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Kundmachungen
Gemeindesteuer 1925.
Die Gemeind es t euern sind seit 1. November zur Zah¬
lung fäll ig.
Nach dem 1. Jä nner 1926 müssen die Steuern 1925
in der Gem einder echnung als R ückstände nam entlich aus¬
gewi esen wer den und hat die Stadtkasse Verzugsz i nsen
und Mahngebühren einzuheben
6058 Der
Bürgermeis ter : E. L uger, e. h.
Rechnungen der Gewerbetreibenden.
Die Gewerbetreibenden werd en ersucht, die Rech¬
n ungen für gelieferte Arbeiten an die Stadtgemeinde in
den e rsten Tagen des Jänn ers in der Stadtkasse oder
im Bau amte einzureichen
6059 Der
Bürgermeister: E. Luger, e. h.
Kundmachung.
Im Sinne des § 2 der Verordnung der B undes
regierung vom 7. März 1925. BGBl. Nr. 142 über die
Regelung der Am tszeit für die Angestellten bei den
Dienststellen des Bundes werden bei der Bezirkssteuer¬
ehörde Feldkirch für den Part e ienverkeh r aus¬
c hließlich nur die Stunden von 8—12 Uhr fest¬
jesetzt . In der übrigen Amts zeit, das ist von 14—17
Uhr, findet mit A usnahme für ausdrücklich Geladen e
ein Parteienverkehr nicht mehr statt
diese Festsetzung der für den Amtsbet ri eb geltenden
Zeit gilt vom 1. Jän ner 1926 an
5991 Bezirkssteuerb ehörde
Feldkir ch.
Geschäftszahl Ne 1 15/25
Freiwillige gerichtliche Liegensch afts feilb ietung.
Vom Bezirksg e rich te Dornb irn werd en auf Ansuchen
der Eigentü mer Engeldert Natte r sen., Johann Gott¬
ried und Engelbert Natter, in Dornbirn, 3. Be zirk,
Kehlegg Nr. 31, die n achverzei chnet en Li egenschaften
unter Festsetzung der beigef ü gten Ausrufspreise u. zwar
Bp. 1572 K ehlegg, Wohn haus Nr31
mit Wirt
chaftsgebäude u. Hofraum von 3 ar 13 m
Sp. 15997 Kehlegg, Wiese von 6 ar46
m2
ür S 2500.
2. Gp. 19114 R udach, Weide von 83 ar8
m2
für S 500.-
3. Gp. 16069 Humlen, Wiese von 35 ar66
ma
für S 700.—
4. Gp. 15808 Nord, Wiese von 40 ar 56ma
16640 „Wald
von 1 ar
05mi
für S 700
öffentlich feilg eb oten.
Die Versteigerung fi ndet am Montag, den
1. Jänn er 1926, vormittags 9 Uhr, im Gasthaus
zur „Wei nstube“, in Oberdorf stat t.
Anbote unter dem Ausrufspreise werd en nicht an¬
geno mmen.
Den auf das Gut versichert en Gläubigern blei ben
ihrePfandrechte
ohne Rücksi cht auf den Ve rkaufspreis
vorbehalten
Die Bestbo tsgeneh m igung wird sich für die Dauer
von 5 Minuten
vom Abschlage an gere chnet in Vor
behalt genommen.
Die Bedingnisse können beim öffentlichen Notar
hier eing esehen
wer den
Bezirksgericht Dornbirn,
Abt eilung I, am 31. Dezember 1925
021 2=1 Dr.
Wa lter.
Mitteilungen
Anzeig en
für das kommende Gemeindeblatt müssen infolge des auf
Frei tag fallenden Neujahrtages bis längstens Mittwoch
den 30. Dez., abends, bei der Verwa ltung, im Rathaus
abgegeben werden. 6033
Herr Ignaz Rüsch wurde Monta g, den 21. Dez
925 unter g roßer B eteiligung seitens der Bev ölkerung
zu Grabe getragen. Mit Herrn Ignaz Rüsch ist eine
tadtbekannte Persönlichkeit aus unse rer Mitte geschieden
bekan nt vor allem als früh erer langjähriger Seniorches
der Rüschwerke Herr Rüsch zeigte aber auch besonderes
Interesse für das öff en tliche Leben und war vom Jahre
1888 bis 1901 Mit glied des Gemeindeausschusses, 1898
bis 1901 im Stadtrat; während d ieser Zeit w irkte er
n verschiedenen Unterausschüssen mit, so in der Real¬
schule, im Ortsschulrat, in der S traßenbe leu chtung, Ge¬
werbeschule, im Baurat, usw. Einige Jahre gehörte
er auch dem Landtage und der Handels= und Gewerbe¬
kammer an. Was Beruf und Verständnis für
das öff entlich e Leben dem Verstorbenen an Zeit
noch li eßen, widmet e er gerne der Kunst und so fand
nan ihn in den letzten Jahren, die er noch im Priv at¬
leben zubrachte, immer auch dort, wo Kunstfreunde und
Kunstsinn der Heimat zu dienen suchten. So wird die
Chronik, die von der Verschönerung der Stadt , vom Auf¬
lühen des K unst sinnes für Musik, von der Schaffung
leuer Glocken und des herrlichen Kriegerdenkmales zu
St. Ma rtin und von dem noch zu gründenden Heim at¬
museum einmal e rzählen wird, immer auch den Namen
des Verstorbenen dankbar nen nen Er
ruhe im
Frieden! 5990
Feststel lun g. Im „Vorarlberger Taglatt“ übt sich
seit einigen Monaten ein Berichterstatter von Dor nbirn
in unsa chliche r Kritik über die städt. Sicherheitswache
ffenkundig nicht zu dem Zwecke , der Polizei den ohne
dies schweren Dienst zu erleichtern, die mind er gute Ab¬
icht ist zu durchsichtig und die Berichterstattung so pau¬
schalmäßig gehalten, daß im allgemeinen nicht da rauf
geachtet w erden kann In einer der letzten Folgen die¬
er Zeit ung wird jedoc h von einem bestimmten Falle
wieder so bericht et, als ob der betreff e nde Wachmann
eine Pflicht nicht gekannt, nicht erfüllt oder gar sich
feige erwiesen habe. Der Fall liegt so: An einem Sonn¬
tag abends kam ein Gastwirt zur Polizei, damit ein ige
ihm unliebe Gäste aus seinen Lokalitäten entfernt wer¬
den. Oowohl es nicht Aufgabe der Polizei ist, die ei¬
nem Wirte oder einz elnen Gästen nicht angenehmen Besu¬
cher aus dem Gasthause zu entfernen, ging trotzdem ein
Wachmann, um nach der Sache zu sehen. Es befanden