorarlberg ab gel iefert
vorden sei.
St. R. Josef Diem gibt be kannt, daß dem Käsehändler
K ocher Käse zugeteilt wurde, der zum Teil verd orben
sei und nicht abgesetzt werden k önne. Hiezu sprechen
B. M. Stellvertreter Albert Winsauer, St. R Lehr er
Josef Rüf, St. V. Anton Huber und Fridolir
Tost. Dabei wird betont, daß K ocher vor der
Uebernahme bei der Kä sezen trale den Wirtsch aft s¬
cat hätte verstän d igen sollen. Der Wirschaftsrat
väre dann in die Lage gekommen, Stellung zu
nehmen und allenfalls in Bregenz Ersatz zu be
ans pr uchen.
Sch luß der Sitzung 8 Uhr abe nds
Berufungen gegen die hiemi t verlautbarten B eschlüsse des Ge¬
meindeausschus ses können an die Landesregierung (§ 89 Gemeinde¬
ordnun g) oder an die Bezirkshauptmannschaft Feldkirch (§§ 98
und 94 G.= O.) innerhalb 14 Tagen, gerechnet vom Tage nach Er¬
scheinen dieses B lattes, beim Stadtrate, Zimmer Nr. 8, eingebrach t
werden.
1742 Der Bürgermeister=Stellvertreter:
Albert Winsauer m. p
Lebensmittelversorgung.
In dieser Woche kann bezog en werden:
Weizenkochmehl (für 14 Tage) 40 Dkg 14 Karte nabschnitte
Kg. Kr. 10 70
Maisgrieß (für 1 Woche) 14 Karten abschnitte 60 Dkg.
Kg. Kr. 12·70
Fett ausgabe.
Die Ausgabe von Schweinefett für die II. Hälft
des Mon ats findet an fol genden Tagen statt:
189
I. und III. Bez Montag A—G.
Dien stag H—Q,
Mittwoch R—Z,
II. Bez irk Mittwoch A—K.
DonnerstagL—Z
IV. Bezirk Freitag
A—Z.
Betr effnis 25 Dkg pro Person.Preis
für 1 Kg.
1 32.—.
Kr. Saue rkraut.
Die A bgabe von Sauerkraut erfol gt zugleich mit
der Fettausgabe. Sa atgut.
Das bestel lte Saatgut wolle bestimmt Mon tag in
der Markthalle abgehol t werden
Vön Dienstag an werden jene Parteien beteil t
welche seinerzeit die Bestellung nicht rechtzeitig ei nge¬
bracht habe n.
Stadtrat Dornb irn, am 7. April 1921
1670 Der Bürgermeister: E. Luger.
Lebensm ittel=Zu bu ßen an Fo rstar beiter.
Die An mel dungen zum Bezuge von Leb ensmittel
für Forstarbeiter we rden am So nntag, den 10 April
von 9 bis 11 Uhr vormittags im Rathause, Zimmer
Nr. 17, entgeg en g enommen und können die Lebens¬
mi ttel am Samstag, den 16. April, von 8 Uhr früh
nunterbrochen bis 3 Uhr n achmittags in der Markt¬
halle gegen B arbezahlun g abgeholt wer den.
Brenn holzbesi t zer, welche sich verpflichte t ha ben. an
ierorts wohnende Parteien Brennholz gegen Holzich ine
bzugeben, haben bis zum obigen Te rmin die Holz=
scheine, insoweit dies noch nicht geschehen ist, vom Käufer
des Brennholzes abzuverlangen und s ämtliche bei der
Anmeldu ng vorzuweisen Fern er haben jene Brennholz¬
jeferanten, wel che die von ihnen zugesagte Menge
Brennholz noch nicht g eliefert haben, bei der Anmel¬
dung anzugeben, wo und in welch em Zustande (ob fer
tig oder inwieweit aufgerüstet) sich das fehlen de Quan¬
tum befindet.
Wer dies er Aufforderung nicht voll ständig nachkommt
ann info lge nur ge ringer Vorr äte an Ledensmitteln
bei der Beteilun g nicht berücksichtigt werd en
Dornbirn, am 7. April 1921
St ädt. Forstverwaltung
1714
Ziegenhirtschaften.
Sämtliche Obmänner von Ziegena ustriebe n haben
ich am Freitag, den 15. April vormittags von 8 bis
2 Uhr im Rathause Zimm er Nr. 17 betreffs Zuwei
sung von Weideplätzen einzufinden.
Do rnbirn, am 7. April 1921.
Stä dt. Forstverwa l t ung
1710
Weideverbot im Achgebiet.
Es wird bekanntgegeben, daß der Austrieb von
Ziegen und der Schafe, insbesonders in das
Achgebiet, jede rmann str engste ns verboten ist. Das Forst ¬
schutzpersonal wurde beauftragt, dem Zuwiderhandelnde,
im Achgebiete angetroffene Ziegen= und Schafhirten¬
schaften aus dem Forste zu weisen, die Hirtschaft und
die Besitzer der Tiere unverzüglich zur Anzeige zu bringen.
Dornbi rn, am 7. April 1921. Forstverwaltung.
Städt. 1712