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Full text: Dornbirner Gemeindeblatt 1928 (1928)

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V erhandl ungsschr ift, 
aufgenommen über die 10 St adt vertretu ngssitzu ng in 
diesem Jahr e, welche am Dienstag, den 27. Dez 1927 
unter dem Vorsit ze des Bürgermeisters Josef Rüf und 
in Anw es enheit von 33 S tadtv ertre tun g smitgliedern ab¬ 
geha lten wurde. Beginn 
½7 Uhr abends. 
Tagesordnung: 
. M itte ilungen. 
2. Grundtrennungsgesuche: 
a) der Hedwig W inder bezgl. Gp. 7838 und 7839 
an der Bergmannstraße 
der Wwe. Barbara Rick, betr. Gp. 7819 an der 
b) Fl urgasse. 
c) des Michael Wohlgenan nt, Mittelfeld, betr. Gp. 
5343 und 5344. 
3. A nsuchen des Johann Grorg Wohlgenannt, Bündt¬ 
linenstr. 7 um Gewährung einer Abstandsnachsicht 
für einen Zubau zur Waschküche. 
Eingabe des Rudolf Fäßler, Am Bach 5, bezgl 
Verbauung des Steinebaches längs seine r Hausbündt, 
Ansuch en des Rudolf Rhomberg bezgl. besserer 
Be le uchtung der Bad gasse. 
Ge such des W a senmeisters Ferd. Kalb bezgl. Erhöhung 
der Wartege büh ren, 
Ansuchen der Hebamme Josefine Wi nsauer um 
Anstellung als Gemeindehebamme 
8. Ans uchen der Hebam me Maria Walch von Klösterle 
im Zulassung als Hebamme in D ornvirn. 
9. Anträg e des Hoch bau=Aussc husses; 
*) Erstellung einer A bor tanlage bei der Kir che in 
hallerdorf. 
b) Ausbau = und Einrichtung eines Turnraumes in 
der Mädchen schu le in D ornbirn II 
10. Vorläufige Einhebung der Gemeindesteuer 1928. 
11. Straßenpflästerung 1928: 
a) Bund e =straße 
b) Geleisezone der elektr. Kleinbahn 
12. Ber icht über Verhandlungen mit dem Vorarlber g er 
baswerke. 
18 Beschl ußfas sun g 
über prov. Einhebung des Wass er 
z inses. 
14 Verhandlungsschrift 
über die Stadtvertretungssitzung 
vom 21. Nooember 1927 und freie Anträge und 
Be schwerden. 
5.Vertrauliche Sitzung: 
a) Lokalbedarfsgutachten für das Bendlin=Kino. 
G utachten über Lokalbedarf zur Verleihung des 
Dienstmanng e werbes an Beda B ereuter, Schulgasse 
Ausweisungen im Sinne des § 10 G.-O 
Hierüber wird beraten und beschlossen wie folgt 
Zu 1. Mitteil u ngen 
)Der verstorbene H. H. Geistliche Rat Ferdinand Gierer 
at in seiner l etztwilligen Anordnung vom 22. Juli 
925 der Pfarrkirche Hat l erdorf, dem Waisenhausf ond 
nDornbir n und den Or tsarmen je 100.— S ausgesetzt. 
b)Der 
Bundesminister für soziale Verwaltung hat mit 
d 
Schreiben vom 30. Nov., Zl. 82774/Abt. III/1927 
nitgeteilt, daß die Vorarlberger Versicherungskasse 
ür A ngestellte am Sitze der Landesregierun g in 
B regenz errichtet worden ist, nachdem bei einer Um¬ 
frage bei den in Betrac ht kommenden Stellen keine 
inheitliche Stellungnahme erzielt werden konnt e 
in der Angestelltensektion der Arbeiterkammer stimmter 
je 2 Mitgli eder für jede der drei St ädte — und die 
vorläufige Leitu ng der neuen Versicherungskasse den 
derzeitigen L eiter der Landwirtschaftskrankenkasse in 
B regenz übertragen wurde; eine Aenderung, nach de 
die neue Kasse an einen anderen Ort kommen würde, 
könn te nur dann ins Auge gefaß t werde n, wenn au 
Grund eines Beschlusses des n eugewä hlten Vorstandes 
der Versicherungskasse ein gemeins amer A ntrag des 
Herrn Landeshauptmannes und der beiden Kammerr 
dahinge hend vorgeleg t w ürde, daß als Sitz der Kasse 
eine a ndere Stadt als Bregenz bestimmt werden möge. 
St.=R. Schu ld irektor Hans Martin ersuch t den Bürger 
meister, die Sache nicht auf sich beruhen zu lassen 
onde rn noch wei tere geeignete Sch ritte zu machen, un 
doch die Versicherungskasse nach Do rnbirn zu bringen, 
achdem Dornbirn die grö ßte Industrie= und Gewerbe 
stadt im Lande ist. St.= V. Bundesrat Anton Lind er 
bemerkt, daß in Do rnbirn die Lan desv ertretu ngen der 
Angestellten sich befinden und diese Vertretungen ein 
he itlich die Forderung erhoben h aben, daß die neue 
Kasse in Dornbirn errichtet werden soll. In der Kamme r 
ür Arbeiter und Angestellte werde diese Angelegenheit 
neuerlich in Beratung gezogen werden. St. =V. Thad¬ 
däus Stoß schl ießt sich diesen Ausfü hr ungen an und 
empfiehlt gleichfalls, noch einma l Stellung zu nehmen 
Der Bürgermeister nimmt diese Anregungen zur Kenntnis 
und erklärt, einen weiteren Versuch machen zu wollen. 
Der Stadtr at rich tete am 30. Mai 1927 an die 
Landesregierung das Ansuchen, für Neuanschaffungen 
der hiesigen Freiwilligen Feuerwehr einen Beitrag 
aus dem Landes=Feuerwehrfond zu leisten. Die Lan des 
regierung hat nun mit Schreiben vom 19. Nov. 1927, 
Zl. II b- 644/2, b ekannt gegeben, daß sie grundsätzlich 
nicht in der Lage sei, diesem Ansuchen zu entsprechen. 
Dageg en übern ahm die Lan desregierung über An¬ 
suchen des Stadtrates vom 27. Mai um einen Son der¬ 
be itrag zu den K osten der Neuerrichtung der städ t. 
Feuerlö schanl agen (Hydranten) mit einem Aufwande 
on 300.000 S eine Beitragsleistung von 45.000 S 
aus dem Landes=Feuerwehrfond. D ieser Betrag wird 
mit 25.000 S noch heuer und mit dem Rest von 
20.000 S am 1. Juli 1928 der Stadt ausbezahl t 
werden. 
Die Rett ungsabt eilun g der Frei w. Feuerwehr hat 
ber das erste Jahr ihrer Tätigkeit, in der das neue 
Sanitätsauto zur Verwendung kam, einen Bericht 
in Vorlage gebracht, nach welchem insgesamt 289 
Ausfahrten gema cht wurd en. Die Fahrstrecke erreich te 
die Länge von 5794 km oder eine Tagesl eistung vor 
16 km. Der Bürgermeister bemerkt hiezu, daß der 
vorgel egte Be richt ein Bewe is dafür ist, wie notwendig 
es war, ein Sanitätsauto anzuschaffen. Er sprich t 
der Rettungsabteilung für ihre T ätigkeit den be sten 
Dank aus. 
Der Stadtrat hat über Antra g des Straßen= und 
Wasserbauausschusses am 9. Dezember bei der Firme 
stobert Haller jun. in Altstetten bei Zürich, einen 
p atentiert en Auto=S chneepfl ug „Rapid“ zum P reise 
von 2.300 Schw.=Fr. bestellt. Dieser Schn ee pflug 
wird in den nächsten Tagen geliefert werden und einem 
Bedürfnis entspr eche n. Er kann am städt. Lastauto 
befestigt werden, vermag eine Tagesleist ung bis zu 
100 km Straßenlänge zu b ewältigen und kann be¬
	        
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