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Full text: Dornbirner Gemeindeblatt 1931 (1931)

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Bekämpfung der Maul= und Klauenseuche 
und der Rindertuberkulose. 
Laut Erlaß des Amtes der Vorarlberger Landes 
regierung Zl. Ulb 204/1 vom 15. April 1931. hat sich 
die Bauernkammer für Vorarlberg ber eit erklärt, zur 
Bekämpfung der Maul= und Klauenseuche und der 
Tuber kul ose der Rinder aus dem N otopfer unter ge 
w issen Bedingungen finanzielle Unt erstüt zungen zu ge 
währen. Eine der wichtigsten veterinärpolizeilichen Maß 
nahme n ist die Kennzeichnung und separate Alpu ng 
derjenigen Tiere, welche seit dem 1. Dezember 1930 an 
Maul= und Klauenseuche erkrankt war en. Zu diesen 
Zwecke hat die Bauernkammer berei ts mehrere Alper 
gepachtet. Im politischen Bezi rk Bregenz wu rden alle 
Ti ere, w elche seit dem 1. Dezember 1930 du rchseucht 
w aren, in der Weise g ekennzeichnet , daß densel ben in 
re chten Ohr Monat und Jahr des Seuchenausbruches 
mit Ziff ern ei ntäto wiert wurden, z. B. 12-30 für Tiere 
wel che im Monat Deze mber 1930 an der Seuche er 
krankten. Die Kosten der Tät owierung werden von de 
Bauernkammer getragen und sind in gleicher Weise zu 
verrechnen wie bei der Grenzkontrolle anläßlich der Täto¬ 
wierung der eingef ührten Rinder. Diese Ma ßnahme is 
auch in den ande ren Bezi rken bei evtl. Seuche n= Aus 
brüchen durchzuführen. Um die Zahl der durchseuchten 
Tiere möglichst zu verringern, hat der Amtstierarzt bei 
Neuausbrüchen von Maul= und Klauenseuche sich sofort 
telephonisch mit dem Landesveterinärdirektor wegen der 
Möglichkei t der Keulung der erkrank ten Tiere ins Be 
neh men zu setzen. 
Zwec ks Bekämpfung der Rindertuberkulose werden 
die Gemeindevorsteher b eauft ragt, die Vieh= und Fleisch¬ 
beschauer anzuwe isen , alle Fälle von T ub erkulose, welc he 
sie bei der Ausübung ihres Dienstes wah rnehme n, so 
ort zu melden. Diese Anzeig en haben die Ge meinde 
vor steher unge säumt anher weiterzuleiten, damit der 
Amtstierarzt die entsprechenden Erhebungen einlei ter 
kann. 
Zu obigem Erlaß wird h. a. die Erwartung aus 
gedrückt, daß die Landwirte des hiesigen Bezirkes die 
e ntgegenkomm end e Haltu ng der Baue rnkamme r und 
des Bundes nicht vorübergehen lassen, ohne die Ge 
legenheit zu ergreifen, allfällig vorhandene t uberkulös e 
Rinder ohne allzu große Verluste abzustoßen. 
Rinder mit fortgeschrittener Tube rkulo se werden bei 
einer Vergütung von ¾ des noch vorhandenen Werte¬ 
aus dem Bundesschatze gesc hlachtet. Ein allfälliger Erlös 
aus dem Fleische und der Haut fällt dem Bundes 
schatze zu 
Liegt eine leichtere Tuberkuloseerkrankung vor, so 
ve rgütet die Bau ernkam mer ½ des Schätzungswertes 
und der Fleisch= und Haut erlös fällt dem Viehbesitzer zu. 
Der Bezirkshauptmann: 
2670 Dr. 
Graf e. h. 
A 70/31 
Feilbietungsedikt. 
Ueber freiwilliges Ansuchen der Erben nach den 
vers t orbenen Franz Josef Diem „des Mart in“ in Dorn¬ 
birn 2, Lustenauerstraße 26 werden vom Bezirksgericht 
Dornbirn folgende Liegenschaften zum beigesetzten Aus¬ 
rufspreise öffen tlich feilgeboten und zwar 
aus Einlagezahl 649 der Kat. Gem. D ornbirn; 
der 1. Gbk. besteh end aus 
Gp. 6355 — E geten, W iese, von 22 a 05 qm 
3 
Gp. 636: Eg eten, 
Wiese, von 7 a 88 qmi, 
der 3. Gbk. bestehend aus: 
Sp. 6354— 
Egeten, W iese, von 3 a 09 qm, 
zum Ausrufspreise von S 10.000.— 
Der Erstehe r hat 10 Prozen t des Ausrufspreises 
gleich nach Geneh mi gung des Bestbotes entweder bar 
zu bezahlen oder in Wertpa pieren zu erleg en 
Die Feilbietungswerber behalten sich eine 10 Minut en 
lange Bedenkzeit zur Genehmigung des Bestbotes vor. 
Die Versteigerung find et am M ontag, den 4. Mai 
1931 um 9 Uhr vormittags im G asthause „zur Krone 
in Dorn birn 2, statt 
Die n äheren Feilbi etun g sbedi ngungen kön nen beim 
stotariate Dor nbirn jede rzeit eingesehen werd en. 
Am gleichen Tage und zwar nachmittags 2 Uhr 
findet in Dornbirn 2, Lustenauerstraße 26 die freiw illi ge 
Versteigerung der zum Nachlaß gehörigen bewegl i chen 
Gegenstände statt. 
B ezirksgericht Dorn birn, Abt. I, 
am 24. April 1931. 
2659 L. 
S. Dr. Walter e. h. 
Nc 8 31/3 
Feitbietungseditt. 
Ueber freiwi lliges Ansuchen der Liegen schaft seigen 
tümer werden nachfolgende Liegenschaften vom Bezirks¬ 
g erichte Dornbirn zu den beigesetzten Ausrufspreisen 
öffentlich feilgeboten und zwar: 
die Gp. 2279 Feldgraben, Wiese 
15 a 11 qm, ( kommt als Bauplatz in Frage 
zum Au s rufspreise vonS 
1.50 0.- 
die Gp. 3412— 
Kehlegger=Gemeinde, 
Wiese, 58 a 12 qm 
zum Ausrufspreise vonS 
1.000.— 
die Gp. 3890 —Im 
Grunde 
Weide, 39 a 60 qm, 
zum Ausrufspreis e 
von S 500.- 
äm tliche Grundparzellen in Einl. Zl. 5080 
der Kat. Gem. Dornbi rn. 
Der Ersteher hat 10 Prozent des Ausrufspreiser 
g leich nach Genehmigung des Bestbotes entweder bau 
zu bezahlen, oder in Wertpapi ere n zu erleg en 
Die Feilbietungswerber behalt en sich eine 10 Minuter 
lange Bedenkzeit zur Genehmi g ung des Bestbotes vor. 
Die Versteigerun g find et am Montag, den 4. Mai 
931, um 9 Uhr vormittags im Gasthause „zur Krone 
in Dornbirn 2, statt. 
Die näheren Feilbietungsbedingungen könn en beim 
Notariate Do rnbirn jede rzeit eingesehen werde n. 
Bezirksgericht Do rnbirn, Abteilu ng I, 
am 24. April 1930. 
2666 L. 
S. Dr. Walter e. h. 
Amtstag der K ammer für Handel, Gewerb e 
u. Industrie. Montag, den 4. Mai findet im Gewerb e 
förderungsinstitut in Dornbi rn von 10 bis 11 Uhr vorm 
ein Amtstag der Kammer statt. Hiebe i werden Aus 
k ünfte an Handels= und Gewer betreibend e k ostenlos erteilt. 2744
	        
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